Best Of 2010-2019: Janelle Monáe – Dirty Computer

VÖ: 27.04.2018

Label: Bad Boy

Genre: Pop / R&B / Soul / Funk

Ich weiß, eigentlich hätte auch der unter anderem von Big Boi produzierte Erstling The ArchAndroid von Janelle Monáe für das Jahr 2010 repräsentativ in diese Jahrzehnt-Liste gehört. Aber was soll ich denn machen, wenn in dem speziellen Jahr so viele grandiose Platten erschienen sind und ich mich eben auf 5 pro Jahrgang beschränken wollte? Für 2018 gehört in jedem Fall Dirty Computer unter diese entsprechende Top Five. Monáe ist – wenn man es für diese Dekade gesamt sieht – eine der wichtigsten Protagonistinnen im Pop-/Soul-/R&B-Bereich, da sie den Genres durch innovative Ideen und in Sachen Außendarstellung und großartig choreographierten Performances (u.a. durch beeindruckende Kostümierungen) neuen Aufschwung gegeben hat. Vor allem hebt sie sich durch ihre sozialpolitischen Botschaften hervor, zum Beispiel mit ihrem Einsatz für Minderheiten und durch die Auswahl ihrer Themen, die in kultureller Hinsicht viele Bereiche abdecken (erinnert sei da an ihre Metropolis-Konzeptreihe).  Es sollte ja in diesem Zusammenhang der gemeinhin etwas unterschätzte, unter anderem mit Erykah Badu, Solange und Prince als Feature auftrumpfende Vorgänger The Electric Lady (2013) nicht vergessen werden. Es scheint mir aber, dass die 34-jährige US-Amerikanerin gerade auf Dirty Computer ihre künstlerische Vision am effektivsten umgesetzt hat. In Zeiten von #MeToo und der Forderung nach mehr Rechten der Frauen, gibt Monáe diesen eine Stimme mit diesem genialen Werk. Es ist nicht nur in musikalischer Hinsicht umwerfend, mit dieser perfekten, stilistisch vielseitig ausgestalteten Symbiose aus Pop/R&B/Soul/Hip-Hop und viel Funk à la Prince – der höchstselbst hier sogar noch vor seinem Tod an der Produktion beteiligt war -, sondern eben auch aus einer soziopolitisch-feministischen Perspektive heraus. Mit Texten, die höchstes Selbstbewusstsein und Erotik ausstrahlen, und den Männern – die sich an Frauen vergreifen, u.a. folgendes mitgeben: „If you try to grab my pussy cat, this pussy grab you back“. Monáe scheut keine Direktheiten und das ist mehr als gut so! Eine bemerkenswerte Künstlerin, die ganz bestimmt auch in der nächsten Dekade einige weitere musikalische Großtaten wie Dirty Computer vorlegen wird! Eine Frage aber noch, die ich mir hier schon öfter gestellt habe: Wieso nur habe ich damals nur eine 2,0 vergeben? Was soll das denn?

Album-Review: https://hicemusic.wordpress.com/2018/05/05/janelle-monae-dirty-computer/ (Note: 2,0)

 

Ich wünsche euch und euren Familien fröhliche Weihnachtstage! Hier auf hicemusic werdet ihr weiterhin mit viel Musik und natürlich dem Dekaden-Rückblick versorgt 🙂

4 Kommentare zu „Best Of 2010-2019: Janelle Monáe – Dirty Computer

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