Washed Out – Purple Noon

VÖ: 07.08.2020

Label: Sub Pop

Genre: Synthie-/Dream-/Bedroom-Pop            

Der US-amerikanische Künstler Ernest Weatherly Greene Jr. alias Washed Out soll damals seine ersten Aufnahmen im eigenen Schlafzimmer produziert haben, nachdem er keine Anstellung in dem Bereich gefunden hat, den er ursprünglich erlernt hat (Bibliothekar). Ist ja sicherlich nicht nur von mir schon immer ein Traum gewesen, über Umwege noch Musikstar zu werden. Apropos Schlafzimmer: die Musik, die der 37-Jährige kreiert, lässt sich mit Bedroom-Pop umschreiben. Es sind langsam-verträumte, smoothe Klänge, erotisch angehaucht und mit einer ordentlichen Portion 80’s-Pop-Nostalgie versehen. Richtig aufmerksam wurde ich auf Washed Out im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Debüt-Studioalbums Within And Without (2011), als er aber schon einige EPs und Singles die Runde gemacht hatten und die Musikkritik ihn bereits empfohlen hatte. Es war halt die Blütezeit des Chillwave, deren Protagonisten ja genau dieses Retro des 80’s-Electro-Pop (damit auch von dessen visuellen Charakteristika) zum Ausdruck brachten. Neben Toro Y Moi und Neon Indian kann Washed Out als eine der wichtigsten unter ihnen angesehen werden. Allerdings muss auch festgehalten werden, dass dieses Genre des Chillwave mittlerweile etwas von seiner Durchschlagskraft und Attraktivität verloren hat. Es wäre durchaus weniger interessant geworden, wenn über 10 Jahre gleichklingende Sounds produziert und nicht frische Elemente eingefügt worden wären. Glücklicherweise haben es die Genannten als essenziell angesehen neue Einflüsse einzubauen. Natürlich ist dabei die grundlegende 80’s-Akustik und -Optik geblieben. Das wird auch beim Hören von Purple Noon klar. Es sind weiterhin diese warmen und verträumten Klänge, die zumindest in mir nostalgische Gefühle hervorgerufen haben, aber auch jenes Fernweh, welches das Album-Cover andeutet. Irgendwo am Meer und in der Sonne sein und sich diesen Balaeric-Pop/Chill Out-Klängen hingeben. Denn auch wenn das Album zum Ende hin ein bisschen an seinem Reiz einbüßt, überzeugt es mich im Großen und Ganzen. Mit Melodien, die sich oft an der Grenze zum Kitsch bewegen, dennoch irgendwie anziehend sind!

Note: 2,3

https://washedout.net/

 

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