Jen Cloher – Jen Cloher

VÖ: 11.08.2017

Label: Marathon Artists

Genre: Folk-/Indie-/Garage-Rock

Hier bei hicemusic wurde ja kürzlich moniert, dass den neuen Alben von Soccer Mommy oder auch Waxahatchee ein wenig das charakteristische Alleinstellungsmerkmal fehlt, das sie aus der Menge von Indie-/Folk-Rock-Lo-Fi-Veröffentlichungen hervorhebt. Da ist die Debüt-LP von Courtney Barnett – Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit aus dem Jahr 2015 – schon ein ganz anderes Kaliber! Wurde leider an dieser Stelle nicht angemessen gewürdigt, ging zumindest etwas unter – auch wenn es dann zum Glück noch in die entsprechende Bestenliste aufgenommen wurde. Das was die heute 29-jährige Australierin da zu bieten hatte, war stilvoll, mit großartigen Melodien und wunderbar tiefgründigen Lyrics. Ihre Ehe- und Landsfrau Jen Cloher, soviel ist klar, weiß ebenso zu begeistern, ihr neues selbstbetiteltes Album hat eine Menge an tollen, variantenreichen Songs zu bieten. Sie ist zumindest in ihrer Heimat keine Unbekannte, seit 2005 ist sie musikalisch aktiv, hat in demselben Jahr unter eigenem Namen eine EP (Permanent Marker) herausgebracht und dann mit einer Band – den Endless Sea – zwei LPs eingespielt, mit denen sie in der dortigen Szene hohe Anerkennung erfuhr. Nach einer Pause von ein paar Jahren meldete sie sich Anfang des Jahrzehnts zurück, brachte 2013 eine mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne finanzierte LP heraus (In Blood Memory), musizierte mit australischen Kolleginnen wie Liz Stringer, Mia Dyson und eben Courtney Barnett zusammen(was in Form von verschiedenen EPs musikalisch festgehalten wurde). Ihre Texte behandelten vornehmlich persönliche Themen, setzten sich beispielsweise mit dem Tod ihrer Eltern auseinander. Nach der letztjährigen EP Good For You nun also das selbstbetitelte Werk. Natürlich wird es wieder sehr persönlich, in diesem Fall wird ihre Beziehung mit Barnett, ihr Leben im Allgemeinen – mit all seinen Höhen und Tiefen – thematisiert. Der Heimat Australien wird ebenso Platz in den Lyrics gegeben, erscheint dabei nicht unbedingt immer im besten Licht.  Mal melancholisch, mal fröhlich, immer wieder fesselnd! Wirklich gelungen!

Note: 2,0                  

https://www.jencloher.com/

 

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