Santigold – 99 Cents

VÖ: 26.02.2016

Label: Warner

Genre:  Pop / R&B / Reggae Fusion / Electronica

Santi White, besser bekannt als Santigold, hat ihr drittes Studioalbum veröffentlicht, das sich stilistisch mal wieder schwer einer bestimmten Richtung zuordnen lässt. Im Zusammenhang mit dem musikalischen Schaffen der 39-Jährigen nun wahrlich keine neue Nachricht, denn dafür haben Kritiker und Fans sie ja seit jeher gefeiert und geliebt. Betrachtet man ihre Vorbilder, ist die klangliche Vielfalt nachvollziehbar: Nina Simone, The Cure, Pixies, Talking Heads und die Bad Brains u.a. Vor allem ihr vor knapp acht Jahren veröffentlichtes, selbstbetiteltes Debüt (White nannte sich bis 2009 noch Santogold, musste diesen Namen jedoch infolge eines Rechtsstreites ändern) war zu Recht ein voller Erfolg. Es war nicht nur stilistisch mannigfaltig angelegt – White balancierte darauf u.a. gekonnt mit Electronica, Reggae, Dub, New Wave und Indie Rock –, sondern nahm auch versiert Bezug auf außermusikalische Themen. So war die fantastische Single L.E.S. Artistes als Hommage an Alejandro Jodorowsky und seinen Film Montana Sacra – Der heilige Berg zu verstehen. Santigold hatte mit ihrem Debüt nicht nur die Kritiker überzeugt, sondern ebenso musikalische Kollegen, u.a. Björk (mit ihr war sie auf Tour, ebenso mit Coldplay, Jay-Z, Kanye West und M.I.A., also jener Künstlerin, mit der Santi White aufgrund klanglicher Ähnlichkeiten und einer ebenso vorhandenen stilistischen Offenheit so gern verglichen wird). Der Nachfolger Master Of My Make-Believe erschien erst 4 Jahre später, erntete (größtenteils) wohlwollende Beurteilungen, wurde aber insgesamt im Vergleich zum Debüt als schwächer eingestuft. Das wird wohl auch dem konsumkritischen dritten Werk 99 Cents widerfahren. Teilweise ist nun schon zu lesen, dass Santigold nur noch Bubblegum-Pop produzieren würde, was jedoch nicht wirklich fair ist. Denn auf dem Album gibt es immer noch vielfältige, eigensinnige und ambitionierte Sounds zu entdecken, man muss nur genauer hinhören. Das Debüt ist allerdings tatsächlich besser!

Note: 2,7             

http://tumblr.santigold.com/

 

Santigold -Who Be Lovin’ Me ft ILOVEMAKONNEN ( HIDJI FILMS CUT) from Hidji Films on Vimeo.

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