Various Artists – La La Land (Original Motion Picture Soundtrack)

VÖ: 13.01.2017

Label: Interscope

Genre: Pop / Jazz

Es ist ja kein Geheimnis, dass Filme, die sich detailliert mit Musik beschäftigen bzw. diese in ausreichendem Maße einsetzen, sehr beliebt in Hollywood sind und bei den alljährlichen Oscar-Verleihungen häufig zu den Favoriten zählen, nicht selten dort abräumen. Da wären zum einen Biopics (z.B. über Johnny Cash oder Ray Charles) oder eben Musicalfilme zu nennen. Insbesondere letztere haben es den Machern dort angetan, das war schon zu frühen Zeiten so, erinnert sei da an die Metro-Goldwyn-Mayer-Werke – z.B. The Broadway Melody (1929) oder später Ein Amerikaner in Paris (1951, mit Gene Kelly) – oder The Sound Of Music (1965). Ebenso Filme der „jüngeren“ Vergangenheit gewannen oder waren zumindest nominiert, unter anderem Moulin Rouge (2001), Chicago (2002) oder Les Misérables (2012). Somit nicht überraschend, dass auch La La Land für dieses Jahr gelistet wird. Es gilt zudem als höchst wahrscheinlich, dass die neue Arbeit von Damien Chazelle, der bereits 2014 das wunderbare Jazz-Musikdrama  Whiplash (bekam 3 Oscars, unter anderem verdienterweise der Nebendarsteller J.K. Simmons) vorlegte, in vielen, wenn nicht allen Sparten, in denen sie nominiert ist (14!), abräumen wird. Es wird bereits in der Mehrheit von den Kritikern umjubelt, allerdings gibt es auch durchaus gemäßigte bzw. negative Bewertungen zu lesen. Der Autor dieser Zeilen muss zugeben, dass er La La Land (noch) nicht gesehen hat, weshalb es auch schwer ist, den zugehörigen Soundtrack endgültig einzuschätzen, könnte es doch durchaus Bedingung sein, ihn in seiner Gesamtheit zu erfassen und in einen Kontext zum Film zu setzen. Ein romantisches Musical, das sich als Ode an oben genannte alte Genrewerke und das „alte Hollywood“ versteht, dabei in der Gegenwart verankert ist und vor allem ausreichend Jazz einbaut. Für den Soundtrack zeichnete sich Justin Hurwitz verantwortlich (der Chazelles Filme stets mit Musik unterlegt hat), unterstützt von Angelique Cinelu, Marius de Vries und John Legend,  die Musicalnummern wurden von den Schauspielern (Emma Stone, Ryan Gosling u.a.) selbst eingesungen. Auch hier gibt es durchaus konträre Meinungen*. Die Musik ist in beiden dafür vorgesehenen Sparten, Score als auch  Original Song  – in letzterer sogar zweimal, für City Of Stars und Audition (The Fools Who Dream) – für den Oscar nominiert. Der Autor dieser Zeilen war vor dem ersten Hören eher skeptisch, muss aber zugeben, dass er von einigen Songs recht angetan ist, vor allem von jenen jazzig-souligen.  Andererseits gibt es auch richtig kitschige Passagen, die sich nicht von konventionellen Standards abheben können. Die positiven Momente scheinen zu überwiegen, eine Bewertung fällt dennoch schwer.

* Unter anderem schreibt Sven Kabelitz bei laut.de: „Ein hassenswerter Soundtrack, der über die nächsten Jahrzehnte seinen Weg in jede Musiksammlung findet, die nichts auf sich hält.“

Note: 2,7 (den ersten Eindrücken zufolge)               

Erster Beitrag für die neue Rubrik „Kontrovers“: Was haltet ihr von der Musik? Seid Ihr Fan, ist sie euch egal oder findet ihr sie schrecklich? Dies könnt ihr gerne unten in den Kommentaren mit hicemusic ausführlich diskutieren! Bewerten dürft ihr den Film wie gewohnt in der Umfrage (siehe unten)!

http://www.lalaland.movie/

 

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