Grizzly Bear – Painted Ruins

VÖ: 18.08.2017

Label: RCA

Genre: Indie-/Art-/Folk-Rock

Wow, ist das auch schon wieder 5 Jahre her, als das fabelhafte Shields veröffentlicht wurde! Damit haben sich die New Yorker  ja fast so viel Zeit für ein neues Album gelassen wie die ebenfalls experimentell veranlagten Indie/Folk-Kollegen aus Seattle, die Fleet Foxes. Letztere haben mit Crack-Up dieses Jahr bereits ein wirklich wundervolles Comeback hingelegt. Wie sieht es also mit Grizzly Bears neuer Veröffentlichung  aus? Klar ist, dass nach den zuvor erschienenen Werken die Erwartungen ausgesprochen hoch sind. Der Schreiber dieser Zeilen muss zugeben, dass er das von Kritikern bereits gelobte Debüt Horn Of Plenty, welches Ende 2004 herausgebracht wurde, nicht wirklich oft gehört hat (dies sollte unbedingt noch einmal nachgeholt werden). Sänger Ed Droste sagte später selbst, dass alles noch semi-professionell aufgenommen wurde, der Lo-Fi-Sound der Anfangszeit nicht unbedingt in seiner Gesamtheit so gewollt war. Trotzdem war der experimentelle Charakter höchst spannend, ließ erkennen, dass da eine ganz individuelle, progressive und mit reichlich Psychedelia angereicherte Mixtur aus Indie-/Folk- und Art-Rock entstand, was spätestens deutlich wurde, als Grizzly Bears folgende Alben via Warp Records veröffentlicht wurden, einem der Aushängeschilder für jegliche experimentelle Klänge (gerade zu einer Zeit als sich das „Intelligent Dance Music“-Label auch für Indie-Sounds öffnete). Yellow House (2006) und auch die ein Jahr später erschienene EP Friend waren bereits klasse, noch besser waren dann Veckatimest (2009, mit der großartigen Single Two Weeks) sowie das oben erwähnte Shields (u.a. mit den gleichfalls fantastischen Songs Yet Again und Sleeping Ute). Wenn man nun die neue (nicht mehr bei Warp herausgebrachte) Platte Painted Ruins hört, wird deutlich, dass die lange Pause gut getan zu haben scheint und absolut konstruktiv genutzt wurde. Es gibt zwar gewisse sofort erkennbare Elemente, wie z.B. den mehrstimmigen Gesang, komplexe instrumentelle Arrangements etc. Aber wie es den US-Amerikanern gelingt, die Zutaten zu variieren, mit neuen klanglichen Ideen zu kombinieren und damit insgesamt den Indie-Folk auf ein neues Level zu heben, ist absolut bewundernswert. Diese Melodien sind sowas von mitreißend, erzeugen eine warme, liebevolle Atmosphäre, überraschen immer wieder auf das Neue. Ein starkes Comeback, hicemusic ist wirklich angetan davon!

Note: 1,7                   

http://grizzly-bear.net/

 

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4 Antworten zu Grizzly Bear – Painted Ruins

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