März 2015

Courtney Barnett – Sometimes I Sit And Think, And Sometimes I Just Sit

VÖ: 20.03.2015

Label: Marathon Artists

Genre: Indie Rock

Das Debüt der 26-jährigen Australierin musste ja einige Erwartungen schüren, nach diesen wirklich schönen EPs und Singles, die sie seit drei Jahren veröffentlicht hat, darunter History Eraser und Pickles From The Jar. Die genannten Songs sind auf dem Album nicht enthalten. Dennoch können die hier enthaltenen Stücke im Gesamten überzeugen, mit einem klar herausstechenden Pedestrian At Best, das vorab ausgekoppelt wurde. Ihre höchst eindrucksvollen Texte, die sich mit einem breiten Spektrum an Alltagsthemen auseinandersetzen, versteht Barnett mit Melodien zu kombinieren, die sich stilistisch vor allem an den Anfang bis Mitte-90er-Sounds orientieren, im Feld zwischen Pop, Indie, Lo-Fi, Folk, Country und Grunge. Also jene Klänge, die Künstlerinnen wie Sheryl Crow , Liz Phair oder Courtney Love einst geprägt haben. Die Platte wird im Verlauf des Jahres wachsen, ganz sicher!

http://courtneybarnett.com.au/ 

Courtney Barnett „Pedestrian at Best“ from Thom Neal on Vimeo.

Courtney Barnett – Depreston from Courtney Barnett on Vimeo.

 

Laura Marling – Short Movie

VÖ: 20.03.2015

Label: Virgin

Genre: Folk / Alternative

Es ist ja oft zu lesen, wie erstaunlich es doch sei, dass Laura Marling gerade erst 25 Jahre alt ist, angesichts der Reife ihrer Texte und des konsequenten, unerschrockenen Charakters der Musik. Das ist natürlich nicht falsch, besonders wenn man sich ihr neues Werk Short Movie zu Gemüte führt, auf dem sie – ähnlich wie damals Bob Dylan – dem Folk neue klangliche Variationen gestattet, zum Beispiel mit Hilfe des Rückgriffs auf die elektrische Gitarre. Anderseits sollte man dieser Sängerin keinen Druck machen, denn natürlich werden nicht wenige Hörer und Kritiker fortan weitere Großleistungen von ihr erwarten. Man sollte Marling aber ein wenig Zeit lassen, auch mit ihrem neuen Album, auf dem sie nun unter anderem auf den Spuren von Joni Mitchell und Nick Drake wandelt. Soviel lässt sich jedoch bereits jetzt feststellen: Short Movie ist ein wirkungsvolles, faszinierendes Werk.

www.lauramarling.com/

 

Laura Marling – Short Movie from Art&Graft on Vimeo.

 

Death Cab For Cutie – Kintsugi

VÖ: 27.03.2015

Label: Atlantic

Genre: Indie-Rock / -Pop

Kintsugi bezeichnet laut Wikipedia ein spezielles japanisches Verfahren, mit dem zerbrochene Keramik- oder Porzellangegenstände wieder repariert werden, was ebenso eine philosophische Aussagekraft impliziert. Aus diesem Grund lässt sich wohl, insbesondere angesichts der jüngsten als auch etwas länger zurück liegenden Ereignisse in der Vita von Death Cab For Cutie – u.a. Scheidung des Sängers Ben Gibbard von Zooey Deschanel oder Weggang des Gründungsmitglieds Chris Walla während der Aufnahmen des neuen Albums -, einiges in die Wahl des Titels hinein interpretieren. Es soll sich sicherlich wieder alles zum Guten wenden, was den sympathischen Jungs natürlich auch zu wünschen ist. Leider ist das Ergebnis nicht gänzlich überzeugend, da einige Songs für Bandverhältnisse recht konventionell und berechenbar klingen. Allerdings: Black Sun, das als erste Single ausgekoppelt wurde, ist richtig klasse!

http://kintsugi.deathcabforcutie.com/

 

4 Antworten zu März 2015

  1. Pingback: Kurzkritik | hicemusic

  2. Pingback: Kurzkritik – Death Cab For Cutie | hicemusic

  3. docvogel schreibt:

    super tipps und super texte!!! danke, sv

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