Album des Monats – Februar 2018

Ihr habt das Album des Monats Februar 2018 gewählt.

Sieger ist: Poppy Ackroyd – Resolve 

Ein Novum bei hicemusic, ein Album aus der experimentellen Klassik als Album des Monats Februar! Eine ausgesprochen gute Wahl von Euch!

 

 

So wurde gewählt:

1.  Poppy Ackroyd – Resolve 

2. Rhye – Blood

3. MGMT – Little Dark Age

 

Vielen lieben Dank für die Teilnahme!

Album des Monats Februar 2018

Wählt bis zum 10.03. das Album des Monats Februar 2018!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats Februar 2018“  wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden.

Ihr urteilt über die Umfrage „Wie bewertest Du die Musik?“. Das Album mit den besten Werten, also idealerweise mit dem Urteil „Großartig“, gewinnt (je mehr Nennungen, desto besser).

Zur Wahl stehen folgende Alben:

Franz Ferdinand – Always Ascending

Isolation Berlin – Vergifte dich

MGMT – Little Dark Age

Rhye – Blood

Sowie aus den Kurzbesprechungen unter:

https://hicemusic.wordpress.com/februar-2018/

Poppy Ackroyd – Resolve

And The Golden Choir – Breaking With Habits

Joan As Police Woman – Damned Devotion

U.S. Girls – In A Poem Unlimited

 

Viel Spaß beim Wählen!

Franz Ferdinand – Always Ascending

VÖ: 09.02.2018

Label: Domino

Genre: Indie-Rock / Dance-Punk

Die Kritiken zum neuen Album der Schotten sind in der Mehrheit positiv, insbesondere in der internationalen Musikpresse. Hierzulande ist man da eher gespaltener Meinung, was ich ehrlich gesagt nicht verwunderlich finde. Versteht mich bitte nicht falsch, Franz Ferdinand gehören zu meinen persönlichen Lieblingsbands, dank ihres einzigartigen selbstbetitelten Debüts aus dem Jahr 2004 (mit unsterblichen Songs wie Take Me Out, Darts Of Pleasure, This Fire, Jacqueline etc.). Ihren an die Beatles gemahnenden Nachfolger You Could Have It So Much Better (2005) liebe ich ebenso! Im Zusammenhang mit dem dritten Werk Tonight: Franz Ferdinand (2009) erinnere ich mich, dass bei einer Kölner Live-Show die Zuschauer mehrheitlich „irritiert“ waren angesichts der  Electro-Elemente. Dabei fand ich es eigentlich begrüßenswert, dass neue Ansätze im  Bandsound-Kontext ausprobiert wurden. Denn das letzte Album Right Thoughts, Right Words, Right Action (2013) hat meiner Ansicht nach – bei allen Bemühungen – doch zu sehr wieder an vergangene Tage angeknüpft, ohne dass wirklich Neues beigesteuert wurde. Die zwei Jahre später entstandene Kooperation mit den Vorbildern von Sparks als FFS hat da wesentlich mehr Spaß bereitet. Jetzt also LP Nummer 5 (übrigens das erste ohne Gründungsmitglied Nick McCarthy), die mich erneut nicht richtig packt. Komisch finde ich in diesem Zusammenhang, dass in einigen Reviews vor allem die zweite Hälfte gelobt wird. Ich finde insbesondere den Schluss (ab Track 07: Huck And Jim) wenig aufregend, während mir die ersten sechs Songs einigermaßen zusagen, dort sind wenigstens ein paar experimentellere Ansätze feststellbar. Nun ja, ich bin leider insgesamt betrachtet nicht so richtig überzeugt. Wie ist Eure Meinung dazu? Gefällt die Platte euch oder eher nicht? Auf Euer Feedback bin ich sehr gespannt!

Note: 3,0        

http://franzferdinand.com/

 

Isolation Berlin – Vergifte dich

VÖ: 23.02.2018

Label: Staatsakt

Genre:  Indie-Rock/-Pop, Post-Punk

Manchmal bin ich wirklich simpel gestrickt… Ja, ich weiß, selbigen Satzanfang habe ich schon an den Anfang der Rhye-Rezension gesetzt, aber hier passt es erneut. Denn diesmal kann man sich aber wohl nur am Kopf kratzen. Vor allem, ist der Vorfall erst jüngst geschehen, als ich die neue Platte von Isolation Berlin hörte. Ich dachte mir, dass die Hauptstädter ja nur wenig aufregende ruhige Songs aufgenommen hätten, ich war nicht sonderlich angetan. Nur wäre es eventuell ratsam gewesen, wenn ich die Musik auf der Anlage etwas lauter gedreht hätte und mich vielleicht mehr den Klängen und Texten gewidmet hätte statt mich dabei auch noch der Gartenarbeit zu widmen. Nun ja, glücklicherweise habe ich Vergifte dich seitdem noch einige Male aufmerksamer gehört. Denn sonst hätte ich das Album nicht als solches geschätzt was es wirklich ist: absolut wundervoll! Isolation Berlin, deren letzten Veröffentlichungen – LPs, EPs, Singles (ich sage nur Annabelle!) – wirklich feinsten deutschen Indie-Pop/-Rock (garniert mit anderen Zutaten aus Punk u.a.) aufboten, widmen sich in ihren Texten Alltagsthemen aus unterschiedlichsten Perspektiven. Dabei wird es nicht nur bitter, zynisch oder pessimistisch, sondern es wird ebenso Lebensfreude, Witz und Scharfsinn versprüht. Die Musik ist dabei – ganz anders als ich es bei der oben beschriebenen „Hörsession“ vermutet hatte – so vielseitig angelegt (es gibt u.a. großartige Ausflüge in Post-Punk/No Wave-Gefilde), dass man den Mannen um Sänger Tobias Bamborschke nur höchsten Respekt zollen sollte. Bei all den Vorbildern, die sich hier eventuell ausmachen lassen (von Element Of Crime über Rio Reiser, Tocotronic oder auch Fehlfarben) ist das doch sehr höchst eigenständig, Isolation Berlin bieten fantastischen, jederzeit charmanten Indie-Rock, lasst Euch ruhig darauf ein!

Note: 2,0 (mit Potential nach oben)

https://staatsakt.hanseplatte.de/kuenstlerinnen-und-kuenstler/isolation-berlin

 

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.

Nach oben ↑