September 2022

Santigold – Spirituals

VÖ: 09.09.2022

Label: Little Jerk

Genre: Pop / Electronica / Tropicalismo

Santi White alias Santigold (ehemals Santogold) is back! 6 Jahre nach 99¢ hat sich die US-Amerikanerin wieder eine bunte Spielwiese an Musikstilen erschaffen, die von Pop, Reggae, R&B, Gospel über Punk, Hip-Hop, verschiedenen World-Stilen bis Electronica und Funk reichen. Okay, das war ja schon seither ein Markenzeichen von ihr, was sie in die Nähe von ähnlich experimentellen Künstler*innen wie M.I.A. stellte, doch insbesondere in soundtechnischer Hinsicht fällt auf, dass hier mit Hilfe von Größen wie Rostam Batmanglij, Boys Noize u.a. am Sounddesign gefeilt wurde. Eben ein zeitgemäßes Update, klasse!

Note: 2,3 (mit Potential nach oben)

http://santigold.com/


The Mars Volta – The Mars Volta

VÖ: 16.09.2022

Label: Clouds Hill

Genre: Progressive-/Experimental-/Psychedelic-Rock

The Mars Volta are back! Tatsächlich ist seit dem letzten Album Noctourniquet schon genau eine Dekade vergangen! Okay, es waren ja auch noch andere Projekte am Start, natürlich allen voran die kurze Rückkehr von den legendären At The Drive-In, aber auch Bosnian Rainbows oder Antemasque, generell über den unfassbaren Arbeitseifer von Omar Rodríguez-López (allein dessen Anzahl an Solo-Alben) und Cedric Bixler-Zavala (und dessen viele Bands!) brauchen wir nicht zu streiten. Das selbstbetitelte siebte Album von The Mars Volta weiß durch ausgefeilte, für Band-Verhältnisse doch irgendwie ungewöhnlich poppige Songs zu gefallen, deren Latin-Elemente einfach wieder toll passen!

Note: 2,3 (mit Potential nach oben)

https://www.themarsvoltaofficial.com/


Whitney – Spark

VÖ: 16.09.2022

Label: Secretly Canadian

Genre: Indie-Folk/-Rock/-Pop / Soul  

Der mitreißende, schwelgerische und ungemein soulige Indie-Folk der Chicagoer Formation Whitney fand ich schon immer fantastisch. Ich habe halt einen Soft Spot für diese Art von Musik. Das hochqualitative Niveau des 2016er Debüts Light Upon The Lake wird wahrscheinlich nicht mehr erreicht, aber das erwartet auch keine(r), oder? Die Melodien lassen sich mitsummen und geben uns die Möglichkeit gerade angesichts der derzeitigen Ereignisse für einen kurzen Moment all unsere Sorgen zu vergessen. Und wer kann da böse sein? Eben! Achso, das grandios produzierte Real Love gehört jetzt schon zu meinen Lieblingssongs des Jahres!

Note: 2,3  

https://www.whitneytheband.com/

 


Von Wegen Lisbeth – EZ Aquarii

VÖ: 23.09.2022

Label: Columbia

Genre: Indie-Pop / Indie-Rock

Die Berliner legen drei Jahre nach sweetlilly93@hotmail.com das Drittwerk EZ Aquarii vor, das erneut durch kluge, witzige und reflektierte Texte auffällt. Klar, es gilt ja einige gesellschaftspolitische Themen abzuarbeiten, unter anderem die Beschäftigung mit den Alltagssorgen von Claudia Pechstein oder mit dem „Schicksal“ von Elon Musk, im letzten April nicht ins Berghain gekommen zu sein. Was mir insbesondere gefällt, dass Von Wegen Lisbeth weiterhin an den Arrangements ihrer Songs feilen und diese somit einfach nicht langweilig werden. Klasse!

Note: 2,3

https://www.vonwegenlisbeth.de/


Björk – Fossora

VÖ: 30.09.2022

Label: One Little Independent

Genre: Avant-Pop / Electronica

Björk is back! 5 Jahre nach dem genialen Utopia kommt nun das „Pilz-Album“ Fossora! Es ist für mich immer wieder beeindruckend, wie es die Isländerin es schafft, ihre Sounds weiter in die verschiedensten Kunstrichtungen mäandern zu lassen und mit neuen Klangexperimenten aufwarten kann, somit ständig einzigartig bleibt. Wer kann denn schon Björk nachmachen? Eben, schafft man nicht! Achso, laut.de, 2 von 5 Punkten für Fossora, ernsthaft?!? Na ja, jedem seine Meinung, aber in meinen Augen ist es ein weiterer Meisterstreich, auf dem sie sich mit Themen wie dem Tod (ihre Mutter verstarb vor ein paar Jahren) und Isolation beschäftigt!

Note: 1,7

https://www.bjork.com/


Wanda – Wanda

VÖ: 30.09.2022

Label: Vertigo

Genre: Indie-Pop/-Rock

Immer wieder toll, wie die Wiener Band ihren Sound zwischen den Polen Indie-Pop und -Rock – äh hüstel, sorry im Voraus für den miesen Wort-Witz! – wandan lässt. Klar, da gibt es die großen Austro-Pop-Vorbilder wie Falco oder Wolfgang Ambros – insbesondere erstgenannter Künstler scheint hier bei Songs wie Rocking in Wien hindurch – , aber es werden auch immer wieder eigene Ideen eingebracht. Schön hier der Gegensatz von Texten – in denen unter anderem aufgefordert wird, grundsätzlich Phänomene und Moden zu hinterfragen – und den schon sehr eingängigen, oft auch hymnischen Klängen.  

Achso, R.I.P., lieber Christian Hummer ☹

Note: 2,3

https://www.wandamusik.com/

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