Mai 2021

Rag’n’Bone Man – Life By Misadventure

VÖ: 07.05.2021

Label: Columbia

Genre: Soul / R&B / (Indie-)Pop

War mir irgendwie klar: ich höre ja wirklich wenig den Sender WDR 2, da mir die gespielten Titel zum größten Teil nicht gefallen. Doch 4 Jahre nach dem fabelhaften Human – der schon damals darauf rotierte, wie auf vielen anderen Stationen – und dem gelungenen gleichbetitelten Debüt-Album dazu, hörte ich darauf den Song All You Ever Wanted, der mich sofort beeindruckte. Als ich dann vernahm, dass er von Rag’n’Bone Man ist, war ich eben doch nicht überrascht. Der 36-jährige Brite kann gute, massenwirksame Songs schreiben. Nicht alles ist jetzt der reine Wahnsinn, aber das ist auch nicht notwendig, denn es ist Musik, die angenehm zurückhaltend ist und einen Künstler präsentiert, der sich reflektiert mit Themen wie Liebe, Familie und Trauer beschäftigen und ihnen neue Facetten abgewinnen kann!

Note: 2,3

https://www.ragnboneman.com/


The Black Keys – Delta Kream

VÖ: 14.05.2021

Label: Nonesuch

Genre: Blues-/Garage-/Indie-Rock

Jeder leidenschaftliche Hörer der Bands der 2000er-Indie-/Garage-Rock-Welle weiß, dass das US-Duo The Black Keys zu den mittlerweile bekanntesten ihrer Vertreter gehört. Zunächst vor allem im Blues verwurzelt – mit Werken wie Thickfreakness (2003) und Rubber Factory (2004) eindrucksvoll zur Schau gestellt – wurde es etwas massenwirksamer mit dem Sound, ohne dass die Klasse verloren ging – zumindest bis zum großartigen 2011er-Album El Camino. Die Ur-Zutaten wurden ja auch in dem Sinne nicht vernachlässigt, nur dass Dan Auerbach und Patrick Carney jetzt noch klarer auf Blues setzen. Mit Hilfe von einigen Musikern und Ikonen des Genres haben die beiden nun einige der Klassiker des Hill Country Blues neu interpretiert. Ich habe auf jeden Fall meinen Spaß mit dem Werk, weil es einfach musikalisch druckvoll umgesetzt wurde!

Note: 2,3

https://theblackkeys.com/


Sons Of Kemet – Black To The Future

VÖ: 14.05.2021

Label: Impulse!

Genre: Jazz / World

Shabaka Hutchings hat erst letztes Jahr mit seiner Band Shabaka And The Ancestors ein wirklich spannendes Werk mit wichtiger sozialpolitischer Message (We Are Sent Here By History) veröffentlicht. Jetzt hat er mit den Sons Of Kemet ein ebenfalls politisch ambitioniertes Jazz-/World-Album aufgenommen, auf dem die Situation der Afro-Amerikanischen Bevölkerung thematisiert wird, aus gegenwärtiger als auch einer historischen Perspektive. Absolut faszinierendes Werk!

Note: 2,0 (mit Potential nach oben)   

http://www.shabakahutchings.com/sons-of-kemet/ 


St. Vincent – Daddy’s Home

VÖ: 14.05.2021

Label: Caroline

Genre: Art-Pop / Soft-Rock / (Psychedelic-)Soul / Funk

Die 38-jährige US-Amerikanerin Annie Clark alias St. Vincent hat in ihrer fast 20-jährigen Karriere schon einiges an spannender Musik im Spannungsfeld von u.a. Pop, Rock, Soul, Funk, Electronica und Experimental produziert, in vielfältigen Ausformungen und Kombinationen – zunächst als Mitglied von The Polyphonic Spree, als Tour-Musikerin von Sufjan Stevens und dann in Solo-Funktion, vergessen seien auch nicht die ertragreichen Kollaborationen (u.a. mit David Byrne). Auf Daddy’s Home werden erneut großartige Sounds geboten, die wieder schön unvorhersehbar in ihren jeweiligen Erscheinungsformen sind. Thematisch geht es – wie der Titel es verraten könnte – unter anderem um den 2019 aus dem Gefängnis entlassenen Vater der Sängerin, der sich mit ihr zusammen an die Musik der 1970er Jahre erinnert hat. Hört man eindeutig auf dem Album, das wirklich richtig gut ist – und vielleicht sogar noch besser ist, als ich es ohnehin schon finde!

Note: 2,0 (mit Potential nach oben)

https://ilovestvincent.com/


Black Midi – Cavalcade

VÖ: 28.05.2021

 Label: Rough Trade

Genre: Progressive-/Math-/Noise-Rock / Avantgarde / Jazz

Nach dem unheimlich guten Schlagenheim (2019), auf dem die Londoner die unterschiedlichsten Rock-Richtungen und andere Genres darüber hinaus erfolgreich erforschten und unglaublich abwechslungsreich aufbereiteten, wird auf dem Nachfolger Cavalcade weiter stilsicher und -voll weiter experimentiert. Keine Melodie oder kein Rhythmus-Arrangement bleibt vorhersehbar, es folgt Wendung auf Wendung! Dazu Lärm, Anspannung und rasende Geschwindigkeit. Mit anderen Worten: natürlich meisterhaft! Der Song John L gehört schon jetzt zu meinen Favoriten dieses Jahr!  

Note: 2,0 (mit Potential nach oben)

https://bmblackmidi.com/

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