Sophie Hunger – Halluzinationen

VÖ: 04.09.2020

Label: Caroline

Genre:  Indie-Pop/-Rock / Folk

Wenn man heutzutage Pressetexte zu den Bands und Künstler/innen liest, so ist ja oft von ihrer Vielseitigkeit zu lesen, dass sie sich in den unterschiedlichsten Musikspielarten bewegen und diese spielerisch beherrschen würden. Nur ist dabei zu bedenken, dass die Gradwanderung zwischen dem Willen nach Abwechslung und einem künstlerischen Wiedererkennungswert nicht einfach zu bewältigen ist. Tatsächlich verhält es sich oft so, dass dieses Ziel, beide Pole abzudecken, nicht so ganz erreicht werden kann. Umso schöner ist es, dass es andererseits Künstler/innen gibt, denen die Überwältigung dieses Spagats spielerisch zu gelingen scheint, wie z.B. der vielseitig begabten 37-jährigen Schweizerin Sophie Hunger. Schon seit der in Eigenregie veröffentlichten Solo-Debüt-LP Sketches On Sea (2006) bewegt sie sich im weiten Feld von Folk, Indie-Pop/-Rock, Electronica, Jazz, Chanson uvm. Dazu kommen die ausgeprägten Skills im Bereich des Textens und der Instrumentierungen. Nicht zu vergessen die Mitwirkungen an unzähligen Projekten in Film, als Autorin etc., oder ihre Kooperationen (u.a. Max Herre, Steven Wilson). Mir persönlich ging es nur so, dass ich trotz der Anerkennung dieser künstlerischen Fähigkeiten aus subjektiver Sicht ihre Musik oft „nur“ gut fand, ohne wirklich sagen zu können, weshalb dies so ist  (mit einer Ausnahme, das 2010er Album 1983 fand ich großartig). Doch – so viel sei verraten – ihr neues Werk Halluzinationen gefällt mir schon jetzt richtig gut, auch aus subjektiver Perspektive. Es bietet wieder sowohl in Englisch und Deutsch gehaltene, gewohnt mannigfaltig instrumentierte Songs, in denen sich mit verschiedenen Themen – persönlicher als auch generell sozialkritischer Natur – beschäftigt wird. Das sind unter anderem tiefgründige Reflexionen darüber, wie es ist, wenn man die Kontrolle über das eigene Ich verliert. Die Texte sind nicht immer leicht zu entschlüsseln, die Stimmungsbilder variieren dabei. Die fantastische Produktion (von Dan Carey) erfolgte in den Londoner Abbey Road Studios. Großartige Kompositionen mit wundervollen Melodien. Schon jetzt fantastisch, Sophie Hunger ist so oder so eine der spannendsten Künstlerin dieser Tage!

Note: 2,0

www.sophiehunger.com

 

13 Kommentare zu „Sophie Hunger – Halluzinationen

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  1. Ich finde Sophie Hunger sympathisch, die Musik dringt aber für mich nach all den Alben, die ich von ihr gehört habe, nicht wirklich durch. Trotzdem finde ich es interessant, wie sie ihrem Stil treu bleibt und immer wieder verschiedene Sprachen auf ihren Alben kombiniert.

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