Januar 2018

Black Rebel Motorcycle Club – Wrong Creatures

VÖ: 12.01.2018

Label: Abstract Dragon

Genre: Alternative-/Garage-Rock

Ich kann mich noch genau erinnern, vor über 15 Jahren, als ich noch keinen Führerschein besaß und längere Strecken zu Fuß bestritt. Da liefen auf meinem MD-Player (!) auch einige Alternative-/Garage-Rock-Songs der damaligen Zeit, unter anderem von Black Rebel Motorcycle Clubs selbstbetiteltem Debüt: Love Burns. Im Gegensatz zu einigen anderen Acts, die damals Platz in meiner Musiksammlung fanden, habe ich die Kalifornier auch über eineinhalb Dekaden immer geschätzt, auch wenn nicht alle Alben so spannend waren. Nach einigen bandinternen Schwierigkeiten und Vorfällen (u.a. musste sich Drummerin Leah Shapiro einer lebensnotwendigen Gehirnoperation unterziehen) kehren sie nach 5 Jahren zurück und bieten dem Hörer ein mehr als passables Rock-Album ab, auf dem sich das Trio über weite Strecken von den typischen Genre-Klischees fernhält, ein abwechslungsreiches Comeback feiert. Gelungen!

Note: 2,3

http://www.blackrebelmotorcycleclub.com/

 

 

WhoMadeWho – Through The Walls

VÖ: 19.01.2018

Label: Embassy Of Music

Genre: Electronica / Indie-Pop

Die Dänen haben ja in der Indie-/Dance-Szene längst einen Namen, sie haben ja unter anderem einige bekannte Acts geremixt, unter anderem Hot Chip, Peaches, Munk oder die Chicks Of Speed. Andersherum verleiteten auch deren Tracks einige Interpreten dazu, Neubearbeitungen zu erstellen (u.a. DJ Koze und The Rapture). Kein Wunder, WhoMadeWho haben schon einige musikalische Highlights in ihrer Diskografie aufzubieten, wie The Plot, Space For Rent, Inside World oder Keep Me In My Plane. Leider lassen die Tracks auf dem neuen Album Through The Walls zum großen Teil vergleichbare Spannung vermissen. Das ist schade!

Note: 3,0

http://www.whomadewhoband.com/

 

 

Erik Cohen – III

VÖ: 26.01.2018

Label: RYL NKR

Genre: (Alternative-/Hard-)Rock

Ich hatte glücklicherweise in den letzten Jahren des Öfteren die Gelegenheit, Jack Letten live zu erleben, sowohl mit seiner Formation Smoke Blow (ein umjubeltes Konzert in Düsseldorf), aber vor allem einige Male in Solofunktion als Erik Cohen. Das Tolle ist ja, dass es ihm als Letztgenannten gelingt, sich vom Sound seiner Band zu emanzipieren. Das Debüt Nostalgie für die Zukunft  (2014) fand ich schon stark, aber insbesondere der zwei Jahre später erschienene Nachfolger Weisses Rauschen hat mich gepackt (gerade der Song Hier ist nicht Hollywood). Der dritte Tonträger ist nun noch „härter“ angelegt, es gibt weniger Keyboards im New/Dark Wave-Stil, stattdessen wird es durchaus im Sinne des Covers düsterer, der Rock bleibt darüber hinaus aber weiterhin breit gefächert. Die Texte sind ebenso klug, es gibt beispielsweise einen stilsicheren Verweis auf Jimi Hendrix in Fehmarn. Insgesamt zwar nicht ganz so stark wie Weisses Rauschen, dennoch ist Cohens Musik immer noch bestechend und vielseitig!

Note: 2,3

http://eu.kingsroadmerch.com/erik-cohen/

 

 

Django Django – Marble Skies

VÖ: 26.01.2018

Label: Because

Genre: Indie-/Art-Rock, Neo-Psychedelia

Das selbstbetitelte Debüt hat mich im Jahr seines Erscheinens (2012) vollends überzeugt. Die unwiderstehliche, sich ausführlich auf die Pop(kultur)-Historie beziehende Mischung aus Electronica-, Psychedelia- und Western-Sounds mit ambitionierten Indie-Rock-Strukturen machte einfach höllisch Spaß, stellte gleichzeitig ein modernes Kunstwerk dar, das zu Recht Platz in vielen Jahresendlisten fand. Das dritte Album der Briten ist zwar ähnlich angelegt wie der vor drei Jahren veröffentlichte Zweitling Born Under Saturn, es werden also bereits bekannte Zutaten des auf dem Debüt etablierten Band-Sounds aufgegriffen, es bleibt aber weiterhin ähnlich spannend, da neue Ideen integriert werden. Hier ist zudem noch mehr Potential enthalten, angefangen beim Eröffnungs- und Titelsong, über das eine klasse Gastsängerin (Slow Clubs Rebecca Taylor aka Self Esteem)  aufbietende Surface To Air bis zum wirklich absolut bestechenden Real Gone. Komplexe Arrangements, die weiterhin Laune machen!

Note: 2,3 (mit Potential nach oben)

http://www.djangodjango.co.uk/

 

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