Little Simz – Sometimes I Might Be Introvert

VÖ: 03.09.2021

Label: AGE 101

Genre: Hip-Hop / Soul / R&B / Jazz

Ich habe es hier an dieser Stelle schon oft geschrieben, dass vom Hip-Hop tatsächlich noch große Impulse ausgehen, da die sozialpolitischen und andere relevante Themen gerade in diesen Zeiten sicherlich nicht fehlen. Angesichts der auch heute noch bestehenden Vorwürfe gegen die Künstler/innen des Genres, dass Stereotype es dominieren, da muss so ein Hinweis doch stets erlaubt sein. Gerade jetzt, wo ich das fantastische Album Sometimes I Might Be Introvert der 27-jährigen Britin Little Simz gehört habe, ist das geradezu unausweichlich. Schon vor zwei Jahren, als ihr ebenfalls wundervolle Drittwerk Grey Area erschienen ist (dem ich vielleicht noch etwas mehr Aufmerksamkeit hier hätte widmen können), ist mir folgendes aufgefallen: „(…) hier wird so unverkrampft performt, sich so untypisch ehrlich mit den eigenen Ängsten und Sorgen in den Texten auseinandergesetzt. Wer aber glaubt, diese Frau sei nicht kritisch oder selbstbewusst, der ist ja mal so was von auf dem falschen Dampfer!“ Das sollte man auch für den Nachfolger so stehen lassen, Little Simz weiß, wie sie die aktuell relevanten Themen in den Fokus nehmen kann und diese reflektiert behandeln und die entsprechenden Erkenntnisse so bestechend in Worte fassen kann. So authentisch und unerschrocken, so klar ausformuliert! Neben den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen werden auch wieder persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse eingearbeitet, wenn sie beispielsweise die Beziehung zum Vater aufarbeitet oder die familiären Wurzeln beleuchtet. In musikalischer Hinsicht ist Sometimes I Might Be Introvert gleichfalls überaus beeindruckend, mit dieser perfekten Symbiose aus Hip-Hop, R&B, Soul, Jazz, Electronica und traditionellen afrikanischen Musik-Elementen sowie genial-epischen instrumentalen Arrangements. Absolutes Highlight dieses Jahres, jetzt schon!             

Note: 1,7 (mit Potential nach oben)

         

hicemusic Live Show – 11. Sendung!


„hicemusic Live Show“

Sonntag, 26.09.2021, 18 Uhr

http://laut.fm/hicemusic

Inhalt:

„Außen Top Hits, innen Geschmack“ – Deutschsprachige Songs (Teil 2)

Ihr könnt über das Programm mitbestimmen! 

Bei Ideen, (Verbesserungs-)Vorschlägen, Tipps, Fragen oder sonstigen Kommentaren schreibt gerne an folgende Adresse: hicemusic@hice.de  

Oder auch über die verschiedenen Social Media – Kanäle von hicemusic (siehe unten)

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Weitere Infos!

Eine moderierte monatliche Show bei hicemusic!

Ich, Niko von hicemusic, präsentiere euch jetzt immer einmal im Monat sonntags um 18 Uhr spannende und vielfältige Musik aus Pop, Rock, Dance & Avantgarde! Kultiges, Seltenes, Klassiker und vieles mehr!

Ersttermin: Ende des Monats

Wiederholungen:

  • an den anderen Sonntagen des Monats, 18 Uhr
  • freitags, 20 Uhr

Viel Spaß beim Hören!

hicemusic Live Show: Sendung 10 – Playlist

hicemusic Live Show: Sendung 10 – Playlist

hicemusic Live Show

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Inhalt der 10.Sendung:

„Außen Top Hits, innen Geschmack“ – Deutschsprachige Songs

Playlist:

Kraftwerk – Das Model

Grauzone – Eisbär

DAF – Der Mussolini

Fehlfarben – Grauschleier

Ideal – Monotonie

Trio – Da Da Da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha

Herbert Grönemeyer – Alkohol

Element Of Crime – Weißes Papier

Isolation Berlin – Fahr weg

Kante – Die Summe der einzelnen Teile

Tocotronic – Hi Freaks

Blumfeld – Die Diktatur der Angepassten

Die Sterne – Was hat dich bloß so ruiniert

Ton Steine Scherben – Macht kaputt, was euch kaputt macht

Die Goldenen Zitronen – Das bißchen Totschlag

Die Ärzte – Schrei Nach Liebe

Peter Fox – Haus Am See

Wir Sind Helden – Guten Tag

Eins Zwo – Discjockeys

Absolute Beginner – Hammerhart

Fettes Brot – Nordisch By Nature (Teil 1)

Eins Zwo – Discjockeys ist leider momentan bei Spotify nicht verfügbar.

http://laut.fm/hicemusic

Lorde – Solar Power

VÖ: 20.08.2021

Label: Universal

Genre: (Psychedelic-/Folk-/Indie-)Pop

Wow, das sind doch tatsächlich wieder vier Jahre her, als das grandiose Melodrama erschien, ein (nach dem ebenfalls exzellenten 2013er-Debüt Pure Heroine) wohl kaum zu verhehlendes Statement in Sachen Pop mit klar definierten eingängigen als auch komplexen musikalischen Strukturen sowie smarten und doppelbödigen Texten! Was waren das für geniale Melodien in Songs wie Green Light, Perfect Places, Homemade Dynamite, Liability oder Sober! Da hat die damals 20-Jährige Lorde es wunderbar geschafft das Genre des Pop und dessen vielen Subgenres zu beleuchten und deren Essenzen zu einem einheitlichen Ganzen zu verschmelzen. Dazu textlich mit einem feinsinnigen Gespür für die Alltagserlebnisse und -sorgen von Teens und Twens, klar kann man sich nur als eine Stimme einer Generation empfehlen und letztendlich positionieren! Nun gut, da kann so ein drittes Werk schon etwas Zeit in Anspruch nehmen. Die Neuseeländerin suchte erneut Jack Antonoff auf, der schon besagtes Melodrama mitproduziert hatte. Und was ist das Ergebnis? Die Kritiken sind plötzlich im Gegensatz zum vielgefeierten Vorgänger höchst zwiespältig ausgefallen. Das gilt für die internationalen Magazine, allerdings auch für diejenigen in Deutschland. Yannik Götz von laut.de beispielsweise gibt der Review von Solar Power die Überschrift „Weltuntergangs-Stimmung für ein Nickerchen“, während im Musikexpress Julia Lorenz schreibt, es sei „(…) eine fantastische Platte darüber, wie sich eine Frühvollendete ein Westküstenfolkalbum vorstellt, dabei aber Kind ihrer Zeit bleibt.“  Ich selbst wusste schon im Vorfeld über diese gemischten Reaktionen Bescheid, doch – so war zumindest der Versuch – wollte ich davon unbeeinflusst bleiben. Ich weiß nicht, ob es mir wirklich gelungen ist. Was ich feststellen muss ist, dass mir leider kaum ein Song in Erinnerung geblieben ist. Irgendwie ist der Sound schon immer noch vielseitig in Folk- und Psychedelic-Gefilden angesiedelt, doch es fehlt mir irgendwie die Zugkraft eines Melodrama. Klar ist eine Hinwendung zu neueren Sound-Gebieten zu begrüßen, in diesem Fall zu von akustischen Instrumenten getragenen, generell minimalistisch anmutenden Melodien. Auch die Texte sind weiterhin hintergründig, mit ihrer Beschäftigung mit persönlichen Angelegenheiten Lordes (z.B. dem Älterwerden) sowie gesellschaftlichen Phänomenen – alles mit einer angenehmen humorvollen Herangehensweise. Doch irgendwie bekommt es mich nicht. Vielleicht sind weitere Hördurchgänge notwendig! Wie geht es Euch? Was haltet ihr von ihrem neuen Werk? Auf eure Meinungen bin ich gespannt!         

Note: 3,0 (eventuell mit Potential nach oben)

https://www.lorde.co.nz/

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