Mixtape: Songs – Best Of 2010-2019

Als Abschluss für dieses Jahr(zehnt) ein spezielles Mixtape für euch 🙂

Meine besten Songs dieser Dekade:

 

 

Viel Spaß beim Hören!

hicemusic wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020! Bis bald, ich freue mich auf viele spannende Klänge im neuen Jahrzehnt 🙂

Best Of 2010-2019: Vampire Weekend – Father Of The Bride

VÖ: 03.05.2019

Label: Columbia

Genre: (Indie-/Art-/Baroque-)Pop / Indie-Rock / Folk

Ich hatte es schon in der Rezension prophezeit, und es ist auch letztlich so geblieben: dieses Album ist mein persönlicher Favorit des Jahres 2019! Es gibt objektiv vielleicht Werke in diesem Jahr, die aus unterschiedlichen Gründen wichtiger sind und von mir eventuell besser bewertet wurden. Doch Father Of The Bride habe ich in den letzten sieben Monaten so oft gehört, ohne dass es auch nur eine Spur langweilig geworden ist. Ganz im Gegenteil, ich fand immer wieder neue Elemente in diesen Songs, die mich verzaubert, beeindruckt und andere verschiedene Gefühle in mir hervorgerufen haben. Sowieso ist das Album mal wieder genial produziert, besticht durch eine Stilvielfalt, die man gewöhnlich bei Bands nicht so oft findet. So wie ich es in der Rezension geschrieben habe: „(…) eine perfekte Balance aus Ambition und Eingängigkeit (…). Wie hier alles arrangiert wird (z.B. auch durch die Gastbeiträge von Danielle Haim und Steve Lacy) ist atemberaubend. Vor allem: diese Platte gehört neben Modern Vampires Of The City (2013) und eigentlich auch dem 2010er Werk Contra (das es nur aus Gründen, dass in dem Jahr so viele andere hochwertige Produktionen erschienen sind, nicht in diese Dekaden-Liste geschafft hat) zu den absoluten Highlights dieses Jahrzehnts. Ein moderner Klassiker eben. Was für ein Comeback für die New Yorker!

Album-Review: https://hicemusic.wordpress.com/2019/05/15/vampire-weekend-father-of-the-bride/ (Note: 1,7)

Best Of 2010-2019: Angel Olsen – All Mirrors

VÖ: 04.10.2019

Label: Jagjaguwar

Genre: Dream-/Baroque-/Art-Pop / Indie-Rock

Angel Olsen hat bereits mit Burn Your Fire For No Witness (2014, Platz 26 in Pitchforks „The 200 Best Albums of the 2010s“) sowie My Woman (2016) großartige Werke vorgelegt, die eigentlich in eine solche Liste gehören. Ich fand aber insbesondere All Mirrors – Studioalbum Nummer Vier – genial, auf dem die 32-Jährige erneut eine fantastische Melange aus Indie-Rock und ambitionierten Pop-Stilen erschafft, dazu immer wieder eine gewaltige Prise Folk, Soul und Country. Die künstlerische Weiterentwicklung ist tatsächlich – wie bereits in der Besprechung des Albums erwähnt – stets feststellbar. Nun ist alles noch opulenter orchestriert, das Songwriting ist absolut brilliant! Die Texte sind hintergründig und beschäftigen sich vielfältig mit Themen über menschliche Beziehungen, ihre Eigenarten und Tücken. Das geschieht äußerst direkt, und spart auch düstere Perspektiven darauf nicht aus. Dies alles gipfelt in unvergleichlichen Songs mit herausragenden Melodien wie z.B.  Lark und All Mirrors! Geniale Künstlerin, schon jetzt! Vor allem diese Stimme!

Album-Review: https://hicemusic.wordpress.com/2019/10/11/angel-olsen-all-mirrors/ (Note: 1,7)

The Who – Who

VÖ: 06.12.2019

Label: Universal

Genre: Rock

Ich bin ja zunächst davon ausgegangen, dass es sich angesichts der Weihnachtszeit um eine weitere Best-Of-Compilation der größten Hits von The Who handeln würde. Dann wurde es mir klar: nein, die britischen Rock-Giganten haben doch tatsächlich ein neues reguläres Studiowerk veröffentlicht. Unglaublich! Klar, man ist von ihnen gewohnt, dass sie seit den frühen Achtzigern mal weg waren, dann plötzlich wieder auf der Bildfläche auftauchten, seit 1996 ja wieder recht regelmäßig. In Sachen Studioalbum ist man da aber schon seltenere Lebenszeichen gewohnt, nach der 1982er-Veröffentlichung It’s Hard kam da ganze 24 Jahre nichts mehr. 2006 war plötzlich Endless Wire da. So richtig Freude kam vielleicht nicht auf, obwohl die eine oder andere gute Reaktion der Kritiker/innen dabei war. Ich muss zugeben, dass ich höchstens ein, zwei Songs von dem Album gehört habe, mein Interesse war nicht wirklich geweckt. Es ist ja bei den legendären Bands so, dass man – gerade wenn man sie so liebt / geliebt hat – nicht enttäuscht werden möchte. Es ist schnell passiert, dass diese dann nicht mehr mit dem Zeitgeist mithalten können oder verkrampft versucht wird, die „good old days“ wieder herauf zu beschwören. So ein bisschen hatte sich das Gefühl bei mir eingestellt. Ich kenne nicht alles von The Who, halte sie aber natürlich ebenfalls für absolut einflussreiche Legenden. Mein Vater erzählte damals von legendären Live-Auftritten der Band, in denen Konzertsäle, Instrumente und was nicht alles zerstört worden seien. Ich denke, dass Endless Wire von mir deshalb vorsichtig behandelt wurde, damit dieser Status nicht verloren geht in meinen Augen. Das neue Album Who, das nun wieder geschlagene 13 Jahre später erscheint (es gab zwischendrin u.a. eine Solo-LP von Roger Daltrey), habe ich erneut vorsichtig rezipiert. Die Kritiken sind ja wieder durchaus gespalten, allerdings habe ich es ebenso bereits in Jahresbestenlisten gesehen. Jetzt meine Einschätzung: ich finde das Album nicht supertoll, es ist jedoch okay! Es klingt teilweise sogar recht modern, bietet feine Instrumentierungen. So funktionieren ein paar Songs wirklich gut. Klar, es gibt auch etwas altbackenes Material, manche Texte funktionieren in ihrer soziopolitischen Kritik nicht wie sie vielleicht sollten. Dennoch bin ich insgesamt recht angetan! Wie geht es euch mit diesem Comeback-Album? Auf eure Meinungen bin ich gespannt!

Note: 2,7

 

Best Of 2010-2019: Lana Del Rey – Norman Fucking Rockwell!

VÖ: 30.08.2019

Label: Universal

Genre: (Dream-/Indie-/Chamber-)Pop, Psychedelic-/Folk-Rock

In meiner Kurzkritik zu Norman Fucking Rockwell!, das von euch im übrigen mit überwältigender Mehrheit zum Album des Monats August 2019 gewählt wurde, schrieb ich damals: „Auf jeden Fall ist dies ein qualitativ hochwertiges Album einer nach wie vor spannenden Künstlerin. Aber ist das wirklich so genial, wie es größtenteils in (vor allem in den internationalen) Musikkritiken gesehen wird? Da möchte ich mich etwas zurückhalten.“ Ich vergab eine 2,0 mit Potential nach oben. Nur vier Monate später ist für mich klar: es ist genial, ein verdammt vielfältiges Werk, deren Musikstil mit den oben Genre-Bezeichnungen nur im Ungefähren umrissen ist. Lana Del Rey ist eben nicht „nur“ auf Video Games zu beschränken, da ist noch so viel mehr, die Künstlerin scheut keine neuen musikalischen Ufer. Ihr Songwriting ist überwältigend! In den Texten werden Themen behandelt, die Nostalgie und positive Gefühle hervorrufen können (z.B. jene Werke von Norman Rockwell), gleichzeitig wird dies alles andere als unkritisch betrachtet, es wird direkt und detailliert hinter die Kulissen geschaut. Ein imposantes Werk von einer der spannendsten und wichtigsten Künstlerinnen unserer Zeit!

Album-Review: https://hicemusic.wordpress.com/august-2019/  (Note: 2,0; mit Potential nach oben; bitte ein wenig herunterscrollen)

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