Album des Monats – Februar 2021

Nach den Sleaford Mods wieder ein absolut verdienter Album-Monatssieger, der hier bei hicemusic (erneut nach 2018) zum zweiten Mal dazu gekürt wurde. Mouse On Mars sind die Meister der ambitionierten Electronica! Ein großartiger Geschmack, liebe Leser 🙂

Das Album des Monats Februar 2021 ist: Mouse On Mars – AAI

 

Vielen lieben Dank für die rege Teilnahme 🙂

Album des Monats Februar 2021

Wählt bis zum 11.03. das Album des Monats Februar 2021!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats“ wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden:

 

Viel Spaß beim Wählen! 🙂

Mouse On Mars – AAI

VÖ: 26.02.2021

Label: Thrill Jockey

Genre: Electronica / Experimental

Für mich persönlich spielt die „Köln-Düsseldorf-Allianz“ Mouse On Mars innerhalb des klanglichen Spektrums der Experimental-Elektronik (die ja unter anderem auch IDM – „Intelligent Dance Music“ –  genannt wird) in derselben Liga wie internationale Größen, sagen wir mal Aphex Twin, Burial oder Four Tet. Davon abgesehen kennt man das Duo um Jan St. Werner und Andi Toma über Landesgrenzen hinaus. Zu Recht, denn sie spielten beispielsweise schon Shows auf allen Teilen der Erde, engagierten sich im Rahmen des Goethe-Instituts oder förderten mit ihrem Label sonig spannende Künstler/innen aus den verschiedensten Bereichen, sowohl in geographischer als auch in soundtechnischer Hinsicht. Das Erforschen und Experimentieren, die stete Bewegung in ihrer Musik sind und bleiben ein Markenzeichen.  Die vielen fantastischen Werke, unter anderem Studio-Album-Klassiker wie Iaora Tahiti (1995), Niun Niggung (1999), Radical Connector (2004) oder das von mir persönlich überaus geschätzte Idiology (2001) geben Zeugnis davon. Nicht zu vergessen die klangliche Experimentierfreude auf ihrer fabelhaften letzte Platte Dimensional People (2018), die ihr Leser hier zum Album des Monats gewählt habt. Nun ist ein weiteres Werk von Mouse On Mars erschienen. Es heißt AAI, was als Abkürzung für „Anarchic Artificial Intelligence“ steht. Allen – darunter auch jene, die der Electronica eher skeptisch gegenüberstehen – wird hier eine Möglichkeit gegeben, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, wie Maschinen Musik produzieren. Ist sie wirklich derartiges wie kalt, hart und unzugänglich? Oder gibt es da andere Facetten, die eine Rolle spielen? Auf Grundlage der Theorien des Wissenschaftlers Louis Chude-Sukei, dessen Aussagen im O-Ton Mouse On Mars unter anderem mithilfe einer Software neu angeordnet haben, werden hier unterschiedlichste Experimente vorgenommen und in Track-Form auf dem Album zusammengefasst. Ein höchst ambitioniertes Projekt, dessen Resultat mich wirklich begeistert. Mouse On Mars bleiben mit ihrer Herangehensweise an Musik weiterhin aufregend, zeitgemäß und vielseitig, was mit AAI eindrucksvoll bestätigt wird. Wahnsinn!

Note: 2,0

http://www.mouseonmars.com/

Mouse on Mars "AAI" Unboxing from Thrill Jockey Records on Vimeo.

 

Best Of 2010-2019: Mouse On Mars – Dimensional People

VÖ: 13.04.2018

Label: Thrill Jockey

Genre: Electronica / Experimental

Ich habe damals Folgendes über das Album geschrieben: „Es braucht Zeit, ich muss Dimensional People auch noch in seiner Gesamtheit erfassen, ich bin mir aber ziemlich sicher: das hier ist ganz groß!“ Dieses Mal hatte ich es erahnt, denn ich bin der Meinung, dass das Werk der Köln-Düsseldorf-Connection fast sogar ein bisschen unterschätzt wird, obwohl es von der Musikkritik vielfach gelobt wurde. Mouse On Mars war schon immer groß, sie waren in meinen Augen die deutschen Repräsentanten jenes innovativen Electronica/Experimental-Sounds, den man vor allem aus Großbritannien in den 1990er Jahren kannte (vor allem aus der Warp-Schmiede um Aphex Twin, Autechre etc.). Da sind dann einige Klassiker entstanden, z.B. Iaora Tahiti (1995), Autoditacker (1997) und Glam (1998)…und das für die letzte Dekade des 20. Jahrhunderts.  In den 2000ern hat mir insbesondere Idiology (2001) gefallen, aber auch das mit Mark E. Smith unter dem Projekt Von Südenfed entstandene Tromatic Reflexxions (2007). Aber wie war das mit diesem Jahrzehnt? Mir hat Parastrophics (2012) zugesagt, doch hier auf Dimensional People haben sie eben jenen Sound produziert, der aufgrund seines breiten klanglichen Spektrums beeindruckt. Klar, die vielen spannenden Bereiche der Electronica haben Jan St. Werner und und Andi Toma schon vorher ausgiebig erforscht, aber sie bleiben neugierig und liefern immer wieder Atemberaubendes! Insbesondere wenn sie dann noch innovative Klassik-, Jazz- und World Music-Elemente so genial dabei einarbeiten. Nicht weniger als ein weiterer Meisterstreich aus der Feder von Mouse On Mars (mit namhaften und relevanten Gästen wie Bon Ivers Justin Vernon, Aaron und Bryce Dessner von The National)!

Album-Review: https://hicemusic.wordpress.com/2018/04/28/mouse-on-mars-dimensional-people/ (Note: 2,0; mit Tendenz nach oben)

Album des Monats – April 2018

Ihr habt das Album des Monats April 2018 gewählt.

Sieger ist: Mouse On Mars – Dimensional People

Wow, Ihr schätzt die Musik von dem Köln-Düsseldorf-Duo genauso wie ich, es handelt sich aber auch um einen absolut verdienten Sieger im April! Mouse On Mars bieten allerfeinste Sounds im Spannungsfeld von Electronica und Experimental, zusammen mit überragenden Gästen. Eine ideale Wahl, herzlichen Glückwunsch 🙂 

 

 

 

So wurde gewählt:

  1. Mouse On Mars – Dimensional People

2. Unknown Mortal Orchestra – Sex & Food

3. Janelle Monáe – Dirty Computer

 

Vielen lieben Dank für die Teilnahme!

Album des Monats April 2018

Wählt bis zum 13.05. das Album des Monats April 2018!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats April 2018“  wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden.

Ihr urteilt über die Umfrage „Wie bewertest Du die Musik?“. Das Album mit den besten Werten, also idealerweise mit dem Urteil „Großartig“, gewinnt (je mehr Nennungen, desto besser).

Zur Wahl stehen folgende Alben:

Drangsal – Zores

Janelle Monáe – Dirty Computer

Mouse On Mars – Dimensional People

Unknown Mortal Orchestra – Sex & Food

 

Sowie aus den Kurzbesprechungen unter:

https://hicemusic.wordpress.com/april-2018/

Eels – The Deconstruction

Wye Oak – The Louder I Call, The Faster It Runs

L.A. Salami – The City Of Bootmakers

Manic Street Preachers – Resistance Is Futile

Die Nerven – Fake

Alexis Taylor – Beautiful Thing

 

 

Viel Spaß beim Wählen!

Mouse On Mars – Dimensional People

VÖ: 13.04.2018

Label: Thrill Jockey

Genre: Electronica / Experimental

Ich war vor ein paar Monaten ganz stolz, als ich in einem Kölner Plattenladen ein besonderes Werk erstand: es handelte sich um Iaora Tahiti (1995), das ich aufgrund meiner Erinnerung an eine Zeit kaufte, in der ich auf MTV und Viva Zwei noch mit Eifer Musikvideos schaute. Es muss so Anfang der 2000er Jahre gewesen sein, als ich eines von ihnen nachts  in der wunderbaren, sich den Veröffentlichungen der Electro-Szene widmenden Sendung  Electronic Beats sah (moderiert von dem großartigen, vielseitigen Ill-Young Kim): ich war total fasziniert von Bib, zu finden auf besagten Iaora Tahiti, dem zweiten Werk des Duos Mouse On Mars. Wie sicherlich viele Fans von ambitionierten Electro-Sounds wissen, haben sich Jan St. Werner und Andi Toma schon längst einen Namen gemacht, sind vor allem auch international bekannt. Ich hatte einmal das Glück sie auf dem Electronic Beats-Festival live zu erleben. Hier hat man es mit einer Band zu tun, die es sich niemals leicht macht, sich mit ihren Electronica-Sounds vielen anderen experimentellen Spielarten öffnet. In den 25 Jahren seit Bandgründung haben St. Werner und Toma  zudem bereits mit einigen Größen zusammengearbeitet, die interessantesten Projekte initiiert (erinnert sei beispielsweise an Von Südenfed mit dem kürzlich verstorbenen, legendären Frontmann von The Fall, Mark E. Smith). Jetzt hat man anlässlich ihres neuen, nach 6 Jahren Pause erscheinenden Albums gleich mehrere Dutzend Gäste eingeladen, darunter Künstler/innen wie Justin Vernon (Bon Iver), Aaron und Bryce Dessner (The National), Zach Condon (Beirut), Amanda Blank oder auch Eric D. Clarke (manchmal sind diese kaum zu erkennen)! Das hätte natürlich extrem daneben gehen können! Aber, wie eigentlich zu erwarten, das ist es nicht: Mouse On Mars bieten ein klanglich vielseitiges und wagemutiges, sich auch außereuropäischen und Klassik-Sounds öffnendes Werk, das ganz im Sinne des Köln-Düsseldorf-Duos sich allerlei Konventionen entzieht! Es braucht Zeit, ich muss Dimensional People auch noch in seiner Gesamtheit erfassen, ich bin mir aber ziemlich sicher: das hier ist ganz groß!

Note: 2,0 (mit Tendenz nach oben)

http://www.mouseonmars.com/

 

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