Shabazz Palaces – Quazarz: Born On A Gangster Star / Quazarz Vs. The Jealous Machines

VÖ: 14.07.2017

Label: Sub Pop

Genre:  Hip-Hop / Experimental

Hier bei hicemusic war man zu Veröffentlichungszeiten sehr begeistert von Lese Majesty, dem Zweitwerk des US-Duos Shabazz Palaces (und Nachfolger des genialen Black Up). An der Wertschätzung  hat sich auch nach drei Jahren nichts geändert, auch wenn der Schreiber dieser Zeilen zugeben muss, dass er das besagte Album in der seitdem vergangenen Zeit  nicht allzu oft gehört hat. Das hat wohl vielfache Gründe, es könnte sein, dass er es in seiner Gesamtheit noch nicht nachvollziehen konnte, es könnte unter anderem aber auch daran liegen, dass die Hip-Hop-Sounds bei  einem – zu jeder Zeit zu lobenden experimentellen Charakter – in manchen Gelegenheiten etwas zu „sperrig“ erscheinen. Das ist halt ein Album, das vollste Aufmerksamkeit erfordert, nicht zum Nebenbeihören geeignet ist – wie es nun mal häufig bei ambitionierter Musik ist. Aber das kann man den Shabazz Palaces wirklich nicht vorwerfen! Es ist vielmehr wirklich bemerkenswert, wie Ishmael Butler – der ehemals bei den ausgezeichneten Jazz-Rappern Digable Planets aktiv war (bzw. ist er ja wieder mit ihnen unterwegs)–  und Tendai Maraire ihre unkonventionelle Art fortführen, neue musikalische Ideen ausarbeiten und stilsicher einweben. Da wird auf verschiedene Elemente  unterschiedlichster Spielarten (Funk, Jazz, Electro u.a.) zurückgegriffen, jetzt gleich auf zwei Alben! Diesen beiden gemein ist die konzeptionelle Idee, es geht um die Beziehung der Menschen zu Maschinen, eingebettet in eine Geschichte um die Erlebnisse und Beobachtungen des Außerirdischen Quazarz, die er auf der Erde sammelt. Wieder einmal werden viele unkonventionelle Sounds und  komplexe Rhythmen geboten, um diese Thematik effektiv zu untermalen und ihr somit  Ausdruck zu verleihen. Dabei erscheint Quazarz: Born On A Gangster Star im Vergleich „eingängiger“, ist dabei aber bei aller Klasse von Quazarz Vs. The Jealous Machines auch eine Spur überzeugender! Man höre nur mal Shine A Light(mit einem tollen Sample von Dee Dee Sharps I Really Love You). Das ist generell schon richtig gut, auch wenn es vielleicht wieder dauert, um das alles in seiner Gesamtheit zu verstehen. Muss man halt die passenden Gelegenheiten finden, um die Werke aufmerksam zu hören!

Quazarz: Born On A Gangster Star

Note: 2,0 (vorerst)                     

Quazarz Vs. The Jealous Machines

Note: 2,3 (vorerst)

http://www.shabazzpalaces.com/

Quazarz: Born On A Gangster Star

 

 

Quazarz Vs. The Jealous Machines

 

Shabazz Palaces – Lese Majesty

VÖ: 01.08.2014

Label: Sub Pop

Das Debütalbum Black Up genoss nicht nur in Hip-Hop-Kreisen eine enorm hohe Anerkennung, sondern erreichte auch Hörer und Kritiker, die sich sonst nicht so häufig mit dem Genre auseinandersetzen. Eine ähnlich unkonventionelle Herangehensweise ließ sich 2011 kaum verorten. Lyrics sowie Sounds entsprachen in keinster Weise den üblichen Strukturen, bewegten sich vielmehr in Sphären, die einigen Rezipienten eher unbekannt gewesen sein dürften und avantgardistisch anmuteten. 3 Jahre später kann man über den Nachfolger (zum Glück) das Gleiche behaupten. So werden erneut Instrumente zu Rate gezogen, die im Hip-Hop-Kontext nicht zwangsweise zu erwarten sind und Klänge erzeugen, die unterschiedlichste emotionale Reaktionen provozieren, mal düster, mal optimistisch. Besonders beeindruckend sind die basslastigen, funkigen Synthizer als auch rhythmischen Abweichungen (Breakbeats, Click & Cuts, afrikanische Strukturen), die effektiv zu dem umwerfenden futuristischen Klangbild beitragen. Die Stimmen der Rapper werden zu diesem Zweck auch allzu gerne verfremdet. Die unterschiedlichsten Genres streifen die Shabazz Palaces dabei, von Jazz über Soul/R&B bis zu Underground-Electronica. Die Musik als auch die Texte machen es dem Rezipienten also nicht leicht und das ist auch gut so. Ausgezeichnetes Werk, das sich vor dem Vorgänger nicht zu verstecken braucht!

Note: 1,7

www.shabazzpalaces.com/

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