The Cinematic Orchestra – To Believe  

VÖ: 15.03.2019

Label: Ninja Tune

Genre:  Nu Jazz / Electronica

Wo ich gerade über das neue Album von Unkle in den Kurzbesprechungen geschrieben habe, ist es ganz passend die Veröffentlichung von einer Band zu thematisieren, die ich vielleicht in einem ähnlichen Klanguniversum verorte. Was aber vielleicht daran liegen kann, dass ich beide zu einer fast gleichen Zeit kennengelernt habe. Das muss so Ende der 1990er oder Anfang der 2000er Jahre gewesen sein, als ein guter Freund meines Vaters immer mal wieder ein paar Alben mitbrachte, unter anderem mit in Electronica-/Ambient-/Downtempo-/(Nu-)Jazz-/Avantgarde-Gefilde reichenden Musik, u.a. von Massive Attack, Nils Petter Molvær, Air, Zero 7, DJ Shadow, Nightmares On Wax, Kruder & Dorfmeister, Archive und eben Unkle sowie The Cinematic Orchestra. Ich meine da ging es um die Songs von den ersten beiden Studioalben der Londoner, Motion (1999) und Every Day (2002) als auch den Soundtrack Man With A Movie Camera (2003), das weiß ich leider nicht mehr genau. Ich fand diese Sounds passten ja genau in die Zeit, als sie ca. ab Mitte der 1990er bis um die Jahrtausendwende absolut in Mode waren. Zu Recht natürlich, das waren spannende Experimente, die sich auch viele andere Genres einverleibten in die oben beschriebene Melange, weit entfernt von „Fahrstuhl-Musik“.  The Cinematic Orchestras Sounds hatten es mir angetan, spätestens mit ihrem dritten Werk Ma Fleur (2007) – mit ihrem wohl bekanntesten Song To Build A Home – konnten sich die Briten sicherlich noch mehr Hörer erschließen. Nun ist also nach 12 Jahre wieder ein reguläres Album erschienen, das mich im Vergleich leider nicht erreichen kann, zumindest bis jetzt. Die Kritiken sind ja vor allem im internationalen Segment ziemlich gut ausgefallen. Ich finde zwar auch, dass – ähnlich wie bei Unkle – die Songs wirklich hochwertig und zeitgemäß produziert sind, im Spannungsfeld von Nu Jazz, Electronica und Ambient, mit Strukturen Klassischer Musik. Dennoch geht in meinen Augen oft ein wenig die Spannung verloren, wenn auch die Melodien gut ins Ohr gehen. Bin ein wenig verunsichert. Ist natürlich nicht schlecht, aber eben auch nicht so fantastisch wie teilweise geschrieben wird. Hm…Was sagt Ihr zu dem Album? Bin gespannt auf Eure Rückmeldungen!

Note: 2,7 (eventuell mit Potential nach oben)

https://www.cinematicorchestra.com/

 

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5 Antworten zu The Cinematic Orchestra – To Believe  

  1. portfuzzle schreibt:

    Hi, Ich kann deine Unschlüssigkeit sehr gut verstehen.
    Auch für mich war „Ma Fleur“ ein tolles Album und die Vorfreude auf ihr neues war gewaltig. Jetzt allerdings setzt die Ernüchterung ein. Das ganze klingt wie ein Spagat zwischen neuen Songs wie „A Caged Bird“ und instrumental Titeln, denen noch das Jahr 2007 anhaftet. Und die nicht so recht passen wollen. Wie ein nicht zu ende gedachter Kompromiss. Man hätte sich für eines von beidem entscheiden sollen.
    Die gute internationale Kritik ist sehr wohlwollend, denn immerhin hat das Cinematic Orchestra einen sehr guten Ruf. Da ist man vorsichtig. Für mich also leider eine Enttäuschung und kein Potential nach oben. Sehr schade das ganze …

  2. Pingback: Album des Monats – März 2019 | hicemusic

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