Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Fuck Dance, Let’s Art

VÖ: 23.08.2019

Label: Tapete

Genre: Pop / Northern-Soul

Ich war schon immer ein großer Fan von deutschsprachiger Musik mit witzigen, albernen oder gern auch sarkastischen Texten. Klar, das kann ebenso schiefgehen, nämlich dann wenn zu viel gewollt wird oder es letztlich pseudohumoristisch ist. Ich nenne mal keine Namen, aber ich habe es schon öfter erlebt, dass bei Live-Konzerten oder bei anderen Anlässen die Menschen sich total amüsiert haben über die Worte, die die Band da vorne von sich gab, und ich mich dabei fragte, wo da denn jetzt der Witz steckt. Den umgekehrten Fall gab es natürlich dann auch – ich also in der Minderheit etwas total lustig fand und in fragende Gesichter starrte –, das möchte ich nicht bestreiten. Mein Humor ist sehr eigen 😊 Von den oben genannten Bands, die mir mit ihren Texten gefallen, muss ich vor allem Superpunk nennen, diese Hamburger Punk/Northern-Soul-Institution, die bestimmt nicht nur mich mit Titeln wie Man kann einen ehrlichen Mann nicht auf seine Knie zwingen, Neue Zähne für meinen Bruder und mich oder Matula, hau mich raus begeisterte. Nicht zu vergessen: Das waren Mods! 2012 war Superpunk Geschichte, doch es gab da ein paar Mitglieder, die weitermachen wollten und sich im selben Jahr aufmachten, nach wie vor tolle Musik mit hippen und witzigen Texten zu kreieren. Sie orientierten sich beim Namen an einem trashigen Film mit Sean Connery und veröffentlichten Alben, die vielleicht nicht total emanzipiert von Superpunk waren, dennoch den Spirit der „alten Tage“ beibehielten. Die Titel der Veröffentlichungen beinhalten ja sehr popkulturelle Referenzen und diesbezügliches Wissen. Auf Fuck Dance, Let’s Art macht man da keine Ausnahme, was sich für mich als Glücksfall erweist, denn ich habe beim Hören des neuen Alben wieder viel Spaß gehabt. Es funktioniert aber auch alles so gut, weil man sich wieder reflektiert und eben gleichfalls gewitzt gesellschaftspolitischen Themen widmet. Zudem ist die neue Platte erneut in produktionstechnischer Hinsicht gelungen, mit diesen feinen Instrumentierungen!

Note: 2,0

http://diegentlemen.de/

 

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Das Unglück bin ich

VÖ: 09.05.2014

Label: Tapete

Die wunderbare Hamburger Pop-Punk-Band Superpunk ist seit 2012 leider Geschichte, aber glücklicherweise entschieden sich zwei der ehemaligen Mitglieder, weiterzumachen. Carsten Friedrichs und Tim Jürgens knüpften im selben Jahr mit neuen Kollegen und als Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen dort an, wo sie zuvor aufgehört hatten. Den Songs des Debütalbums Jeder auf Erden ist wunderschön war anzuhören, dass sie ursprünglich noch für eine weitere Veröffentlichung Superpunks geschrieben wurden, was sich aber keinesfalls als Nachteil herausstellte. Der charmante Charakter blieb somit erhalten und wurde zudem mit neuen frischen Ideen aufgehübscht.Nun ist der Nachfolger Alle Ampeln auf Gelb! erschienen. Bei dem darauf befindlichen Das Unglück bin ich handelt es sich ein weiteres Mal um einen schwungvollen Northern Soul/Pop-Song mit grandios ironisch-amüsanten Lyrics.

Note: 2,0

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