Helena Hauff – Qualm

VÖ: 03.08.2018

Label: Ninja Tune

Genre:  Electronica / EBM / Industrial

Laut der englischen Wikipedia-Seite (gibt es gar keine deutsche?) sei die Hamburgerin Helena Hauff für „stripped-down techno and electro tracks (…)“ bekannt, die mit analogem Instrumentarium hergestellt würden und ihre Einflüsse aus Acid House, EBM und Industrial zögen. Kann man ja mal bedenkenlos zustimmen.  Die Hamburger Produzentin hat eine entsprechende Ausbildung – genauer gesagt ein Studium in Physik, Systematischer Musikwissenschaft und Kunst – abgelegt, weshalb der künstlerisch hohe Anspruch, den sicherlich nicht nur ich in ihrer Musik ausmache, herzuleiten ist. Hauff hat sich insbesondere infolge ihres künstlerischen Erfolges mit ihrer Debüt-LP Discreet Desires (2015) einen Namen in der nationalen und internationalen Electro-Szene gemacht, unter anderem auf großen, namhaften Festivals gespielt und erst im letzten Dezember war sie die Gewinnerin des BBC Radio 1’s Essential Mix Of The Year. Sie verbindet moderne, ambitionierte Strömungen der elektronischen Musik mit deren Vergangenheit. Das ist durchgehend spannend, sie entlockt ihren Instrumenten (Sythesizern, Samplern etc.) komplexe, fremdartig anmutende Sounds, die gleichzeitig sehr organisch sein können. Von Acid-House über Electronic Body Music bis zu knallhartem Industrial lassen sich allerlei Spuren elektronisch generierter oder geprägter Musik auf Hauffs Zweitling finden, der – ich habe hier bei hicemusic schon öfter über die Großartigkeit des Labels geschrieben – so perfekt zu Ninja Tune passt.  In Sachen Electronica macht denen doch sonst kaum jemand anderer etwas vor. Qualm ist vielleicht insgesamt nicht ganz so groß wie besagtes Discreet Desires, dennoch ist auch der Nachfolger höchst faszinierend, sofern man sich als Hörer darauf einlässt!

Note: 2,0

http://helena-hauff.com/

 

6 Kommentare zu „Helena Hauff – Qualm

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  1. Ich als Techno-Typ der zweiten Generation hätte die Helena auch immer gerne ganz toll gefunden, hatte bisher aber noch nie die Möglichkeit, ein echtes Set in einem Clubvon ihr zu hören – und was es auf Youtube gibt, haut mich einfach nicht um.
    Es ist gut und wichtig dass immer mehr Frauen in der Szene vertreten sind, die auch – wie es bei der Helena der Fall ist – nicht nur ein ganz eigenes Auftreten haben. Sie hat auch einen ganz eigenen Sound. Nur kann ich mit dem nicht besonders viel anfangen. Klingt gut. Kann man ordentlich hören. Zum Tanzen würde es mich eher nerven und für mich geht es halt genau darum.

    1. Vielen Dank für Dein ausführliches Feedback 👍 kann nachvollziehen was Du meinst, die Musik ist sicherlich nicht immer leicht einzuordnen. Das fällt mir ehrlich gesagt auch manchmal schwer. Mir gefällt die Komprimisslosigkeit 👍 viele Grüße

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