N.E.R.D. – No One Ever Really Dies

VÖ: 15.12.2017

Label:  Columbia

Genre:  Hip-Hop / Funk / R&B

Für mich persönlich stellte es schon eine sehr positive Nachricht dar, dass dieses Comeback verkündet wurde. Es bezieht sich ja natürlich ausschließlich auf diese Band im Gesamten, nicht um das zweifellos bekannteste Gesicht von ihr: Pharrell Williams. Klar, wer muss diesen Mann schon vorstellen?!? Wo war er denn nicht dabei? Er ist auf jeden Fall eine der präsentesten Musiker der letzten Jahre, nicht nur wegen Get Lucky, Blurred Lines, Happy oder zuletzt Feels. Einige seiner eigenen Produktionen sowie Kollaborationen waren okay, manches hinterließ meiner Meinung jedoch auch einen eher mäßigen Eindruck. Meine Vorfreude bezog sich wie bereits erwähnt auf ein Kollektiv mit dem 44-Jährigen, nämlich das Projekt N.E.R.D. , das er mit Shay Haley und Chad Hugo bildete. Letzterer sollte da noch einmal gesondert hervorgehoben werden, denn er ist seit 1992 mit Williams ebenso als The Neptunes aktiv, nachweislich die wichtigsten Produzenten der 1990/2000er-Jahre (neben Timbaland, Missy Elliott u.a.). Es würde hier jetzt den Rahmen sprengen, wenn auf ihre Arbeiten konkret eingegangen würde. Besagte Williams und Hugo gründeten im Jahr 1999 N.E.R.D., um sich noch eingehender mit verschiedenen Genres zu beschäftigen und auf hohem Produktionslevel zu experimentieren. In diesem Zusammenhang entstand 2001 das fantastische Rap/Funk-Rock-Debüt In Search Of… (2001) mit Power-Songs wie Lapdance, Rock Star, Truth Or Dare, Provider uvm. Der Nachfolger Fly Or Die (2004) überzeugte mich erneut, hatte er doch Kaliber wie She Wants To Move zu bieten. Eines muss ich jedoch auch zugeben: das Comeback erfolgt nun nach 7 langen Jahren. Mir kam die kreative Pause jedoch noch viel länger vor, ich bin ehrlich gesagt von fast eineinhalb Dekaden ausgegangen (eben seit Fly Or Die). Ich hatte Seeing Sounds (2008) und Nothing (2010) total vergessen (die Band veröffentlichte die beiden Tonträger nach einer kurzen Trennungsphase), die ich allerdings ohnehin nicht besonders gut fand. Nun also No One Ever Really Dies (selbstbeititelt, da es ausgeschrieben für N.E.R.D. steht), von dem – so finde ich – mit der Single Lemon, gefeatured von einer richtig gut aufgelegten Rihanna, ein absolut vielversprechender Vorbote ausgekoppelt wurde. Was ist nun zum Album zu sagen? Die Kritiken sind ja eher gemischt, vor allem in deutschen (Musik-)Zeitungen/Zeitschriften. Die Welt schreibt beispielsweise: „Ein fast völlig unhörbares Meisterwerk“, Intro hat quasi nichts Positives zu berichten, der Spex-Autor Niklas Fucks hebt die Überdrehtheit des Werks hervor, stellt sie jedoch immerhin nicht ausschließlich in ein negatives Licht. Ich finde ebenso ein paar Momente vor, die enervierend wirken, bin aber vom produktionstechnischen Standard der Platte überwiegend begeistert. Es gibt zudem neben Rihanna weitere namhafte Features (Outkasts André 3000, Kendrick Lamar, M.I.A. , Future und sogar Ed Sheeran u.a.), die größtenteils funktionieren. Also ich bin überzeugt! Was haltet ihr von dem Album? Ich freue mich über Eure Kommentare!

Note: 2,3

http://www.nooneeverreallydies.com/

 

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3 Antworten zu N.E.R.D. – No One Ever Really Dies

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