hicemusic Live Show: Sendung 08 – Playlist

hicemusic Live Show: Sendung 08 – Playlist

hicemusic Live Show

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Inhalt der 8.Sendung:

„Let The Music Take Over Your Soul“ – Fantastische Film-Songs

Playlist:

David Bowie – Cat People (Putting Out Fire)

Iggy Pop – Lust For Life

Simple Minds – Don’t You (Forget About Me)

Peter Gabriel – In Your Eyes

Elton John – Tiny Dancer

David Bowie – Helden

Alice Cooper – School’s Out

Led Zeppelin – Kashmir

Queen – Bohemian Rhapsody

Creedence Clearwater Revival – Lookin‘ Out My Back Door

Steppenwolf – Born To Be Wild

The Doors – The End (Edit Version From The Film Apocalypse Now by Carmine & Francis Ford Coppola)

Joy Division – Atmosphere

Pixies – Where Is My Mind?

David Bowie – Moonage Daydream

Bob Seger – Old Time Rock & Roll

Chuck Berry – You Never Can Tell

Kavinsky – Nightcall

http://laut.fm/hicemusic

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Gschichterln aus dem Park Café

VÖ: 09.07.2021

Label: Tapete

Genre: Pop / Northern Soul

Ich habe ja hier bei hicemusic schon zu Genüge erwähnt, dass mir ein paar deutschsprachige Bands mit ihren humorvollen und ironischen, immer hintergründigen Texten sowie ihren Referenzen auf alltägliche, pophistorische und sozialpolitische Ereignisse oder Phänomene imponieren. Dazu gehörten zum Beispiel die Hamburger Formation Superpunk, die einige tolle Alben vorlegten, unter anderem das geniale Wasser Marsch (2001, mit Songs wie Neue Zähne für meinen Bruder und mich), das ebenfalls grandiose Einmal Superpunk, bitte (2004) oder die wirklich ausgezeichnete Compilation A Young Person’s Guide To Superpunk (2012). Letztere war ja dann leider auch das Abschiedsgeschenk. Allerdings gibt es da ein paar Herren (Carsten Friedrichs und Tim Jürgens) dieser Band, die dann eine Nachfolge-Formation gründeten, die so ein bisschen den Spirit der alten Tage aufleben ließ. Anlehnend an einen äußerst trashigen Film mit Sean Connery wurde Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen aus der Taufe gehoben. Da kommen mit den Klängen wohlige Erinnerungen an Superpunk hoch, wobei ein eigenständiger Charakter der Musik nun wirklich nicht abzusprechen ist. Nun, da sind seit 2012 ein paar wirklich gute Werke erschienen, die ganz im Sinne des Bandnamens ebenfalls eine humorvolle Herangehensweise an popkulturelle und sozialpolitische als auch generell Alltags-Themen aufgezeigt haben. Den Vorgänger des hier besprochenen Albums – Fuck Dance, Let’s Art (2019) – habe ich beispielsweise sehr geschätzt. Das neue Werk Gschichterln aus dem Park Café  unterscheidet sich erneut nicht durch die Herangehensweise, hat aber wieder – dem österreichischen Titel gemäß – schön gewitzte Geschichten mit neuen thematischen Perspektiven zu bieten und macht einfach wieder Spaß mit Songs wie Es ist nett, nett zu sein, Yo Zwanie, Houston, wir haben kein Problem, 2020 – Das erotische Jahr oder Rebekka will ihr Rad zurück. Einige schöne Melodie-Ideen (z.B. in Richtung 60er-Agentenmusik) inklusive! Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen gehört wie Superpunk eben auch zu meinen geschätzten deutschen Bands!

Note: 2,3

http://diegentlemen.de/

Laura Mvula- Pink Noise

VÖ: 02.07.2021

Label: Warner

Genre: (Electro-)Pop / R&B / Synth-Funk     

Retro bleibt in der Pop-Musik das große Ding, warum auch nicht? Immer wieder werden Stilrichtungen der vergangenen Dekaden mal mehr mal weniger bestechend rezitiert und erscheinen im neuen Licht. Letzteres ist ja eigentlich schon eine Voraussetzung, denn es funktioniert nun mal eher nicht, wenn schlicht kopiert wird. Stile wie Soul und R&B werden in unterschiedlichen Klangkontexten präsentiert, ja gerne auch in Verbindung mit Electro-Sounds. In den letzten Jahren war beispielsweise der 80’s-Soul-Funk-Disco-Pop im Stil eines Prince oder von Michael & Janet Jackson wieder ein Thema. Da kommen einem die stilvollen Experimente einer Janelle Monáe – mit ihrem superben 2018er-Werk Dirty Computer – in den Sinn oder auch die coolen Statements der Französin Christine And The Queens. Seit einigen Jahren macht auch die Britin Laura Mvula auf sich aufmerksam, präsentierte von der Kritik geliebte, preisgekrönte Alben mit Sing To The Moon (2013) und The Dreaming Room (2016). Das war nicht bloß Neo-Soul der einfachen Sorte, es konnte durchaus in die verschiedensten musikalischen Bereiche weiterreichen. Vergleiche mit Nina Simone und Davis Axelrod u.a. wurden zu Zeiten des Debüts angestellt. Auf Pink Noise geht es nun infolge eines langen Aufnahme- und eines persönlichen Aufarbeitungsprozesses der 35-Jährigen verstärkt in die bereits angerissenen 80’s-Gefilde mit Synthie-Pop sowie gewohnt gut produzierten, ausgeklügelt arrangierten Soundflächen und dieser unvergleichlichen Stimme Mvulas. Das ist keine neue Idee an sich, die Songs – wie Got Me oder Church Girl – hinterlassen dennoch Eindruck durch diese Unverkrampftheit, diese Direktheit und ja – Individualität. Starkes Album!

Note: 2,0

https://www.lauramvula.com/

                     

Kings Of Convenience – Peace Or Love

VÖ: 18.06.2021

Label: EMI

Genre: Indie-Folk /-Pop

Die Jahre von 2001 bis ca. 2005 waren für mich (auch) in musikalischer von sehr großer Bedeutung, was ich ja an dieser Stelle schon das ein oder andere Mal geschrieben habe. Es war eben jene Zeit, in der ich zumindest zu großen Teilen die Charts-Hits langweiliger fand und einige im Radio (dort dann eher im Abendprogramm) eher seltener zu vernehmende Klänge entdeckte. Das waren natürlich zuvorderst die Formationen der neuen damaligen Indie-/Garage-Rock/Post-Punk-Welle (z.B. die ganzen „The“-Bands: The Strokes, The White Stripes), Electronica, einige „Klassiker“ (z.B. durch meinen Vater, der mir unter anderem Progressive Rock näherbrachte) und so vieles mehr. So Ende 2001 / Anfang 2002 lernte ich auch die Norweger Röyksopp kennen, auf deren fantastischen Debüt Melody A.M. ein gewisser Erlend Øye zu hören war (auf Remind Me und Poor Leno). Mir entging damals jedoch komplett die Musik seiner Band Kings Of Convenience und deren wundervolles Erstwerk Quiet Is The New Loud (2001), das so gefühlvolle, introvertierte Indie-Pop und -Folk-Songs bot. Der Albumtitel wurde gar als Slogan verwendet und stellte eine Art Gegenbewegung zu den oben genannten Indie-/Garage-Rock/Post-Punk-Bands dar. Formationen wie die Turin Brakes oder Badly Drawn Boy, ja sogar Belle & Sebastian wurden hier zugerechnet.  Ich habe die Kings Of Convenience dann erst richtig im Zusammenhang mit dem Nachfolger Riot To An Empty Street (2004) mit Gästen wie der tollen kanadischen Sängerin Feist zu schätzen gelernt (und in dem Zuge mich dem Vorgänger gewidmet). Songs wie I’d Rather Dance With You beweisen ja, dass „Quiet Is The New Loud“ nicht gleichbedeutend mit ausnahmslos ruhigen Songs ist. Schon auf besagtem Debüt waren Alternative Rock-Elemente zu hören. 12 Jahre (!) nach dem dritten Album Declaration Of Dependence sind die beiden Norweger – Erlend Øye und sein Co Eirik Glambek Bøe –  zurück mit Peace Or Love. Es ist vieles wie früher, unter anderem ist Feist wieder dabei. Ich bemühe den Vergleich oft, wenn ich mit etwas Nostalgischem in Berührung komme: es ist so wie eine geliebte Person nach vielen Jahren wieder zu treffen. Man weiß, es sind einige Jahre ins Land gezogen, alles ist vertraut, doch letztlich ist die Begegnung wieder eines – richtig schön! Man versteht sich doch irgendwie noch, oder? Ich mag das Viertwerk, es sind schöne introvertierte und gefühlvolle Songs über Themen wie Liebe, Kummer und das Relaxen. Genau der Folk wird repräsentiert, den ich schätze! Die Kritiker sind da unterschiedlicher Meinung. Daher würde ich gerne von euch wissen: wie findet ihr Peace Or Love? Auf eure Meinungen bin ich gespannt!

Note: 2,3

https://kingsofconvenience.eu/#!     

hicemusic Live Show – 8. Sendung!


„hicemusic Live Show“

Sonntag, 04.07.2021, 18 Uhr

http://laut.fm/hicemusic

Inhalt:

„Let The Music Take Over Your Soul“ – Fantastische Film-Songs

In Zukunft werdet ihr selbst über das Programm mitbestimmen können. 

Bei (Verbesserungs-)Vorschlägen, Tipps, Fragen oder sonstigen Kommentaren schreibt gerne an folgende Adresse: hicemusic@hice.de  

Oder auch über die verschiedenen Social Media – Kanäle von hicemusic (siehe unten)

hicemusic – Social Media:

Bitte gerne folgen 😉

https://www.facebook.com/hicemusic/

https://www.instagram.com/hicemusic/

https://twitter.com/hicemusic

https://hicemusic.tumblr.com

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Weitere Infos!

Eine moderierte monatliche Show bei hicemusic!

Ich, Niko von hicemusic, präsentiere euch jetzt immer einmal im Monat sonntags um 18 Uhr spannende und vielfältige Musik aus Pop, Rock, Dance & Avantgarde! Kultiges, Seltenes, Klassiker und vieles mehr!

Ersttermin: Anfang des Monats

Wiederholungen:

  • an den anderen Sonntagen des Monats, 18 Uhr
  • freitags, 20 Uhr

Viel Spaß beim Hören!

Fortuna Ehrenfeld – Die Rückkehr zur Normalität

VÖ: 04.06.2021

Label: tonproduktion

Genre: (Indie-)Pop

Ich habe ja an dieser Stelle schon öfter über den deutschsprachigen Pop geschrieben und wie ich ihn im Allgemeinen einschätze. Gerade die Präsentation im Radio, wie dieser dort für gewöhnlich interpretiert wird, wie die Texte als lebensnah oder „echt“ beschrieben werden, auch wenn es in meinen Augen nicht immer zutreffend ist, darüber habe ich allzu häufig etwas bei hicemusic ausgeführt. Ich muss allerdings in diesem Zusammenhang klarstellen, dass meine Ansichten in der Mehrheit in dieser Hinsicht nicht negativ sind. Denn der deutschsprachige Pop hat jene Bands zu bieten, die eine Vielfältigkeit, eine Stilsicherheit und Authentizität an den Tag legen, aber wem sage ich das? Eine dieser Formationen, die ich sehr schätze, sind die Kölner um Frontmann Martin Bechler – Fortuna Ehrenfeld. Denn neben dem Humor und der Ironie, die sich nicht nur in einigen der Song- und Albentitel ausdrücken, wird eine Hintergründigkeit in der Auseinandersetzung mit alltäglichen Themen in den Texten deutlich, die über die von Jan Böhmermann (als Jim Pandzko) einst so gut auf den Punkt gebrachten Komplexe Menschen Leben Tanzen Welt hinausgehen bzw. diese etwas reflektierter und komplexer ausgestalten. Zudem ist im Bezug auf die Musik zu sagen, dass Fortuna Ehrenfeld immer wieder neue Ansätze und Musikrichtungen entwickeln und einfließen lassen. Auf dem neuen Album Die Rückkehr zur Normalität werden beispielsweise Electro-Elemente eingearbeitet, die unter anderem 1990er-Techno-Flair aufweisen. Nicht ganz ohne Zufall, denn das Feiern und die Ausgelassenheit wird herbeigesehnt. So ist der Albumtitel angesichts der derzeitigen Situation wohl auch erklärbar. Das Ende der Corona-Zeit als zentrales Ziel, zum Beispiel mit fröhlich skandierten „Sha-la-la-la“ (in Anleitung zum Sha-la-la)!) oder „Lo-lo-lo-lo (…)“ (im besten Song der Platte, Die panamoralische Liebe). Es soll zumindest Mut gespendet werden. Dies gelingt in der Gesamtheit wirklich gut, ein gleichzeitig unterhaltsames Album, das man gerade jetzt bestimmt ausgezeichnet hören kann!

Note: 2,3

http://antispecht.de/fortuna/  

                      

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