Isolation Berlin – Vergifte dich

VÖ: 23.02.2018

Label: Staatsakt

Genre:  Indie-Rock/-Pop, Post-Punk

Manchmal bin ich wirklich simpel gestrickt… Ja, ich weiß, selbigen Satzanfang habe ich schon an den Anfang der Rhye-Rezension gesetzt, aber hier passt es erneut. Denn diesmal kann man sich aber wohl nur am Kopf kratzen. Vor allem, ist der Vorfall erst jüngst geschehen, als ich die neue Platte von Isolation Berlin hörte. Ich dachte mir, dass die Hauptstädter ja nur wenig aufregende ruhige Songs aufgenommen hätten, ich war nicht sonderlich angetan. Nur wäre es eventuell ratsam gewesen, wenn ich die Musik auf der Anlage etwas lauter gedreht hätte und mich vielleicht mehr den Klängen und Texten gewidmet hätte statt mich dabei auch noch der Gartenarbeit zu widmen. Nun ja, glücklicherweise habe ich Vergifte dich seitdem noch einige Male aufmerksamer gehört. Denn sonst hätte ich das Album nicht als solches geschätzt was es wirklich ist: absolut wundervoll! Isolation Berlin, deren letzten Veröffentlichungen – LPs, EPs, Singles (ich sage nur Annabelle!) – wirklich feinsten deutschen Indie-Pop/-Rock (garniert mit anderen Zutaten aus Punk u.a.) aufboten, widmen sich in ihren Texten Alltagsthemen aus unterschiedlichsten Perspektiven. Dabei wird es nicht nur bitter, zynisch oder pessimistisch, sondern es wird ebenso Lebensfreude, Witz und Scharfsinn versprüht. Die Musik ist dabei – ganz anders als ich es bei der oben beschriebenen „Hörsession“ vermutet hatte – so vielseitig angelegt (es gibt u.a. großartige Ausflüge in Post-Punk/No Wave-Gefilde), dass man den Mannen um Sänger Tobias Bamborschke nur höchsten Respekt zollen sollte. Bei all den Vorbildern, die sich hier eventuell ausmachen lassen (von Element Of Crime über Rio Reiser, Tocotronic oder auch Fehlfarben) ist das doch sehr höchst eigenständig, Isolation Berlin bieten fantastischen, jederzeit charmanten Indie-Rock, lasst Euch ruhig darauf ein!

Note: 2,0 (mit Potential nach oben)

https://staatsakt.hanseplatte.de/kuenstlerinnen-und-kuenstler/isolation-berlin

 

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