Spiritualized – And Nothing Hurt

VÖ: 07.09.2018

Label: Bella Union

Genre: Space-/Psychedelic-/Indie-Rock, (Dream-)Pop

Bands, die sich stets weigern schlecht zu sein, Teil 1: Ja klar, da kann man schon einige Formationen nennen, ich beziehe mich aber nun ausdrücklich auf diejenigen, die ihre Veröffentlichungen im September herausbringen. Spiritualized um Jason Pierce (Ex-Spacemen 3) veröffentlicht nach 6 langen Jahren Album Nummer 8, das den Titel And Nothing Hurt trägt und – wie angedeutet – wieder mal richtig gut ist. Natürlich gab es in der Diskografie der seit fast 3 Dekaden musizierenden Briten auch mal Werke, die vielleicht nicht ganz so herausragend waren, die nicht in der Liga ihres unantastbaren Meilensteins Ladies And Gentlemen We Are Floating In Space (1997) spielten –, aber ich habe bisher kein einziges gehört, das mir überhaupt nicht gefallen hat. Pierce hat zwar in der Zeit des Bestehens immer kräftig die Besetzung ausgetauscht, geschadet hat es der Qualität nicht, im Gegenteil, man hatte das Gefühl, dass diese damit einhergehend konstant hoch bleibt, mit dem mittlerweile 52-Jährigen als kreativen Kopf, der vieles in Eigenregie produziert. Das Songwriting war immer schon herausragend, die musikalische Experimentierfreude kannte stets keine Grenzen, mit Shoegaze (vor allem in der Frühphase) sowie Space- und Pschedelic-Rock als Grundpfeiler, man hielt sich anderen Stilen gegenüber aber fortwährend offen. Auf And Nothing Hurt geht die musikalische Vielfalt erneut einher mit fantastischen Lyrics, die Jason Pierce bewusst auf die eigene Person bezieht, seine Erlebnisse und seine Gefühle. Dabei scheut er keine Direktheiten, das kann insgesamt sehr zu Herzen gehen. Die Instrumentierungen sind beeindruckend, das Album in sich stimmig. Einfach top!

Note: 2,0 (mit Tendenz nach oben)  

https://www.spiritualized.com/

 

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