Drangsal – Zores

VÖ: 27.04.2018

Label: Caroline

Genre: Indie-Pop / New Wave / Post-Punk

Es müsste das erste Mal sein, dass hier in der Kategorie “Kontrovers“ ein Act auftaucht, der von den Kritikern eigentlich relativ bis  sehr gute Wertungen für sein Album erhält. Zumindest habe ich noch keinen Verriss gelesen. Es liegt in diesem Fall an mir,  der gerne einmal erklärt haben möchte, woher die mehrheitliche Begeisterung für Drangsals zweites Album kommt. Das vor 2 Jahren erschienene Debüt des Mittzwanzigers – Harieschaim – hat mir größtenteils gefallen. Insbesondere Allan Align hatte es mit angetan, denn Max Gruber – so der bürgerliche Name von Drangsal – schuf damit einen zwar eindeutig und vornehmlich an den 1980er-New- sowie Dark-Wave-Bands orientierten Pop-Song (dieser war auch mit einer dementsprechenden Klangästhetik  versehen), aber der Künstler machte daraus ja kein Geheimnis, zeigt vielmehr, dass er über eine ausgezeichnete Kenntnis der Musik dieser Dekade verfügt und diese gekonnt in die Gegenwart zu transferieren in der Lage war. Ich kann mir nicht helfen, aber nach dem Debüt verlor ich allmählich das Interesse an Drangsals musikalischem Output.  Die letztjährige Kooperation Keine Angst mit Casper erachtete ich beispielsweise als lange nicht so spannend wie viele Andere. Ähnliche Eindrücke habe ich bei Zores. Es ist relativ schnell klar, dass Drangsal sich erneut den 1980er Jahren widmet, nun vor allem sich klangästhetisch auf das Frühwerk der Ärzte konzentriert (aber auch weiterhin an oben genannten Dark- und New-Wave-Bands sowie der „Neuen Deutschen Welle“). Nun ja, das hat schon seinen Charme, die Texte, die der Künstler wählt, werden ebenso sicher und verdientermaßen Anklang bei einigen Hörern finden, wenn er sie so ehrlich und direkt präsentiert. Da finden sich auf jeden Fall auch interessante Passagen auf Zores – schlecht ist das keinesfalls! –, aber so richtig packt es mich dennoch nicht. Wie findet Ihr das Album? Über Euer Feedback würde ich mich sehr freuen!

Note: 3,0

http://www.drangs.al/

 

Dieser Beitrag wurde unter Alben, Allgemein, D, Drangsal, Künstler A-Z, Kontrovers abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Drangsal – Zores

  1. Pingback: Album des Monats April 2018 | hicemusic

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.