Chvrches – Love Is Dead

VÖ: 25.05.2018

Label: Vertigo

Genre: (Synthie-/Indie-)Pop

Ich weiß, dass hier bei hicemusic die Wertungen in der Regel und in der Mehrheit durchweg positiv ausfallen. Das liegt daran, dass ich mir ja auch alle paar Wochen nur die Platten von Acts aussuche, von denen ich mir viel oder zumindest etwas verspreche. Oft ist bei den Veröffentlichungen Musik dabei, die mich grundlegend nicht interessiert, gelegentlich auch von etablierten Künstler/innen und Gruppen, von denen ich mir jedoch nicht viel erhoffe (ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass Ihr mich gerne eines Besseren belehren dürft, mir auch mal Alben vorschlagen dürft, die ich – sofern es die Zeit zulässt – besprechen kann). Nun gut, es gibt ja hier die Rubrik „Kontrovers“, in der schon so einige Acts aufgetaucht sind, die ich grundsätzlich mag, deren Platten mich jedoch enttäuscht haben. Um noch einmal auf den Anfang dieses Textes zu kommen, dass ich grundsätzlich vieles sehr gut bewerte: kommen wir in diesem Zusammenhang doch einmal auf eine Band zu sprechen, um die generell sehr viel Hype veranstaltet wird, deren Alben überaus positiv bewertet werden, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Ich meine das schottische Trio Chvrches. Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache: ich schätze vielleicht die produktionstechnischen Aspekte ihres Sounds, doch emotional haben mich ihre Songs nie wirklich (obwohl es die Texte sicherlich suggerierten) berührt, auch nicht die ihres gefeierten Debüts The Bones Of What You Believe (2013). Klar, es gab auf ihm und auf dem Nachfolger Every Open Eye (2015) Ausnahmen (allen voran The Mother We Share, Sängerin Lauren Mayberry hat auch zugegebenermaßen eine tolle Stimme), doch in der Mehrheit fehlte mir irgendwie etwas Individuelles, einiges klang mir zu „glatt poliert“. Letzteres wird nun Love Is Dead von der Musikpresse vorgeworfen, dem ich leider zustimmen muss. Auch hier gibt es positive Ausreißer, ich mag beispielsweise My Enemy mit The National-Frontmann Matt Berninger, doch vieles ist mir ebenso zu formlos, unterschiedet sich dann kaum von vergleichbaren kraftloseren, massenkompatiblen Charts-Musiken. Was sagt Ihr dazu? Liege ich total falsch und seid Ihr völlig anderer Meinung? Ich würde mich sehr über Eure Äußerungen freuen!

Note: 3,0

http://chvrch.es/

 

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5 Antworten zu Chvrches – Love Is Dead

  1. Random Randomsen schreibt:

    Ich würde ja gerne wohlbegründet widersprechen. Aber leider fehlt das Material zu einer solchen Begründung. Es gibt durchaus einige leckere Zutaten – etwa die Stimme(n) oder etliche Elemente des klanglichen Designs. Vieles wirkt „auf den ersten Lausch“ (oder wie man „auf den ersten Blick“ auch immer bei akustischen Phänomenen ausdrücken mag) durchaus vielversprechend. Aber man wartet leider vergeblich auf den wirklichen musikalischen Nährwert. Keine Gänsehaut. Kein unwiderstehlicher „Replay“-Impuls. :/

    • hicemusic schreibt:

      Wow, vielen Dank für das ausführliche Feedback, das freut mich sehr ☺️👍 da bin ich ja beruhigt, dass ich nicht alleine mit meiner Meinung stehe. Sehr gut geschrieben 👍 viele Grüße

  2. Katinka Bell schreibt:

    Nein du bist nicht allein. Ich kannte sie vorher nicht und bin nach reinhören auch nicht weiter interessiert. Irgendwie hat mich die Sängerin die ganze Zeit auf nervige Weise an Avril Lavigne erinnert.
    Ich glaube man hat sich nicht getraut etwas zu riskieren und ist lieber auf Nummer sicher gegangen um die breite Masse anzusprechen. Da entsteht dann so ein softer Sound, der einem etwas egal ist. Zu weichgewaschen, glatt poliert, wie du schon geschrieben hast.
    Die Musik ist nicht schlecht, aber hinterlässt eben keinen Eindruck.

    • hicemusic schreibt:

      Ja, sehe ich genauso wie Du. Das klingt wirklich so, als wolle man nun eine breitere Masse ansprechen. Ich finde, dass man diesen Vorwurf den Chvrches zuvor nicht machen konnte. Interessanter Vergleich mit Avril Lavigne ☺️👍 vielenDank für Deine Meinung. Liebe Grüße

  3. Pingback: Album des Monats Mai 2018 | hicemusic

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