Courtney Barnett – Tell Me How You Really Feel

VÖ: 18.05.2018

Label: Marathon Artists

Genre: Indie-/Alternative-Rock

Ach Courtney, Du bist einfach wunderbar! Im musikalischen Gefilden des Indie- und Alternative-Rocks gehörst Du für mich zu den spannendsten Künstlerinnen, soviel steht fest. Nach dem wirklich fabelhaften Debüt Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit (2015) – mal abgesehen von den zuvor schon tollen EPs und Singles – konnte ich – zugegebenermaßen mit ein paar anfänglichen Anlaufschwierigkeiten – nur begeistert sein! Dann kam ja noch das nicht weniger zauberhafte Kollaborations-Werk Lotta Sea Lice mit Kurt Vile aus dem letzten Jahr! Wie so oft hat man – ich schließe mich da bewusst nicht aus – gewisse Erwartungen an einen Nachfolger. Vom Sound her unterscheidet sich die zweite Soloplatte von der 30-jährigen Australierin zwar nicht wirklich von besagtem Erstlingswerk, es gibt Indie- und Alternative-Rock, der sich vor allem am Slacker-/Grunge-/Lo-Fi-/Alternative-Sounds der 1990er Jahre orientiert, nicht nur mir werden da Namen wie Liz Phair oder Courtney Love einfallen. Tell Me How You Really Feel wäre allerdings kaum spannend, wenn Barnett nicht moderne Ansätze, aktuelle Strömungen – es gibt wieder Pop- und Americana-Elemente  und etwas Psychedelik – in so unnachahmlicher und unverkennbarer Weise  zum Ausdruck kommen lassen würde. Vor allem hat Barnett so viel Persönliches preiszugeben, ist dabei ehrlich und direkt, so dass die auch mal unbequemen Texte, z.B. über die Sorgen und Ängste von Frauen, – manchmal aber auch vorgeblich –  im Kontrast zu der fröhlich anmutenden Musik stehen. Das ist jedoch ja gerade das Spannende! Vor allem ist die Künstlerin mit so viel Selbstbewusstsein   ausgestattet, dass es eine wahre Freude ist! Courtney, Du bist einfach die Beste!

Note: 2,0

https://courtneybarnett.com.au/

 

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