Album des Monats – April 2021

Nach 2017 kann London Grammar um Sängerin Hannah Reid den Monatssieger-Titel bei hicemusic erneut gewinnen. Ist ja auch wieder ein gutes Album mit großartigen Liedern wie dem Titelsong 🙂

Das Album des Monats April 2021 ist: London Grammar – Californian Soil

Vielen lieben Dank für die Teilnahme 🙂

hicemusic Live Show – 6. Sendung!


„hicemusic Live Show“

Sonntag, 09.05.2021, 18 Uhr

http://laut.fm/hicemusic

Inhalt:

„Der Mix macht’s“ – Wunderbare Remixes“

In Zukunft werdet ihr selbst über das Programm mitbestimmen können. 

Bei (Verbesserungs-)Vorschlägen, Tipps, Fragen oder sonstigen Kommentaren schreibt gerne an folgende Adresse: hicemusic@hice.de  

Oder auch über die verschiedenen Social Media – Kanäle von hicemusic (siehe unten)

hicemusic – Social Media:

Bitte gerne folgen 😉

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Weitere Infos!

Eine moderierte monatliche Show bei hicemusic!

Ich, Niko von hicemusic, präsentiere euch jetzt immer einmal im Monat sonntags um 18 Uhr spannende und vielfältige Musik aus Pop, Rock, Dance & Avantgarde! Kultiges, Seltenes, Klassiker und vieles mehr!

Ersttermin: Mitte des Monats

Wiederholungen:

  • an den anderen Sonntagen des Monats, 18 Uhr
  • freitags, 20 Uhr

Viel Spaß beim Hören!

International Music – Ententraum

VÖ: 23.04.2021

Label: Staatsakt

Genre: Indie-Rock / Noise-Pop / Neo-Psychedelia             

Ich habe mich ja in den Kurzkritiken des Aprils auch mit dem neuen Album Die Gruppe der Berliner Ja, Panik auseinandergesetzt, einem wirklich klanglich und textlich ausgezeichnetem Werk! Es offenbart eine hintergründige, intellektuelle Herangehensweise an zurzeit aktuelle Themen. Wobei es dieser Formation vor allem um das Spiel mit Sprache geht. An diesen Bands mangelt es tatsächlich auch zurzeit in der deutschsprachigen Musikszene nicht, die nicht allzu offensichtliche, aber hochgradig reflektierte Standpunkte einnehmen und sich einer Angelegenheit multiperspektiv annehmen. Eigentlich bin ich ein großer Fan dieser Musik, habe schon immer mit Interesse verfolgt, was für Musiker/innen da in der Tradition und Nachfolge von beispielsweise „Hamburger Schule“-Musikgruppen wie Tocotronic, Die Goldenen Zitronen, Blumfeld oder Die Sterne vielschichtige Rock-/Punk-/Pop-Sounds produzieren, ebenfalls wie sprachlich komplexe, vielseitige Stimmungsbilder vermittelnde Texte. Leider war ich da 2018 nicht so aufmerksam, als ein Album namens Die besten Jahre erschien. Klar, habe ich das im Nachgang gehört und in den entsprechenden Jahresrückblick genommen. Aber das Werk – das unter anderem die Knaller-Single Cool bleiben aufbietet – und die Formation dahinter – die Essener von International Music – hatten eindeutig mehr Aufmerksamkeit verdient! Die Kritiker/innen zogen damals Parallelen zu besagten Ja, Panik – gerade aufgrund der Mischung deutscher und englischer Sprache –, verwiesen gleichzeitig aber auch auf die weiteren Stilrichtungen und Bands – ebenfalls in internationaler Hinsicht. Es wurden unter anderem gleichzeitig The Jesus And Mary Chain, Can und F.S.K. im Musikexpress ins Spiel gebracht. Die Band soll vor allem von den Beatles, The Velvet Underground, Spacemen3 und Trio inspiriert sein. So oder so, die Klänge sind tatsächlich vielseitig aufgestellt. Das wird auch bei dem genialen Zweitwerk Ententraum klar, das den Hörer unter anderem wieder mit Psychedelic-/Kraut-/Progressive-Rock und Noise-Pop bekannt macht und dabei eindeutig zeigt, dass da begnadet virtuose Musiker am Werk sind, die reichhaltig instrumentierte Songs mit unwiderstehlichen Melodien erzeugen! Es geht thematisch vor allem um den Zustand des Träumens, um die Bilder die erzeugt werden und offenbart verschiedene Deutungsansätze. Es wird mal lustig, ironisch, überschwänglich, aber auch melancholisch, traurig und düster! Das Album ist nur aus einem Grund in der „Kontrovers“-Sparte: ich bin hingerissen von Ententraum, finde es mindestens genauso gut wie das Debüt von International Music, habe aber auch die teilweise und vergleichsweise noch etwas verhaltenden Wertungen der Kritiker/innen registriert! Was sagt ihr zu dem Album? Genial, gut, schlecht oder doch nur Mittelmaß? Auf eure Meinungen bin ich sehr gespannt 😊                       

Note: 1,7 (mit Potential nach oben)

https://www.internationalmusic.band/

Vladislav Delay – Rakka II

VÖ: 16.04.2021

Label: Cosmo Rhythmatic

Genre: Ambient / Electronica

Ich habe letztens eine tolle Liste bei Spotify entdeckt, in der die interessantesten und herrlich verrückt-verspieltesten Tracks von Electronica-Acts aus dem Heimatland meiner Mutter zusammengefasst wurden. Sie nennt sich schlicht Finnish Electronic und präsentiert so unterschiedliche Künstler/innen wie Emilia, Jimi Tenor, Op:l Bastards, Esa Saarinen, Jaakko Eino Kalevi oder die Ural 13 Diktators. Natürlich findet sich darauf auch ein gewisser Sasu Ripatti, der in der Electronica-Szene unter verschiedenen Pseudonymen aktiv ist und die verschiedensten Subgenres sowie weitere Spielarten (vor allem Ambient) auslotet, in diesem Fall als Luomo. Da gab es 2000 unter anderem Vocalcity und 2003 das von mir ebenfalls höchst geschätzte The Present Lover, auf denen verschiedenen House-Formen (u.a.a Deep, Micro) kunstvoll zum Ausdruck kamen. Andere Pseudonyme waren Sistol, Uusitalo, Conoco, Ripatti, nicht zu vergessen die weiteren Kollaborationen wie das Vladislav Delay Quartet, AGF/Delay bzw. The Dolls (Gemeinschaftsarbeiten mit Antye Greie und letzteres auch noch mit Craig Armstrong) oder jene mit dem Moritz von Oswald Trio. Am bekanntesten ist Ripatti aber wohl immer noch als Vladislav Delay. Die Sounds, die unter diesem Alias produziert, zeichnen sich durch eine höchst atmosphärische Tiefe, komplexe musikalische Strukturen und eine strikt konzeptuelle Herangehensweise aus. So widmete Vladislav Delay sich auf Rakka (2020) anhand auditiv anregender, stimmungsvoller, mitreißender aber auch durchaus herausfordernder Klangerlebnisse der finnischen Natur und ihren Eigenschaften. Ist ja zu Zeiten der Corona-Pandemie irgendwie nachvollziehbar, dass man sich dieser Thematik, den verschiedenen Rückzugsorten widmet (auch wenn die Natur schon immer eine Rolle bei Vladislav Delay gespielt hat). Auf dem Nachfolger schließt er daran an, präsentiert erneut atmosphärische Klangreisen, denen wieder ein introvertierter Charakter innewohnt. Die Sounds werden fortlaufend weiterentwickelt, präsentieren vielschichtige Strukturen, überraschende Wendungen und unterschiedliche Perspektiven. Als Halbfinne mag ich da „vorbelastet“ zu sein und von Grund auf eine positive Erwartungshaltung zu haben, wenn Vladislav Delay ein neues Album präsentiert, aber es ist ja auch im Ergebnis wunderbar, oder nicht?

Note: 2,0    

https://vladislavdelay.bandcamp.com/

         

hicemusic Live Show: Sendung 05 – Playlist

hicemusic Live Show

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Inhalt der 5.Sendung:

„Don’t judge a song by its cover“ – Großartige Neuinterpretationen (Teil 2)

Playlist:

Charlie Parker – Laura

Sinéad O’Connor – Nothing Compares 2 U

Ryan Adams – Wonderwall

José González – Heartbeats

Israel Kamakawiwo’ole – Over The Rainbow

Joe Cocker – With A Little Help From My Friends

The Beatles – Twist And Shout

Elvis Presley – Blue Suede Shoes

The Kingsmen – Louie, Louie

Led Zeppelin – Dazed And Confused

Janis Joplin – Me And Bobby McGee

Ike & Tina Turner – Proud Mary

Cake – I Will Survive

Lenny Kravitz – American Woman

Guns N‘ Roses – Knockin‘ On Heaven’s Door

Metallica – Whiskey In The Jar

Red Hot Chili Peppers – Higher Ground

Rage Against The Machine – Renegades Of Funk

The Futureheads – Hounds Of Love

Talking Heads – Take Me To The River

Mark Ronson feat. Amy Winehouse – Valerie

http://laut.fm/hicemusic

Modeselektor – Extended

VÖ: 09.04.2021

Label: Monkeytown

Genre: Electronica / Experimental

Ich habe im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des letzten Albums Who Else (2019) erwähnt, dass ich Moderat – die andere Band der beiden Modeselektor-Mitglieder Gernot Bronsert und Sebastian Szary, die sie zusammen mit Sascha Ring (alias Apparat) bilden – ein bisschen mehr mögen würde, weil man sich insgesamt weiter hinauswage im weit gefassten Bereich der Electronica. Ich war dann letztens Endes nicht ganz so begeistert von besagter Platte und packte sie in die „Kontrovers“-Sparte. Müsste sie vielleicht noch einmal hören. Denn eines muss man auch sagen: Modeselektor kann man dennoch nicht einfach in eine Schublade packen, in der aggressiv nach vorne pushende, mit zu wenig Ecken und Kanten gesegnete – ja – „gefällige“ Electro-Sounds platziert werden. Das wäre schlicht gesagt nicht fair! Schon in Anbetracht toller Platten wie Happy Birthday! (2007) oder das tatsächlich schon 10 Jahre alte (!) Monkeytown kann man das wohl kaum objektiv behaupten, denn da war die Musik schon ausgesprochen vielseitig, die Strukturen gingen sehr wohl in Richtung ambitionierte Electronica.  Vor allem wird dies jetzt erneut untermauert, mit dem als Mixtape konzipierten Extended! Es finden sich darauf einige Tracks von Modeselektor – sowohl neue als auch alte unveröffentlichte. Es ist im Kontext der Corona-Beschränkungen und der damit zusammenhängenden Ängsten und Unsicherheiten konzipiert. Musikalisch wirft man einen Blick zurück auf die eigene Diskografie und widerlegt ziemlich eindeutig meine Ausführungen vom Anfang dieses Textes! Es gibt die unterschiedlichsten Subgenres der Electronica, die hier zum Ausdruck kommen. Das ist unheimlich spannend im Ergebnis und gefällt mir zumindest richtig gut! Man höre nur so was Fantastisches wie den atmosphärischen Ambient-Track Lockdown! Zudem bietet man mit Paul St. Hilaire und (dem auf Warp Records gesignten) Jackson And His Computerband ebenfalls zu Experimenten neigende Gäste auf. Wie gesagt, richtig gute Platte, die sicherlich einige Hörer an selige Zeiten durchtanzter Nächte erinnern wird!

Note: 2,0

https://www.modeselektor.com/

Alben des Monats – März 2021

Zwei Sieger in diesem Monat, die den Titel aber auch mehr als verdient haben. Einmal eine erneut großartige Platte von Lana Del Rey und dann das Mammut-Werk von Floating Points mit Pharoah Sanders und dem London Symphony Orchestra. Spitzen-Wahl, liebe Leser 🙂

Die Alben des Monats März 2021 sind: Lana Del Rey – Chemtrails Over The Country Club und Floating Points, Pharoah Sanders & London Symphony Orchestra – Promises


Vielen lieben Dank für die Teilnahme 🙂

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