Idles – Ultra Mono

VÖ: 25.09.2020

Label: Partisan

Genre: Post-/Hardcore-Punk

Wie ihr sicherlich schon in den Kurzkritiken für diesen Monat gesehen habt, ist der 25. September diesen Jahres ein Release-Tag, an dem einige tolle Künstler/innen/Bands ihre Platten veröffentlicht haben. Da fiel es mir auch ziemlich schwer auszuwählen, wen ich denn genauer besprechen sollte. Zwischen den Fleet Foxes (okay, da war der VÖ schon am 22.09.), Will Butler, Crucchi Gang, den Deftones, Sufjan Stevens und Anna von Hausswolff. Zudem waren da ja noch einige Acts, die ich außen vor gelassen habe (es gab ja unter anderem noch Releases von Bob Mould, Thurston Moore, Sylvan Esso, Sophia oder Public Enemy!) Und dann wären da eben noch jene Post-Punker, denen ich hier bei hicemusic schon längst hätte mal meine Aufmerksamkeit widmen sollen, die Idles! Ich habe mich für Letztere entschieden, aber neben dem erwähnten Grund war es vor allem eine weitere Angelegenheit, auf die ich mich beziehen muss. Denn das dritte Album der Band um Frontmann Joe Talbot bekommt gemischte Kritiken in der Presse. Deshalb auch unter „Kontrovers“ diese Auseinandersetzung mit Ultra Mono. Zunächst aber: wer sind eigentlich die Idles? Nun der 2009 in Bristol gegründete Fünfer hat sich im Bereich des Post-Punk mit aggressiv-energetischem Sound und Parolen gegen die gesellschaftlich-politischen Missstände  – insbesondere in der Heimat in Großbritannien (z.B. in Opposition zur Politik Boris Johnsons) – Aufmerksamkeit verschafft. Die großartigen Werke Brutalism (2017, hier waren aber auch persönliche Themen vorhanden, z.B. der Tod von Talbots Mutter) und Joy Of An Act Of Resistance (2018) waren Zeugnis einer auf Krawall gebürsteten Haltung. Warum sollten sich die Idles in 2020 – einem Jahr, in dem ja wieder so einiges passiert ist – also nicht auch wieder Gehör verschaffen? Na klar, im Bereich des Post-Punk sind in letzter Zeit schon Alben in der Art erschienen, unter anderem von Protomartyr, Fontaines D.C. oder den Sleaford Mods. Doch die Idles sollten da nicht fehlen. Wie erwähnt sind die Reaktionen unterschiedlich. In den deutschen Magazinen sind sie eher positiv, in den internationalen Medien tendieren sie in die negative oder verhaltene Richtung (5.5/10 in der Pitchfork z.B.) Es werden ihnen zum Beispiel musikalische Wiederholung und  Unfokussierheit vorgeworfen. Kann ich persönlich nicht bestätigen, ich finde das Album erneut stark in seiner klanglichen Rohheit, in der ehrlichen textlichen Ausarbeitung mit der Wut über die Mächtigen und der Solidarität mit Menschen in sozialer Not, als auch der Produktion an sich (Nick Launey, Adam Greenspan). Ich bin sogar begeistert! Wie geht es euch? Was haltet ihr von dem Album? Auf eure Reaktionen bin ich sehr gespannt!

Note: 2,0

https://www.idlesband.com/uk

 

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