Interpol – Marauder

VÖ: 24.08.2018

Label: Matador

Genre:  Indie-Rock / Post-Punk

Ich habe es schon mehrmals erwähnt, hier bei hicemusic erscheinen in der Kategorie „Kontrovers“ einige von mir eigentlich favorisierte Bands. Es liegt aber irgendwie auch nahe, da man als Fan oder zumindest als wertschätzender Hörer der jeweiligen Musik wohl immer mit ziemlich hohen Erwartungen an das Rezipieren eines neuen Albums herangeht, was in vielen Fällen angesichts eines oder mehrerer exzellenten/exzellenter Vorgänger(s) eine schwierige Aufgabe darstellt. Im Monat August erscheint an dieser Stelle eine mittlerweile zum Trio geschrumpfte, seit 1997 existierende Formation aus New York, Interpol. Diese gehört zu jenen Musikgruppen, die dem Indie-Rock-/Post-Punk-Revival der frühen bis mittleren 2000er Jahre den Stempel aufdrückten. Da gab es zum einen das 2002 erschienene Meisterwerk Turn On The Bright Lights sowie das zwei Jahre später veröffentlichte, nicht minder beeindruckende Antics, die in diesem Zusammenhang immer erwähnt werden sollten (mit Hymnen wie PDA, NYC, Obstacle 1, Slow Hands oder Evil). Mit dem 2007 – also zu einem Zeitpunkt, als die damalige Indie-Rock-/Post-Punk-Welle so langsam an Schwung verlor – produzierten Drittling Our Love To Admire konnte Interpol mich erneut erreichen, ich mochte Songs wie The Heinrich Maneuver oder No. I In Threesome außerordentlich gerne. Nun, die beiden danach veröffentlichten Nachfolger waren sehr gut produziert, hatten auch ihre Momente, boten jedoch ebenso einige Trademark-Sounds, die vor allem die beiden ersten Werke ausgemacht haben. Jetzt besteht für mich die Frage, wie ich Marauder einschätzen soll, denn vor allem die Vorabsingle The Rover zeigte, dass trotz eines immer noch irgendwie gut klingenden Sounds mit wirklichen Innovationen nicht zwanghaft zu rechnen ist, oder wie meine Schwester kürzlich passend zu diesem  sagte, dass man als Band nicht immer den gleichen Song machen dürfe, auch wenn es ein guter  sei. Dieses Problem sehe ich auch für die gesamte Länge der neuen Platte. Gerade zu Anfang klingt mir das zu ähnlich, zu sehr orientiert an den Erfolgen der früheren Zeit. Zum Ende mache ich auch Momente aus, in denen Paul Banks & Co. zumindest zu Teilen zu überraschen verstehen. Aber insgesamt gesehen ist das nicht so richtig zufriedenstellend, gerade weil man generell von Interpol doch mehr erwartet, oder? Sehe ich das falsch? Was haltet ihr von dem neuen Werk? Über Eure Meinungen freue ich mich sehr!

Note: 2,7

http://interpolnyc.com/

 

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8 Antworten zu Interpol – Marauder

  1. Sahneplatten schreibt:

    Hey hicemusic, vielen Dank für deine Einschätzung! Ich bin auch sehr gespannt, habe aber schon eine durchwachsene und kontroverse Rezension in einer Musikzeitschrift gelesen… Ich bewahre mir bei Interpol die, von dir wunderbar herausgestellten, Meisterwerke der frühen Tage. Habe irgendwie Schiss, von neuem enttäuscht zu sein… 😊

  2. Pingback: Album des Monats August 2018 | hicemusic

  3. Stepnwolf schreibt:

    Ist das Kristen Stewart im Video zu „If you really love nothing“?

  4. Pingback: VÖ 180824 – Peters Panorama

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