Tocotronic – Die Unendlichkeit

VÖ: 26.01.2018

Label: Vertigo

Genre: Indie-Rock/-Pop

Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich die Vorabsingle Hey Du, als ich sie zum ersten Mal hörte, nicht sooo super fand, zumindest für Tocotronic-Verhältnisse. Ich kann bei aller angestrebter Objektivität für das Rezensieren auf hicemusic nicht verheimlichen, dass ich ein ausgesprochener Fan der Hamburger bin, ihren Sound und ihre Texte sehr schätze. Natürlich sind dann auch meine Erwartungen stets hoch. Zurück zu Hey Du, der Song steht aufgrund des Textes und auch im Zusammenhang des Releases von Die Unendlichkeit – natürlich auch nach mehrmaligem Hören meinerseits – wesentlich besser da als ursprünglich. Das neue Werk ist nämlich – so viel vorweg – erneut ausgesprochen gelungen. Es weist nach dem „Roten Album“ (2015), auf dem die Liebe hinreichend, aus mehreren Perspektiven heraus hintergründig thematisiert wurde, autobiographische Momente auf. Vor allem Sänger Dirk von Lowtzow beschreibt seine eigenen Erfahrungen während seiner Jugendjahre in Baden-Württemberg, die (oft) als wenig positiv umschrieben werden. Hey Du, Electric Guitar oder  Alles was ich immer wollte war alles (u.a.) geben da eindeutige wirkungsvolle Hinweise. Es gibt auf Die Unendlichkeit sicherlich auch für manch einen gewöhnungsbedürftige Momente, aber vieles hier ist zumindest in meinen Augen wirklich richtig stark, mit gewohnt tollen Texten und innovativen Ideen (u.a. ist auch der Einsatz von Autotune gelungen). Schon die Eröffnung, der Titelsong, kommt kraftvoll daher. Unglaublich gut ist zudem 1993, das anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Band einen pointierten Rückblick auf die Vergangenheit bietet. Erinnert stark an das geniale „Weiße Album“. Wenn auch nicht ganz so bestechend wie jenes Werk, ist Die Unendlichkeit  schon überaus beeindruckend!

Note: 2,0 (mit Potential nach oben)

https://tocotronic.de/

 

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