Kings Of Convenience – Peace Or Love

VÖ: 18.06.2021

Label: EMI

Genre: Indie-Folk /-Pop

Die Jahre von 2001 bis ca. 2005 waren für mich (auch) in musikalischer von sehr großer Bedeutung, was ich ja an dieser Stelle schon das ein oder andere Mal geschrieben habe. Es war eben jene Zeit, in der ich zumindest zu großen Teilen die Charts-Hits langweiliger fand und einige im Radio (dort dann eher im Abendprogramm) eher seltener zu vernehmende Klänge entdeckte. Das waren natürlich zuvorderst die Formationen der neuen damaligen Indie-/Garage-Rock/Post-Punk-Welle (z.B. die ganzen „The“-Bands: The Strokes, The White Stripes), Electronica, einige „Klassiker“ (z.B. durch meinen Vater, der mir unter anderem Progressive Rock näherbrachte) und so vieles mehr. So Ende 2001 / Anfang 2002 lernte ich auch die Norweger Röyksopp kennen, auf deren fantastischen Debüt Melody A.M. ein gewisser Erlend Øye zu hören war (auf Remind Me und Poor Leno). Mir entging damals jedoch komplett die Musik seiner Band Kings Of Convenience und deren wundervolles Erstwerk Quiet Is The New Loud (2001), das so gefühlvolle, introvertierte Indie-Pop und -Folk-Songs bot. Der Albumtitel wurde gar als Slogan verwendet und stellte eine Art Gegenbewegung zu den oben genannten Indie-/Garage-Rock/Post-Punk-Bands dar. Formationen wie die Turin Brakes oder Badly Drawn Boy, ja sogar Belle & Sebastian wurden hier zugerechnet.  Ich habe die Kings Of Convenience dann erst richtig im Zusammenhang mit dem Nachfolger Riot To An Empty Street (2004) mit Gästen wie der tollen kanadischen Sängerin Feist zu schätzen gelernt (und in dem Zuge mich dem Vorgänger gewidmet). Songs wie I’d Rather Dance With You beweisen ja, dass „Quiet Is The New Loud“ nicht gleichbedeutend mit ausnahmslos ruhigen Songs ist. Schon auf besagtem Debüt waren Alternative Rock-Elemente zu hören. 12 Jahre (!) nach dem dritten Album Declaration Of Dependence sind die beiden Norweger – Erlend Øye und sein Co Eirik Glambek Bøe –  zurück mit Peace Or Love. Es ist vieles wie früher, unter anderem ist Feist wieder dabei. Ich bemühe den Vergleich oft, wenn ich mit etwas Nostalgischem in Berührung komme: es ist so wie eine geliebte Person nach vielen Jahren wieder zu treffen. Man weiß, es sind einige Jahre ins Land gezogen, alles ist vertraut, doch letztlich ist die Begegnung wieder eines – richtig schön! Man versteht sich doch irgendwie noch, oder? Ich mag das Viertwerk, es sind schöne introvertierte und gefühlvolle Songs über Themen wie Liebe, Kummer und das Relaxen. Genau der Folk wird repräsentiert, den ich schätze! Die Kritiker sind da unterschiedlicher Meinung. Daher würde ich gerne von euch wissen: wie findet ihr Peace Or Love? Auf eure Meinungen bin ich gespannt!

Note: 2,3

https://kingsofconvenience.eu/#!     

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