Kurzkritik – September 2019

Bat For Lashes, Dominik Eulberg, Kindness und Iggy Pop in der Kurzkritik – September 2019:

https://hicemusic.wordpress.com/september-2019/

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Wanda – Ciao!

VÖ: 06.09.2019

Label: Vertigo

Genre: (Indie-/Austro-)Pop / Indie-Rock

Wie bei so ziemlich jedem Musikgenre ist die Geschichte irgendwann auserzählt, nämlich jene von den großen Hymnen, den wichtigsten Repräsentanten und den herausragendsten, eine ganze oder mehrere Generationen prägenden Texten, womöglich zugehörenden unvergesslichen Musikvideos. Irgendwann waren beispielsweise die Britpop-Sounds der 1990er nicht mehr so spannend wie in den ersten Tagen, genauso wie jene der Indie- und Garage-Rock-Welle  der 2000er Jahre. Nun, dem österreichischen Pop – wenn man ihn als „Austro-Pop“ definiert – konnte ich schon oft viel abgewinnen. Wie man es auch sehen mag, aber einem Falco beispielsweise habe ich stets gerne zugehört. Den (Indie-)Pop/-Rock-Bands, die uns seit Ende des letzten und Anfang dieses Jahrzehnts wieder Varianten der Musik unseres Nachbarlandes schenkten, ihr neues Leben mit frischen Ideen einhauchten, lieh ich immer mal wieder ein Ohr, egal ob Kreisky, Der Nino aus Wien, Bilderbuch oder eben Wanda. Ich rechnete jedoch ebenso in diesem Fall irgendwie damit, dass mich irgendwann so eine richtige Enttäuschung erwarten würde. Ich muss auch zugeben, dass ich beim ersten Mal des Hörens von Ciao!, dem vierten Album der Wiener um Michael Marco Fitzthum, ein bisschen davon ausgegangen bin, dass da nicht wirklich etwas Neues erzählt wird. Doch das ist Quatsch, denn die Musik bleibt weiterhin vielfältig, die Texte sind nach wie vor gewitzt, man gibt sich aber auch nachdenklich und melancholisch. Das sind zwar typische Merkmale von Wanda, die es auf den Vorgängern schon zu hören gab, dennoch wird es nicht langweilig. Dafür sorgen kluge (Sixties-)Pop-Songs wie Vielleicht und Gerda Rogers als auch Hymnen an die ein oder andere – nun ja – Berühmtheit. Ich mag die Musik von Wanda, immer noch!

Note: 2,3

https://ciao.wandamusik.com/

 

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Album des Monats – August 2019

Lange nicht mehr so eine eindeutige Wahl hier bei hicemusic gehabt. Album des Monats August 2019 und damit klare Siegerin ist:

Lana Del Rey – Norman Fucking Rockwell

Ist aber auch eine ausgezeichnete Wahl 🙂

 

 

Vielen lieben Dank für die Teilnahme!

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Mixtape – Songs für September 2019

Ausgabe für September 2019:

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören 🙂

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Album des Monats August 2019

Wählt bis zum 08.09. das Album des Monats August 2019!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats August 2019“ wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden:

 

Viel Spaß beim Wählen 🙂

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Sleater-Kinney – The Center Won’t Hold

VÖ: 16.08.2019

Label: Caroline

Genre: Indie-/Punk-Rock

Greil Marcus hat Sleater-Kinney (bekanntlich) einmal als „America’s best rock-band“ bezeichnet. Egal wie man zu einer solchen Einschätzung auch steht, muss man die Bedeutung der Formation für den Punk- und Indie-Rock der 1990er und 2000er Jahre, insbesondere für die Riot grrrl-Bewegung, gesondert hervorheben. Es wurde sich auf den Alben nicht nur für Feminismus stark gemacht, sondern auch auf andere sozialpolitische Themen Bezug genommen, mit starken Texten und begleitet von einer eben solchen Musik. Dann war irgendwann Schluss, ein Jahr nach Release des Werkes The Woods (2005). Fast eine ganze Dekade verging, da erschien das fantastische, von mir damals in höchsten Tönen gelobte No Cities To Love (2015). Die Band präsentierte sich darauf in bestechender Form, mit Melodien und erneut sozialpolitischen Statements, die darlegten, dass Sleater-Kinney immer noch hochaktuell sind, immer noch messerscharf analysieren und kommentieren konnten. Jetzt ist The Center Won’t Hold erschienen, das wieder einmal sehr gute Kritiken bekommen hat, vor allem von internationalen Medien. Hierzulande ist man sich da nicht so einig, was ich gut nachvollziehen kann. Denn mir geht es ähnlich. Irgendwie schwanken die Empfindungen bei mir zwischen Begeisterung und leichter Enttäuschung. Denn man sollte sich einmal die Voraussetzung klarmachen. Hinter den Reglern saß die tolle Künstlerin Annie Clarke, besser bekannt als St. Vincent. Da klar ist, dass diese bei ihren Sounds die mindestmöglichen Kompromisse eingeht, hätte hier sicherlich ein richtig kraftvolles Album herausspringen können. Ist es aber leider irgendwie nicht richtig. Vielleicht liegt es auch an den Entstehungsprozessen, die wohl von einigen Querelen begleitet worden sein sollen. Schlussendlich hat ja Janet Weiss die Band verlassen. Insgesamt ist ein immer noch überdurchschnittliches Album bei herausgekommen, was aber angesichts der Geschichte und Bedeutung der US-Amerikanerinnen schon etwas enttäuschend ist, oder nicht? Oder seid ihr zufrieden mit dem neunten Werk von Sleater-Kinney? Auf euer Feedback bin ich sehr gespannt!

Note: 2,7

http://www.sleater-kinney.com/

 

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Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Fuck Dance, Let’s Art

VÖ: 23.08.2019

Label: Tapete

Genre: Pop / Northern-Soul

Ich war schon immer ein großer Fan von deutschsprachiger Musik mit witzigen, albernen oder gern auch sarkastischen Texten. Klar, das kann ebenso schiefgehen, nämlich dann wenn zu viel gewollt wird oder es letztlich pseudohumoristisch ist. Ich nenne mal keine Namen, aber ich habe es schon öfter erlebt, dass bei Live-Konzerten oder bei anderen Anlässen die Menschen sich total amüsiert haben über die Worte, die die Band da vorne von sich gab, und ich mich dabei fragte, wo da denn jetzt der Witz steckt. Den umgekehrten Fall gab es natürlich dann auch – ich also in der Minderheit etwas total lustig fand und in fragende Gesichter starrte –, das möchte ich nicht bestreiten. Mein Humor ist sehr eigen 😊 Von den oben genannten Bands, die mir mit ihren Texten gefallen, muss ich vor allem Superpunk nennen, diese Hamburger Punk/Northern-Soul-Institution, die bestimmt nicht nur mich mit Titeln wie Man kann einen ehrlichen Mann nicht auf seine Knie zwingen, Neue Zähne für meinen Bruder und mich oder Matula, hau mich raus begeisterte. Nicht zu vergessen: Das waren Mods! 2012 war Superpunk Geschichte, doch es gab da ein paar Mitglieder, die weitermachen wollten und sich im selben Jahr aufmachten, nach wie vor tolle Musik mit hippen und witzigen Texten zu kreieren. Sie orientierten sich beim Namen an einem trashigen Film mit Sean Connery und veröffentlichten Alben, die vielleicht nicht total emanzipiert von Superpunk waren, dennoch den Spirit der „alten Tage“ beibehielten. Die Titel der Veröffentlichungen beinhalten ja sehr popkulturelle Referenzen und diesbezügliches Wissen. Auf Fuck Dance, Let’s Art macht man da keine Ausnahme, was sich für mich als Glücksfall erweist, denn ich habe beim Hören des neuen Alben wieder viel Spaß gehabt. Es funktioniert aber auch alles so gut, weil man sich wieder reflektiert und eben gleichfalls gewitzt gesellschaftspolitischen Themen widmet. Zudem ist die neue Platte erneut in produktionstechnischer Hinsicht gelungen, mit diesen feinen Instrumentierungen!

Note: 2,0

http://diegentlemen.de/

 

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Kurzkritik – August 2019

Ilgen-Nur, Tool und Whitney in der Kurzkritik – August 2019:

https://hicemusic.wordpress.com/august-2019/

 

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Kurzkritik – August 2019

Marika Hackman, Die Höchste Eisenbahn und Lana Del Rey in der Kurzkritik – August 2019:

https://hicemusic.wordpress.com/august-2019/

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Bon Iver – i, i

VÖ: 09.08.2019 (physischer Release: 30.08.2019)

Label: Jagjaguwar

Genre: Folktronica, Indie-/Chamber-Folk

Die Tatsache, dass Justin Vernon und seine Mitstreiter/innen von Bon Iver ihre fantastischen, tief zu Herzen gehenden Folk-Melodien immer wieder neuen Änderungen und Experimenten unterzogen haben, war nach dem unnachahmlichen Debüt For Emma, Forever Ago (2008) zu jeder Zeit eine gute Entscheidung. Denn die Musik blieb ja den Prinzipien – nämlich „ehrliche“, sehr intim-persönliche Texte mit eben mitreißenden Sounds zu unterlegen – treu. Vor allem diese Stimme von Vernon! Sie bekommt mich immer wieder, egal mit welchen instrumentellen Arrangements er sie präsentiert. Beim ebenfalls grandiosen, opulenten selbstbetitelten Zweitwerk (2011) gab es unter anderem Kammerpop sowie Post- und Soft-Rock-Klänge zu hören, auf dem eine halbe Dekade später erschienenen 22, A Million (2016) wurde nach den für Vernon sicherlich inspirierenden Gastauftritten und Produktionsarbeiten (u.a. bei James Blake, Kanye West) auch ein Ausflug in elektronische, generell musikalisch unkonventionelle Gefilde unternommen. Nicht nur aus diesem Grund hat letztere Platte einen speziellen Platz in meinem Herzen eingenommen. In einer für meine Familie und mich damals sehr schweren Zeit wurde mir mit gefühlvollen – mal Trauer, mal Hoffnung vermittelnden –Texten Trost gespendet! Ich fühlte mich irgendwie verstanden. In diese Phase wurde ich jetzt ein wenig zurückgeworfen, als ich die ersten Songs des neuen Werks i, i hörte. Zu Beginn glaubte ich an eine klare Weiterführung der Experimente, doch die sind im Vergleich dann doch seltener zu hören, wobei die Electronica nicht gänzlich verschwunden ist. Wenn man so will, ist das tatsächlich eine Kombination der Sounds aller drei Alben, so dass erneut die verschiedensten Emotionen vermittelt werden. Vernon nennt i,i ein „Herbstalbum“. Kann man im Spätsommer so sehen, auch dass jede der Werke von Bon Iver eine Jahreszeit repräsentiert. So oder so, man kann auch einfach sagen: es ist mal wieder ein fantastisches Album einer verdammt guten Band (mit tollen Gastauftritten übrigens)!

Note: 2,0 (mit Potential nach oben)  

https://boniver.org/

 

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