Vampire Weekend – Father Of The Bride

VÖ: 03.05.2019

Label: Columbia

Genre: (Indie-/Art-/Baroque-)Pop / Indie-Rock / Folk

Normalerweise heißt das noch lange nichts, wenn eine Single gut, aufregend oder herausragend ist. Es ist ja jetzt nicht Neues, wenn ich sage, dass manchmal das dazugehörige Album dann nicht so toll ist, es also nicht das hält, was man sich nach dem Genuss des vorab ausgekoppelten Songs versprochen hat. Gerade im Kontext von Indie-Bands der frühen und mittleren 2000er-Jahre hat sich zum größten Teil auf deren Spätwerken (ca. ab dem dritten) auf ganze Länge ein wenig Ermüdung, in „harten“ Fällen auch Langeweile eingestellt.  Bei den Formationen, die dann so Ende der letzten Dekade im Indie-Bereich aufkamen hat sich oft ja so ab dem zweiten Album dieser Effekt gezeigt. Allerdings gibt es für mich zwei Vertreter, bei denen dies nicht der Fall ist, interessanterweise jene, die damals sich mit dem absolut originellen Experimentieren mit musikalischen Elementen aller Couleur hervortaten (vor allem mit afrikanischen Sounds und Rhythmen): die Foals (die vor kurzem wieder ein tolles Werk mit einer starken Single – Exits –  veröffentlicht haben) und natürlich Vampire Weekend! Formulieren wir es mal so: diese Bands bewegen sich weiterhin auf einem hohen Level – auch auf Album Nummer 5 bzw. 4! Um auf den Anfang dieses Textes zurückzukommen: das vorab zu hörende Harmony Hall von Vampire Weekend hat mich sofort gepackt, ein fantastischer und melodietechnisch  puren Optimismus vermittelnder Hit, schon jetzt ein Highlight aus 2019! Aber: Wie ist das jetzt mit dem Album? Ich habe kurz vor Erscheinen noch die ebenso exzellenten This Life und Unbearably White sowie weitere Lieder gehört, die auf der entsprechenden Single versammelt waren, woraufhin ich einfach nichts anderes als Vorfreude auf die LP Father Of The Bride  empfinden konnte. Ich kann nur sagen, dass meine Erwartungen sogar übertroffen wurden!  Mit Zutaten, die Vampire Weekend seit jeher ausgemacht haben, unter anderem ambitioniertem Songwriting – also hintergründige und smarte Texte und komplexe instrumentelle Arrangements, in denen die unterschiedlichsten Musikgenres dieser Welt zum Ausdruck kommen. Diese resultiert hier erneut in hinreißenden Melodien, die  eine perfekte Balance aus Ambition und Eingängigkeit bieten. Soll mal einer sagen, dass ginge nicht 🙂  Was mich zudem fasziniert: das Album beginnt stark, nimmt dann aber sogar – ganz wie es meine Schwester vor kurzem sinngemäß gesagt hat – zum Ende hin noch einmal ordentlich Tempo auf. Wie kann ein Werk schlecht sein, wenn darauf neben den oben genannten solche starken Songs wie Sunflower und Flower Moon (beide mit Steve Lacy von The Internet!) enthalten sind?!? Eben! Bisher mein klares Highlight-Album 2019!

Note: 1,7

https://www.vampireweekend.com/

 

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4 Antworten zu Vampire Weekend – Father Of The Bride

  1. alessangel schreibt:

    Ciao, dovrò usare il traduttore per leggerti.. Ma prima vorrei ascoltare qualcosa per capire se fai al caso mio…Colgo l’occasione per darti il benvenuto nel mio blog, visto che mi segui… Buon pomeriggio Alessangel

  2. Pingback: 5 Jahre hicemusic! | hicemusic

  3. Pingback: Great 2000’s Indie-/Garage-Rock – Meine weiteren liebsten Alben | hicemusic

  4. Pingback: Foals – Everything Not Saved Will Be Lost – Part 2 | hicemusic

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