Kurzkritik – November 2020

Tunng und Urlaub In Polen in der Kurzkritik – November 2020:

https://hicemusic.wordpress.com/november-2020/

 

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Album des Monats – Oktober 2020

The National-Frontmann Matt Berninger hat sich mit seinem superschönen und klasse abwechslungsreich instrumentierten Solo-Album gegen eine Konkurrenz von 17 anderen Acts (!) knapp vor den Ärzten und den Future Islands – die ebenfalls gute neue Werke veröffentlicht haben – durchsetzen können. Starke Wahl, liebe Leser 🙂

Das Album des Monats Oktober 2020 ist: Matt Berninger – Serpentine Prison

 

Vielen lieben Dank für die Teilnahme!

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Green Day – American Idiot

VÖ: 27.09.2004

Label: Reprise

Genre: Punk-/Alternative-Rock    

Da sind die US-Wahlen erst ein paar Tage her, da fiel mir ein, dass es da doch mal eine Band gab, die einen Grund sah, ein deutliches Statement zum damals aktuellen sozialpolitischen Geschehen abzugeben. Sie zeigten sich überaus kritisch gegenüber bzw. positionierten sich eindeutig gegen den US-Präsidenten dieser Zeit, George W. Bush. Es war ja bis zu den US-Wahlen 2004 einiges in dessen Amtszeit passiert, insbesondere natürlich der Irakkrieg 2003 und die Terroranschläge am 11. September 2001. Zu den Reaktionen, den Maßnahmen und den Äußerungen der Regierungsverantwortlichen auf die verschiedenen einschneidenden Ereignisse gab es genug zu kommentieren, vor allem dachten Billie Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tré Cool an die junge Generation, die mit den Traumata und mit den Maßnahmen und den Folgen umzugehen hat (z.B. jene, die als Soldaten nach Irak oder auch Afghanistan geschickt wurden). Vor allem wurde thematisiert, dass die Regierung bewusst eine Atmosphäre der Angst schaffen und bewusst Lügen verbreiten würde, um in diesem Zusammenhang die folgenden politischen Schritte zu legitimieren.  Zu diesen Themen produzierten Green Day ein Konzept-Album, eine Rock-Oper, die die Geschichte des Jesus Of Suburbia erzählt, ein aus der unteren Gesellschaftsschicht stammender, von Frontmann Armstrong erdachter Charakter, sowie eines Widerstandkämpfers namens St. Jimmy und ein ebenfalls rebellischer Whatsername. Zwar gibt es natürlich Bezüge auf das damalige Politgeschehen – den Zustand der US-Gesellschaft und der Bush-Regierung –, doch so wirklich als politisch wurde das Werk American Idiot gar nicht gesehen, bis auf den vielsagenden Titelsong und Holiday. War diese Band es vorher überhaupt, trotz dieser den Kaliforniern immanenten Punk-Attitüde? Zumindest hatte ich persönlich nicht damit gerechnet, dass ein Album mit sozio-politischen Messages und – no offence! – solch hintergründigen Texten von ihnen erscheint. Zumindest war es so, dass ich den Werken von Green Day nach dem genialen Dookie (1994) – mit diesen fantastischen Kompositionen wie Basket Case, When I Come Around und Longview – selbst nicht mehr so viel Aufmerksamkeit schenkte. Es waren ja durchaus gute Alben – Insomniac (1995), Nimrod (1997) und Warning (2000), die allesamt interessante Songs aufboten, z.B. Brain Stew / Jaded, Good Riddance (Time Of Your Life) oder Warning –, die Kritiker/innen waren größtenteils begeistert, doch ich selbst fand nicht den Zugang. Der kommerzielle Erfolg hielt sich ohnehin in Grenzen. Das sollte sich mit American Idiot ändern, im Sommer 2004 hörte ich den besagten Punk-Rock-Titelsong und war sehr angetan, auch heute noch halte ich ihn für einen der besten Vertreter der 2000er Jahre.  Doch ich rechnete wirklich nicht damit, dass das dann ein Monat später veröffentlichte zugehörige Album so großartig werden würde. Grandiose Songs, die in mehrere Abschnitte unterteilt und sehr vielseitig sowie unglaublich offen gegenüber den verschiedensten Genres außerhalb des Punk-/Alternative-Rock angelegt sind (sogar u.a. Lateinamerikanische Musikstile und Polka). Was für Kompositionen, egal ob Jesus Of Suburbia, Holiday / Boulevard Of Broken Dreams, Wake Me Up When September Ends oder Homecoming.  Bis heute gehört das Werk zu meinen Lieblingen. Ich persönlich kann mich auch mit den Texten und den Messages identifizieren. Ich belasse es jetzt mal bei dieser politischen Stellungnahme und ziehe keine Parallelen zur Gegenwart. Ich finde es nur irgendwie passend, dass 2016 das Video zum Song American Idiot in Dauer-Rotation auf VIVA lief. So gut wie auf American Idiot war Green Day danach nicht mehr, war ja auch alles nicht mehr so ambitioniert. Trotzdem, für dieses Werk und Dookie werde ich den US-Amerikanern wohl auf ewig dankbar sein!

Note: 1,7

https://greenday.com/

 

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Mixtape – Songs für November 2020

Ausgabe für November 2020:

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören 🙂

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Album des Monats Oktober 2020

Wählt bis zum 09.11. das Album des Monats Oktober 2020!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats Oktober 2020“ wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden:

 

Viel Spaß beim Wählen! Erneut eine richtig große Auswahl an interessanten Acts (18 an der Zahl!), ich bin gespannt 🙂

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Woodkid – S16

VÖ: 16.10.2020

Label: Universal

Genre: Chamber-/Art-Pop / Neofolk / Electronica

Yoann Lemoine ist ein absolut vielseitiger Künstler, der 37-jährige Franzose hat sich unter anderem als Musikvideo-Regisseur hervorgetan. Da waren Arbeiten für Musiker/innen wie Lana Del Rey (Born To Die), Harry Styles (Sign Of The Times), Taylor Swift (Back To December), Moby (Mistake) und Katy Perry (Teenage Dream) dabei. Er hat auch weitere Shows und Features verantwortet und arbeitet als Grafikdesigner. Musikalisch gab es da einiges als Woodkid, unter anderem eine mit Ellis betitelte EP mit Nils Frahm (aus dem Jahr 2016). Naja und dann ist da natürlich diese Debüt-LP The Golden Age aus dem Jahr 2013. Diese enthält die heute in so vielen Zusammenhängen (vor allem in der Werbung oder in Filmen/Serien/Videospielen) gespielten Songs Iron, Run Boy Run und I Love You. Kein Wunder, sind diese doch in ihrem Klangcharakter – diesen vielschichtigen Instrumentationen – von epischer Natur und eignen sich für diese Medien perfekt. Die dazu veröffentlichten, vielfach ausgezeichneten, von Lemoine selbst gedrehten Musikvideos haben mit ihren Bildern auch bei mir Eindruck hinterlassen. Das Album hat mich auch erreichen können, es bietet vielseitige Klänge im Bereich von ambitioniertem Pop, Neo-Folk und Electronica, gerade diese metallenen Schlagzeug-Rhythmen treiben diese Musik stetig voran. Zudem sind natürlich diese epischen Live-Shows zu erwähnen (die ich persönlich aber bisher leider nur im Fernsehen sehen durfte). Was man aber nicht vergessen sollte: nicht alle Kritiker/innen mochten The Golden Age. Die Bewertungen fielen ziemlich zwiespältig aus, vielen schien das zu viel des Bombastes zu sein. Ähnliche Reaktionen gibt es nun zu dem Nachfolger S16, im Musikexpress beispielsweise ist ein Verriss zu lesen, in dem André Boße die Musik als „Neo-Klassik-TripHop für die höheren Stände“ abtut. Andererseits sind schon recht positive Kritiken zu lesen, ebenso wie jene, die im Mittelmaß angesiedelt sind. Auf S16 geht es um Schwefel (Chemiker wissen, dass der Titel des Albums der Ordnungszahl des Elements im Periodensystem entspricht) in der Bedeutung, die es Erzählungen zufolge im Zusammenhang mit dem Teufel hat. Dementsprechend düster wird es deshalb. Ich bleibe für mich aber dabei, ich mag dieses Stimmungsvolle, dieses Opulente ziemlich gerne. Auch wenn S16 für mich nicht an den Vorgänger herankommt, finde ich, dass das Werk erneut mit komplexen Strukturen, mit diesen filmischen und vielseitigen Texturen und Stimmungen sowie der Offenheit für verschiedenste musikalische Stile zumindest zu großen Teilen überzeugen kann. Was haltet ihr von dem Album? Auf eure Meinungen bin ich sehr gespannt!

Note: 2,3       

http://woodkid.com/

 

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Kurzkritik – Oktober 2020

Adrianne Lenker, Ela Minus und Oneohtrix Point Never in der Kurzkritik – Oktober 2020:

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Kurzkritik – Oktober 2020

Actress, Die Ärzte, Faithless und Gorillaz in der Kurzkritik – Oktober 2020:

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Matt Berninger – Serpentine Prison

VÖ: 16.10.2020

Label: Concord

Genre: Indie-Folk/-Rock / Chamber-Pop

Ist ja immer wieder eine spannende Angelegenheit mit Solo-Projekten von Bandmitgliedern. Ich meine das in dem Sinne, dass es doch einer Wundertüte gleichkommt, ob das überhaupt funktioniert. Denn es fallen ja doch einige Aufgaben an. Zuvorderst wird doch im Großen und Ganzen versucht, sich von der jeweiligen Hauptband musikalisch zu emanzipieren und einen neuen Weg einzuschlagen (gerade nach einem Ausstieg) oder eben Sachen auszuprobieren, die im Bandkontext schwer oder nicht möglich wären. Man könnte ja mal darüber reflektieren, wie viele berühmte Frontmänner es in der Pop-Geschichte versucht haben und wie viele von ihnen Erfolg hatten. Morrissey hat es ja beispielsweise zumindest eine lange Zeit geschafft, neue Wege abseits der Smiths zu gehen. Peter Gabriel zeigte neue Seiten, als er Genesis verlassen hatte. David Byrne, John Lennon, Bryan Ferry, Thom Yorke, Robert Plant….und und und. Es gibt schon die guten Beispiele, von denen ich an dieser Stelle sicherlich einige vergessen habe. Aber: es waren auch Solo-Künstler dabei, die vielleicht lieber bei ihrer Hauptband geblieben wären bzw. auf die „Alleingänge“ hätten verzichten sollen. Aber lassen wir da mal die Details!… Kommen wir lieber zu Matt Berninger, der eigentlich Sänger von The National ist. Ich hatte ehrlich gesagt die Befürchtung, dass da kaum was Neues kommt, was natürlich an sich schon ungerecht dem Künstler gegenüber ist. Es ist nun nicht so, dass die klanglichen Parallelen zu seiner Hauptband gar nicht auszumachen sind. Aber das war auch bei den oben Genannten nicht (immer) der Fall. Es gibt die feinen Unterschiede, zum Beispiel sind die Songs im Vergleich zu The Nationals Werke spärlicher instrumentiert, der Bariton-Stimme Berningers wird viel Raum zugestanden, musikalisch alles in der Tradition der Americana gehalten. Die erklingenden Instrumente wie Gitarre, Klavier, Streicher oder die von keinem Geringeren als Booker T. Jones (auch Produzent des Albums!) gespielte Hammond-Orgel werden eher im Hintergrund gehalten, sie dominieren nicht die Melodien. Alles ist ähnlich melancholisch in der Erscheinungsform, Berninger bezieht sich auf persönliche Erlebnisse und Erkenntnisse und derzeitige gesellschaftspolitische Zustände in den – im Vergleich zu The National weniger verschlüsselten – Texten, doch er setzt trotz allem gleichzeitig auf Optimismus und Entspannung, was sich auch in der Musik niederschlägt. Beeindruckendes Solo-Album mit vielen Facetten, die sich eben nicht direkt aufdrängen!

Note: 2,0

https://mattberningerswebsite.com

 

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Kurzkritik – Oktober 2020

Wandl, Machinedrum, Travis und Autechre in der Kurzkritik – Oktober 2020:

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