Kurzkritik – März 2019

Little Simz und Stella Donnelly in der Kurzkritik – März 2019:

https://hicemusic.wordpress.com/maerz-2019/

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Foals – Everything Not Saved Will Be Lost – Part 1

VÖ: 08.03.2019

Label: Warner

Genre:  Indie-/Dance-Rock

Vor jetzt auch schon 11 Jahren gerieten mal zwei Indie-Bands in den Fokus der Öffentlichkeit (zumindest der Genre-affinen), weil sie sie ihre Sounds äußerst originell und effektiv mit Elementen afrikanischer Musik verzierten: zum einen die New Yorker Vampire Weekend, die ich damals anlässlich der Veröffentlichung ihres fantastischen selbstbetitelten Debüts live im Kölner Gloria erleben durfte, zum anderen die aus Oxford stammenden Foals mit ihrem ebenso unglaublich guten Erstling Antidotes. Die Afro- bzw. Worldbeat-Zutaten waren nicht nur Mittel zum Zweck, sondern fügten sich ganz in Tradition eines Graceland (ja genau, ich meine das Meisterwerk von Paul Simon, das auch zu meinen persönlichen All Time-Lieblingsalben gehört) nachvollziehbar in den ohnehin schon anspruchsvollen Sound ein. Wie der Zufall es will, melden sich beide Formationen jetzt mit neuer Musik zurück, Vampire Weekend haben eine verheißungsvolle erste Single zu bieten (Harmony Hall, weshalb ich mich schon wirklich sehr auf ein entsprechendes Album freue). Die Foals hingegen servieren jetzt schon eine LP, der im Herbst ein zweiter Teil folgen wird. Die Worldbeat-Elemente spielen – wie bei Vampire Weekend auch – keine oder zumindest nicht mehr so eine große Rolle, das war aber auch schon auf den Vorgängern festzustellen. Zuletzt –  auf dem letzten Werk What Went Down (2015)  – ging es straight in Richtung Rock. Nun auf  Everything Not Saved Will Be Lost – Part 1 versucht man sich wieder an  einer Vermählung dieser Stilrichtung mit elektronischen, sehr tanzbaren Elementen. Das ist teilweise wirklich wunderbar zusammengefügt, die Foals haben sich hinsichtlich der Arrangements hörbar viel Mühe gegeben. Das ist nicht revolutionär, aber alles andere als langweilig. Auch wenn ich nach dem ersten Hören noch nicht so begeistert war, muss ich zugeben dass ich das Album mittlerweile als in sich stimmig und nach vorne treibend wahrnehme!

Note: 2,3

http://www.foals.co.uk/

 

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Kurzkritik – März 2019

Dagobert, Robert Forster, Pond und Weezer in der Kurzkritik – März 2019:

https://hicemusic.wordpress.com/maerz-2019/

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Solange  – When I Get Home

VÖ: 01.03.2019

Label: Columbia

Genre:  R&B / Soul / Funk

Sind jetzt etwa wirklich die 90er wieder da? Im Zusammenhang mit dem gerade erschienen Kinofilm Captain Marvel wird die (zumindest mir alten Mann noch allzu gut in Erinnerung bleibende) Dekade wieder schön in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Jüngst wurde ja auch wieder der fantastische R&B/Hip-Hop-Klassiker I Got 5 On It von Luniz im vielversprechenden als auch erwartbar furchteinflößenden Trailer zu dem in Kürze erscheinenden Jordan Peele-Film Us (ja genau, jener Regisseur, der mit Get Out begeistern konnte) eingesetzt. Apropos, 90er-R&B: Solange Knowles, die zumindest in meinen Augen schon immer noch etwas spannendere, experimentellere  Musik produziert hat als ihre berühmte(re) Schwester Beyoncé (wer Boards Of Canada so toll einarbeitet in seine Sounds hat bei mir sofort gewonnen), widmet sich nun verstärkt dieser Musikrichtung und Künstler/innen dieser Zeit, wie der leider viel zu früh verstorbenen Aaliyah , kombiniert das alles mit einer Menge anderer Zutaten, von – naja klar – Soul (allerdings recht psychedelisch angehaucht), Jazz über Funk bis  Hip-Hop, ja sogar New Age. Was auffällt ist, dass es aufgrund dieser Referenzen wesentlich zurückgelehnter zugeht als auf dem genialen Vorgänger A Seat At The Table (2016, leider nicht besprochen hier auf hicemusic, aber er fand seinen berechtigten Platz in der Jahresliste). Der Fokus scheint nun eher auf den Sounds als auf bestimmten politischen Statements zu liegen, diese sind auf jeden Fall nicht so offensichtlich. Mir imponiert die Detailverliebtheit der Produktion, hier finden die spannendsten Klänge zusammen. Obwohl ich von dem unvermittelt veröffentlichten neuen Album noch nicht so geflasht bin wie von besagtem Vorgänger, stellt die 32-Jährige hierauf klar, dass sie mit ihrer Musik noch einiges bewirken möchte, ihre Suche nach spannenden Sounds noch lange nicht beendet ist. Gut so!        

Note: 2,3 (mit Potential nach oben)

http://www.solangemusic.com/

 

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Album des Monats – Februar 2019

Ihr habt das Album des Monats Februar 2019 gewählt.

Sieger sind: Sleaford Mods – Eton Alive

Die Jungs aus Nottingham haben sich bei dieser starken Konkurrenz im Februar durchgesetzt! Bei solchen Knaller-Songs wie Kebab Spider ja doch kein Wunder, freut mich sehr!

 

 

Vielen lieben Dank für die Teilnahme! Ihr seid die Besten!

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Mixtape – Songs für März 2019

Ausgabe für März 2019:

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören 🙂

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Album des Monats Februar 2019

Wählt bis zum 08.03. das Album des Monats Februar 2019!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats Februar 2019“  wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden:

 

Viel Spaß beim Wählen! Eine große Auswahl, ich bin sehr gespannt 🙂

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Modeselektor – Who Else

VÖ: 22.02.2019

Label: Monkeytown

Genre: Electronica

Die Seite Plattentests.de hat  in der Rezension der neuen Modeselektor-Veröffentlichung Who Else folgende Überschrift  gewählt: „Berlin Mittelmaß“, augenscheinlich bezogen auf die Durchschnittlichkeit vieler Tracks darauf. Ich weiß nicht, wie es euch Lesern geht, aber ich bin da etwas ratlos, weil ich sie einerseits etwas ungerechtfertigt finde,  andererseits das neue Werk auch bei mir dann doch einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Allerdings: auch wenn ich generell zugeben muss, dass die Musik, die Gernot Bronsert und Sebastian Szary zusammen mit Sascha Ring (Apparat) als Moderat produzieren, für mich im Gesamten spannender ist (weil man sich mehr in die verschiedenen, insbesondere experimentellen Bereiche der Electronica hinauswagt), weisen sie auch als Duo Modeselektor ein interessantes Frühwerk auf. Mitte der 2000er Jahre erschienen mit Hello Mom!  (2005) und Happy Birthday! (2007) zwei ebenfalls ambitionierte Electronica-Platten, die im Vergleich zu Moderat vielleicht noch etwas kompromissloser Richtung Techno/Acid House tendierten. Das 2011 veröffentlichte Monkeytown hat mir auch ausgesprochen zugesagt, mit Tracks wie Berlin (feat. Miss Platnum), Blue Clouds, Evil Twin (mit Otto Von Schirach) oder natürlich Shipwreck (mit ihrem Fan Thom Yorke!). Ich finde, dass das die Sounds darauf ihren Reiz haben, weil sie aggressive mit chilligeren Elementen vereinten, Experimentelles mit Eingängigem.  Letzteres scheint nun zurückgeschraubt worden zu sein (auch wenn sich hier im Sound schon Spuren des Wagemuts erkennen, nur im Vergleich zu den Vorgängern halt nicht so klar). Durchschnitt ist das in meinen Augen nicht, doch das Album hätte mich dann eben doch noch mehr erreichen können. Bin ich da ungerecht? Was sagt ihr zu Who Else? Auf Eure Meinungen bin ich gespannt 🙂

Note: 2,7

https://www.modeselektor.com/

 

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Kurzkritik – Februar 2019

Julia Jacklin und Sleaford Mods in der Kurzkritik – Februar 2019:

https://hicemusic.wordpress.com/februar-2019/

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Bilderbuch – Vernissage My Heart

VÖ: 22.02.2019

Label: Maschin

Genre: Indie-/Funk-Rock

Die Österreich von Bilderbuch sind wohl die Band, die ich seit Beginn meines Blogs am öftesten besprochen habe: eingerechnet mit dieser Review vier Mal, gleichbedeutend mit allen Studioalben seit 2015 (zuvor sind bereits 2009 bzw. 2011 Nelken & Schillinge sowie Die Pest im Piemont veröffentlicht worden). Das liegt auch daran, dass ich die Musik einfach schätze, ich in ihren Sounds fortwährend eine individuelle Handschrift wahrnehme. Nur zwei Monate nach Mea Culpa – das ich im Vergleich zu den beiden von mir besprochenen Vorgängern nicht ganz so gut fand (aber immer noch ziemlich unterhaltsam) – erfreut uns das Quartett aus dem oberösterreichischen Kremsmünster also mit Vernissage My Heart, und damit einhergehend wieder mit kompakteren, zu gleichen Teilen unterhaltsamen und klanglich ambitionierten, auch textlich überzeugenden Kompositionen. Wobei man soundtechnisch neben Indie-und Funk-Rock weiter offen ist für so Richtungen wie Hip-Hop, Psychedelic- oder auch progressiv orientiertem Pop. Nicht zu vergessen die ambitionierte und einfallsreiche Promo-Aktion im Vorfeld, der zufolge jeder Interessierte sich einen EU-Ausweis ausstellen lassen kann. Unter dem Hashtag „#europa22“ und dem Motto „Check your new identity. Be part oft he european family“ setzt sich die Band für ein offenes Europa ein. Angesichts so einiger rückwärtsgewandter Bestrebungen mancher Politiker eine lobenswerte Idee. Passend dazu gibt es eben noch den passenden Song dazu von Bilderbuch. Auf Vernissage My Heart geht man im Vergleich zum „Schwesteralbum“  Mea Culpa wieder mehr Risiken ein, was im Gesamten belohnt wird. Vor allem der Anfang und auch die beiden Schlusssongs haben es mir besonders angetan. Schon jetzt eine gelungene Platte, die mich mit der Zeit sicherlich noch mehr in ihren Bann ziehen wird!

Note: 2,3 (mit Potential nach oben)

http://www.bilderbuch-musik.at/

 

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