Album des Monats November 2020

Wählt bis zum 05.12. das Album des Monats November 2020!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats November 2020“ wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden:

 

Viel Spaß beim Wählen! 🙂

Kylie Minogue – Disco

VÖ: 06.11.2020

Label: BMG

Genre: Dance-Pop / Disco

Tjaja, diese Teenies!…Da bin ich damals als 17-Jähriger in der am Hansaring in Köln gelegenen Filiale einer sehr namhaften Elektronik-Fachmarktkette an einem großen Pappaufsteller von der australischen Star-Sängerin Kylie Minogue vorbei geschlurft. Als ich ihn erblickte, war ich sofort verliebt und fasste den Entschluss, das damit beworbene Album Fever zu kaufen. Aus irgendeinem Grund habe ich es dann doch nicht getan, vielleicht weil ich einen anderen Aufsteller – nein Scherz! – eine andere Platte entdeckt hatte. Was ich damit sagen möchte, musikalisch war ich einfach nicht so gefestigt, es ging hier – okay, ich gebe es zu – um das gute Aussehen von Minogue. Allerdings, eigentlich gefiel mir der Sound schon damals nicht so wirklich. Es war ja die Zeit des großen Hits Can’t Get You Out Of My Head, der in den Radios und im Fernsehen (ja, sogar bei Viva Zwei) ziemlich oft gespielt wurde. Irgendwann war es mir zu viel, ich wollte den Song einfach nicht mehr hören. Aus der heutigen Perspektive betrachtet ist er fantastisch produziert und ich kann auch nachvollziehen, wenn man ihn mag. Ich persönlich tue mich allerdings immer noch schwer mit ihm, vielleicht ist es zu viel des „La La La“. Der Respekt für die Sängerin ist vorhanden, auch in Anbetracht der Tatsache, dass Kylie Minogue privat viel durchmachen musste und dass sie ohnehin schon so lange im Business unterwegs ist (seit 1979). Nachdem nun ihr neues Werk Disco in der Mehrzahl positiv von der Musikpresse bewertet wurde, war ich neugierig, was die dem im Titel benannten Genre ohnehin stets nahestehende Kylie Minogue nun in der neuen Dekade zu diesem zu sagen hat. Ich mache es kurz: die Australierin hat wieder einige tolle Produzenten ins Boot geholt, die ihr hochmoderne, wirklich eingängige Sounds kreiert haben. Die Künstlerin ist zweifellos auch gut aufgelegt. Aber: mir bleibt bis auf ein paar Ausnahmen kaum ein Song im Ohr! Irgendwie hat man das doch im Dance-Pop schon oft so in der Art gehört. Das ist mir zu aalglatt und letztlich für mich leider mittelmäßig in der Gesamtheit.  Oder bin ich einfach nicht nah genug an Disco, um das Album zu verstehen? Ich gebe ihm gerne noch eine Chance.  Gerade in diesen Zeiten ist es ja möglich, dass wir diese Ode an das Tanzen hören sollten. Wie findet ihr also die Platte? Auf eure Meinungen bin ich sehr gespannt!

Note: 3,0 (vorerst)

https://www.kylie.com/

 

Giorgio Moroder – Déjà Vu

VÖ: 12.06.2015

Label: Sony

Genre: Electro-Pop / Disco

Giorgio Moroder ist eine Produzenten-Ikone der Disco-und Electronic Dance-Music, dessen Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Man muss sich ja nur einmal die Liste der Künstler anschauen, mit denen der Südtiroler bereits zusammen gearbeitet hat. Nicht nur Donna Summer verdankt ihm legendäre Hits wie I Feel Love, Love To Love You Baby und Hot Stuff, auch Blondie, David Bowie, Irene Cara oder Berlin u.a. kamen in den Genuss künstlerisch und/oder kommerziell erfolgreicher Songs. Mal ganz zu schweigen von all den Interpreten aus Pop, Disco und Dance, auf die Moroder Einfluss geübt hat. Die French House-Pioniere Daft Punk wussten schon ganz genau, weshalb sie ihn anlässlich ihres Comeback-Albums Random Access Memories dazu bewegten, über seine musikalischen Anfänge und Erfolge zu sprechen. Dies führte bekanntlich zu dem großartigen Giorgio By Moroder, das den darin Geehrten wiederum zu einer Rückkehr ins Musik-Business ermutigte. Er begann im Alter von über 70 Jahren damit, als DJ zu arbeiten, touren und Songs zu remixen. 2014 folgte ein erstes selbst produziertes Hi-NRG-Stück (Giorgio’s Theme). Dann waren von ihm allerdings Aussagen zu vernehmen, die etwas irritierend anmuteten: er bezeichnete z.B. David Guetta und Tiësto als „die Besten“ ihres Faches und äußerte den Wunsch, mit Sängerinnen wie Miley Cyrus oder Katy Perry zusammen arbeiten zu wollen. Diese Meinung bleibt ihm zwar durchaus vorbehalten, aber es lässt auch ein wenig nachvollziehen, weshalb er uns ein solch profilloses, austauschbares LP-Comeback (nach 30 Jahren!) präsentiert. Mit fast allen Songs scheint er sich an die gegenwärtige, Charts-orientierte Jugend anbiedern zu wollen, mit Kylie Minogue, Sia, Kelis und Britney Spears (mit der Moroder ein lahmes Cover des Suzanne Vega-Hits Tom’s Diner vorlegt) u.a., die allesamt keine Akzente setzen können. Nur selten überzeugt er, bezeichnenderweise mit jenen Tracks, die er ohne Gast produzierte (vor allem 74 Is The New 24).

Note: 5,0   

www.giorgiomoroder.com/

 

Giorgio Moroder feat Kylie Minogue from Daniel Börjesson on Vimeo.

Die größten Giorgio Moroder-Hits auf laut.fm – hicemusic:

https://hicemusic.wordpress.com/hicemusic-moroder-time/

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