Mixtape – Songs für Juni 2020

Ausgabe für Juni 2020:

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören 🙂

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Album des Monats Mai 2020

Wählt bis zum 09.06. das Album des Monats Mai 2020!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats Mai 2020“ wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden:

 

Viel Spaß beim Wählen 🙂

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Lady Gaga – Chromatica

VÖ: 29.05.2020

Label: Interscope

Genre: (Dance-/Electro-/Synthie-)Pop

Habe ich mich hier bei hicemusic eigentlich jemals zu Lady Gaga geäußert? Ich glaube nicht, oder? Hole ich das mal nach, jetzt wo ihr Comeback Chromatica „auf dem Markt ist“, wie man heute nicht mehr zu sagen pflegt. Ich werde jetzt kaum ausführlich, aber eigentlich hatte ich schon seit jeher hohen Respekt vor der Karriere der 34-Jährigen (und ihren vielen sozialen Engagements, Bühnen-Performances etc.). Produktionstechnisch war das Debüt The Fame (2008) für wirklich einwandfrei, mit einem klaren Bezug auf die 1980er-Jahre, vor allem den Synthie- und Elektropop dieser Zeit sowie dem Aufgreifen und einer sehr direkten Auseinandersetzung mit Themen wie Liebe, Sex, Drogen, Identitätssuche  (etc.) in ihren Texten. Ich fand jetzt nicht jeden Song gut darauf, aber als Gesamtkonzept war das schon irgendwie ziemlich beeindruckend. Nun, dann kamen die folgenden Alben – Born This Way (2011, mit einem meiner Meinung nach starken Titelsong), das nicht so geglückte Artpop (2013), die okaye Kollabo-Platte Cheek To Cheek (2014) mit Tony Bennett und das bei mir total durchgerauschte Joanne (2016). Sagen wir es mal so: ich finde die Musik aus produktionstechnischer Hinsicht generell besser als ich sie aus persönlicher Perspektive wahrnehme. Ich bin der Meinung, dass Lady Gaga im Zuge der Verarbeitung ihrer individuellen Erfahrungen und Erkenntnisse – die sicherlich oft nicht einfach zu bewältigen waren – wirklich nachvollziehbare und hintergründige Lyrics schreiben kann. Was zudem ihre Karriere anbelangt, verstehe ich irgendwie schon, weshalb sie einen solchen Erfolg hat und das gönne ich ihr in jedem Fall. Allerdings erreichen mich ihre Lieder emotional in den seltensten Fällen. Ich fand auch den Hype um ihre Rolle in der 2018er-Version A Star Is Born nicht ganz so nachvollziehbar, auch wenn ich die Songs auf dem Soundtrack mochte (natürlich vor allem Shallow). Nun, wie sieht es jetzt mit Chromatica aus? Soviel vorweg, es geht mir ähnlich wie auf den Vorgängern. Die vorab veröffentlichte Single Stupid Love ist ein wirklich toller Pop-Song. Aber der Rest: nun ja, ich bin nicht so ganz begeistert wie es viele Musikkritiker/innen sind, das Album bekommt ja durchweg ziemlich viele positive Wertungen. Aus produktionstechnischer Hinsicht kann ich da zustimmen, da gibt es kaum etwas auszusetzen, das ist moderner Dance-Pop, der sicherlich den Standards der beginnenden 2020er Jahre standhält. Dennoch: ich komme auf Albumlänge nicht so klar mit Chromatica, aus emotionaler Perspektive catcht es mich einfach nicht, obwohl hier so viele verschiedene Musikrichtungen eingewoben werden. Hmmm…An den Texten gibt es wirklich nicht auszusetzen, es sind sehr reflektierte und direkte Auseinandersetzungen mit Themen dieser Zeit und der Vergangenheit, die auch Lady Gaga selbst betreffen. Was mache ich also mit diesem Album? Es tut mir leid, aber ich muss irgendwie auch subjektive Kriterien hier einfließen lassen, weshalb sich die Wertung unten erklären lässt. Aber: ich lege mich nicht fest und lasse es noch auf mich wirken. Was sagt ihr zu dem Album? Findet ihr es richtig gut? Auf eure Meinungen bin ich sehr gespannt!

Note: 3,0 (vorerst)

https://www.ladygaga.com/

 

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Kurzkritik – Mai 2020

Fynn Kliemann in der Kurzkritik – Mai 2020:

https://hicemusic.wordpress.com/mai-2020/

 

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Kurzkritik – Mai 2020

Moby und Badly Drawn Boy in der Kurzkritik – Mai 2020:

https://hicemusic.wordpress.com/mai-2020/

 

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Kurzkritik – Mai 2020

Mark Lanegan, Sleaford Mods und Moses Sumney in der Kurzkritik – Mai 2020:

https://hicemusic.wordpress.com/mai-2020/

 

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Einstürzende Neubauten – Alles in allem

VÖ: 15.05.2020

Label: Potomak

Genre: Avant-/Alternative-Rock/-Pop / Industrial

Mit der Musik der Einstürzenden Neubauten kam ich damals – wie sollte es anders sein – erstmals durch meinen Vater in Kontakt. Er war stets an Sounds interessiert, die sich auf experimentelle Umwege begeben, die den konventionellen Strukturen entsagen. Klar, da waren eben so Sachen dabei wie The Residents, einige Kraut- und Progressive-Rock-Bands im Stile von Popol Vuh oder Van der Graaf Generator sowie auch frühe experimentelle Elektronik von Formationen wie White Noise. Die Avantgarde-/Industrial-Klänge der Einstürzenden Neubauten um den einzigartigen Blixa Bargeld – der ja auch, und das wird man sicherlich nicht vergessen haben, ein Gründungsmitglied von Nick Caves Bad Seeds ist – übten ebenfalls von vornherein eine Sogwirkung auf mich aus. Ist ja auch ganz individuell. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mir fallen nicht so schnell Bands ein, die wirklich gleich gelagerte Musik produzieren. Seit 1980 sind die Einstürzenden Neubauten aktiv und haben fantastische Alben wie Kollaps (1981), Halber Mensch (1985) oder Haus der Lüge (1989) produziert. Ich mag auch die 2000er-Werke wie Silence Is Sexy (2000) oder Perpetuum Mobile (2004). Im letzten Jahrzehnt gab es ja noch Lament (2014), auf dem man sich ziemlich ausdrucksstark mit dem Thema Erster Weltkrieg auseinandersetzte. Auf dem neuen Werk Alles In Allem spielt die Bundeshauptstadt eine wesentliche Rolle, denn Bargeld stellt vor allem seine Erinnerungen an seine Zeit dort aber auch generell die Geschichte Berlins in den Vordergrund, was er in wirklich beeindruckenden Texten festhält. Die Songs sind zudem einzigartig instrumentiert und weisen erneut diesen individuellen Stil des Quintetts auf. Die Einstürzenden Neubauten sind auch im 40. Jahr ihres Bestehens relevant und haben den Sprung ins neue Jahrzehnt eindrucksvoll geschafft, das steht fest!

Note: 2,0

https://neubauten.org/

 

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Kurzkritik – Mai 2020

Austra und Ghostpoet in der Kurzkritik – Mai 2020:

https://hicemusic.wordpress.com/mai-2020/

 

 

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Joan As Police Woman – Cover Two

VÖ: 01.05.2020

Label: PIAS

Genre: Art-Pop / Soul

Eigentlich sind doch Cover-Versionen nur wirklich interessant, wenn sie etwas Neues hinzufügen oder das Original komplett auf den Kopf stellen, im günstigsten Fall in einem anderen Genre interpretiert werden. Es gibt da so viele Beispiele. Man denke da nur an Klassiker wie Johnny Cashs Version von Nine Inch Nails Hurt (wir wissen natürlich, dass der Großmeister nicht nur da geglänzt hat, mit seinen American Recordings)  oder wie Jeff Buckley das von Leonard Cohen erschaffene Hallelujah in einer der musikalischen Spielart weitgehend treu bleibenden, jedoch individualisierten und genialen Auslegung präsentiert hat. In diesem Zusammenhang – also mit letztgenanntem Künstler – passt es doch auf ein Cover-Album der Sängerin Joan Wasser alias Joan As Police Woman zu sprechen zu kommen. Sie war bis zu dessen tragischen Tod vor ziemlich genau 23 Jahren mit Jeff Buckley liiert, die US-Künstlerin hat sich ebenfalls schon an Neuinterpretationen versucht, auf dem Werk Cover (2009). Ich muss zugeben, dass ich es damals nicht allzu oft gehört habe, obwohl ich die Interpretationen ganz interessant fand. Eine ganz individuelle Herangehensweise war feststellbar, als sie sich Songs von David Bowie, Public Enemy, Jimi Hendrix, Iggy Pop und weiteren Hochkarätern (es handelte sich um ihre Vorbilder) widmete.  Nun ist Teil 2 erschienen und schon wieder werden Cover von Songs verschiedener Künstler/innen  aus unterschiedlichsten Genres präsentiert, unter anderem von Prince, The Strokes, Talk Talk, Outkast und Blur. Ja, das ist nicht unbedingt ein Unterfangen ohne Risiko, da kann man sich gut und gerne auch in die Nesseln setzen, bei solchen Kalibern. Wie ist das Album also? Ich sage mal so, es ist recht gut gelungen. Am besten – womit ich die anfangs geschriebenen Zeilen dieses Textes unterstreichen möchte – sind die Neuinterpretationen, die in einem neuen Licht erscheinen, die nicht einfach irgendwie nachgespielt zu sein scheinen, sondern mit denen Joan Wasser eben ihre exzeptionellen instrumentellen und gesanglichen Fertigkeiten am zwingend zum Ausdruck bringen kann. Princes Kiss oder Talk Talks Life’s What You Make It sind vielleicht einfach eine Spur zu groß, zumindest hat sie da nicht so viel Interessantes und Neues zu bieten. Jedoch sind vor allem Blurs Out Of Time und The Strokes‘ Under Control in diesem Art Pop-Gewand zwingend. Insgesamt vielleicht keine Großtat, aber trotzdem wie gesagt gelungen!

Note: 2,3  

joanaspolicewoman.com   

 

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Spotlight On: Punch Drunk Poets

PhotoCredit: Punch Drunk Poets

Reine Bambule für das Ohr! Punch Drunk Poets sind eine Band aus Paderborn, Köln und Münster. Eine Melange aus Melancholie, Mundharmonika, Gitarren, Drums, Bass, und Gesang.

„Wir sind der Soundtrack zu deinem ersten Date…und zu deinem letzten, für den ersten Atemzug nach dem Aufstehen und die Kippe danach, für Autofahrten im Regen und
nackte Füße auf heißem Sommerasphalt, zum Torkeln und Tanzen in den Gassen deines Heimathafens und dem Liebesbrief an der letzten Litfaßsäule – irgendwo zwischen Pop, Folk und Rock. Kurz: Zwischen Proleten und Poeten.“
Nach zwei EPs und deutschlandweiten Touren kommt 2020 das erste Studioalbum.
Ob große Auftritte beim AStA-Festival, JuWi-Fest, Taubertal und Anti-Pegida-Demo, oder Straßenmusik in irgendeiner Kleinstadt, im WG-Wohnzimmer oder intimes Ambiente im
Vorstadtclub – es geht nur darum die Menschen zu berühren. „Wenn das nicht zählt, was dann?“

„Die gute Laune, die Freude und die Passion, mit denen die Punch Drunk Poets ihre Songs spielen, greift auf das Publikum über. Entertainment? Aber hundertprozentig.“ Musicheadquarter

 

  • SONG:

Manifest

VÖ: 30.04.2020

Label: My Redemption

 

  • VIDEO:

 

  • AUDIO:

 

  • WEB:

http://punchdrunkpoets.de

https://www.facebook.com/pdpoets/

https://www.instagram.com/punch_drunk_poets

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