Suede – The Blue Hour

VÖ: 21.09.2018

Label: Warner

Genre: Alternative- /Art-Rock

In meiner Gastrezension auf der sehr schön gemachten Seite  shutupandvinyl habe ich  über die letzte Platte Night Thoughts (2016) der britischen Band Suede geschrieben, die Ihr ja sicherlich vor allem im Zusammenhang mit Musik bzw. Veröffentlichungen oder sonstigen Erwähnungen kennen werdet, die sich mit dem Genre des Britpop auseinandersetzen und assoziieren lassen. Da gab es Alben, die im Zusammenhang mit ihm bevorzugt genannt werden – genau die ersten drei: einmal das selbstbetitelte Debüt (1993) und natürlich der ein Jahr später veröffentlichte Nachfolger Dog Man Star sowie auch noch Coming Up (1996). Klar, das sind die unvergesslichen Klassiker mit grandiosen Texten, umgesetzt in  Hymnen wie Animal Nitrate, The Wild Ones oder The Beautiful Ones! Sänger Brett Anderson soll noch nie so begeistert davon gewesen sein, dass Suede dem Britpop zugerechnet wird. Da war ja auch sehr viel mehr herauszuhören, die verschiedensten Rockrichtungen (u.a. Glam- und Art-Rock)! Nun, die Musik fiel halt in die Hochzeit des Genres, obwohl Blur und Oasis ja seither mehr Aufmerksamkeit bekommen hatten. Nach dem Zweitling war ja schon Bernard Butler nach diversen Streitigkeiten weg gewesen, prägender Co-Writer von Suede. Dennoch hatte man ohne ihn mit oben erwähntem Drittwerk richtig tolle Musik erschaffen. Ab dann versuchte man sich aber – oft ziemlich verkrampft – sich dem langsam, dann unmittelbar an Bedeutung verlierenden Britpop abzuwenden und sich anderen Stilrichtungen anzunähern, z.B. Dance auf dem 1999er-Album Head Music. In den frühen 2000er Jahren wurde ziemlich kantenloser (Alternative-/Glam-)Rock produziert (auf A New Morning von 2002), dann war die Band Geschichte. Anderson fand sich nochmal recht effektiv, jedoch nur kurz  als The Tears mit Butler zusammen, ab 2010 gab es Suede wieder. Nun ja, für mich ist dies seit jeher leider nicht mehr so groß von Bedeutung gewesen, obwohl die Reaktionen der Kritiker überwiegend positiv ausfielen, sowohl auf Bloodsports (2013) als auch auf besagtes Night Thoughts. Leider muss ich genau dies ebenso in Bezug auf The Blue Hour sagen. Es wird sicherlich angesichts der Frühwerke so sein, dass ich immer zu hohe Erwartungen an den Tag lege. So oder so kann ich einfach nicht mehr viel mit der Musik und den Texten anfangen. Lobenswert ist sicher der Wille zum Experiment, mir gefallen auch einige hymnenhafte, zugegebenermaßen fein instrumentierte Passagen, aber ich finde es nur „ganz nett“. Bin ich da unfair? Was sagt ihr zu dem Album? Auf Eure Kommentare freue ich mich sehr!

Note: 2,7

http://www.suede.co.uk/

 

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5 Antworten zu Suede – The Blue Hour

  1. Pingback: Album des Monats September 2018 | hicemusic

  2. Random Randomsen schreibt:

    „Ganz nett“ trifft es leider nur allzu gut. Das Album ist gut gemacht, kommt aber inhaltlich doch recht harmlos daher. Man hört hier gerne zu, bekommt aber dabei nicht die ganz große Sehnsucht nach einem baldigen Wiederhören.

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