Jungle – Loving In Stereo

VÖ: 13.08.2021

Label: Caiola

Genre: Dance / Nu-Disco / Funk / Neo-Soul

Wie schnell 7 Jahre doch mal so ins Land ziehen, und ich beziehe das nicht auf dem Umstand, dass Deutschland Fußball-Weltmeister oder dieser Blog hier gegründet wurde. Denn es ist ebenso lang jetzt schon her, seit das wirklich zackige selbstbetitelte Debüt der Briten Jungle erschien. Das bot eine erstaunliche Reihe an Hits von Platoon, The Heat über Busy Earnin‘ bis zu Time. Und das waren nur die Singles! Erstaunlich wie leichtfüßig und gekonnt um die musikalischen Pole Neo-Soul, Dance, (Nu-)Disco, Pop, etwas Rock und Funk balanciert wurde, ohne dass Langweile oder Gleichförmigkeit festzustellen waren. Eingängigkeit mit einer unbändigen Experimentierfreude gepaart, mit dem klaren Auftrag: „Los, tanz jetzt!“. Nun, das Nachfolge-Werk For Ever (2018) setzte auf ein ähnliches Prinzip, wobei zwar nicht ganz die Klasse des Debüts erreicht wurde, aber die erwähnte Experimentierfreude und Hittauglichkeit nicht verloren gingen. Auf dem dritten Album bewegt man sich weiterhin nicht weg von den bereits eingeschlagenen Sound-Pfaden. Das mag dann irgendwann langweilig werden – so ist es ja teilweise in manchen Reviews zu lesen –, doch mir taugt das immer noch. Neben der bereits in vielen Kontexten verwendeten Hit-Single Keep Moving gefällt mir die Message, die in etwa so lautet: „Vergesst den ganzen Scheiß wie Corona, tanzt drauf los!“ Oder so ähnlich…Wie kann denn bitte Jungle dann etwas übelnehmen? Eben!

Note: 2,3  

https://www.junglejunglejungle.com/

Jungle – Jungle

VÖ: 11.07.2014

Label: XL

Die Geschichte des Labels XL Recordings hat eine an musikalischen Höhepunkten nun wirklich nicht arme Historie zu verzeichnen. 1989 ursprünglich auf die Veröffentlichung von EDM-Platten aller Art spezialisiert (gipfelnd in dem riesigen künstlerischen und kommerziellen Erfolg mit The Prodigys Fat Of The Land) wurde die Palette an Musik-Spielarten ab den 2000er Jahren stetig erweitert, von Indie-, Garage- und Alternative-Rock (The White Stripes, Radiohead, Vampire Weekend, The XX u.a.) über Hip-Hop/Grime (Dizzee Rascal, M.I.A. u.a.) zu Pop/Soul und R&B (Adele, Gil Scott-Heron, Bobby Womack u.a.). Auch weniger bekannte, aber genauso tolle Interpreten wie Jamie XX, The Horrors, Friendly Fires oder King Krule haben darauf veröffentlicht. Mit Jungle präsentiert man nun einen Act, der ebenso großes Potential besitzt (war für den Sound of 2014-Preis der BBC nominiert). Die Singles wie Platoon, The Heat und vor allem Busy Earnin‘ wurden völlig zurecht gehypt und sind wirkliche Dance-Hits, aber auch die anderen Songs können im Großen und Ganzen überzeugen. Neo Soul umschreibt den Sound nur allzu vage, Elemente aus Funk, Electro, Pop und vielem mehr sind auszumachen, von der mannigfaltigen Instrumentierung braucht man da erst gar nicht zu sprechen. Überzeugendes Debüt!

Note: 2,0

http://junglejunglejungle.com/        

 

Jungle – Busy Earning from Blink on Vimeo.

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