Wiki – No Mountains In Manhattan

VÖ: 08.12.2017

Label: XL

Genre:  Hip-Hop

Wiki ist der Künstlername von Patrick Morales, einem 24-jährigen Rapper und Producer aus New York City, der im Vorfeld seiner nun endlich erscheinenden Debüt-Studio-LP schon die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen konnte (er war auch schon unter den verschiedensten originellen Pseudonymen unterwegs, neben Wiki u.a. als Wise Kindergarten, Wik, Wikset und Wikity Wikset). Gilt ja jetzt nicht nur für seine Soloarbeiten, es wird sicherlich Kenner der dortigen Hip-Hop-Szene geben, die ihn als Teil der  (wieder aufgelösten) Ratking kennen, die er zuletzt mit Sporting Life führte (Racerra, Ramon und vor allem Mitgründer Hak hatten die Band bereits vorher verlassen). Ihre erste EP Wiki93 (2012) brachte ihnen einen Vertrag bei XL Recordings ein, es folgte eine LP – So It Goes in 2014 (an dem unter anderem auch King Krule produktionstechnisch beteiligt war) –,  eine weitere EP (700-Fill) – und dann war Schluss! Schade, denn die musikalischen Aktivitäten  waren in kreativer Hinsicht ertragreich (ihre Klänge wurden auch als „left-field hip-hop“ bezeichnet). Die Band machte beispielsweise keinen Hehl aus ihrer Liebe für den Wu-Tang Clan (was ja andererseits doch naheliegend erscheint) als auch Suicide und Animal Collective (letztere beiden erklärten die Punk- und weiteren Experimental-Elemente in ihrem Sound). Live war man mit interessanten Acts wie den Death Grips, Run The Jewels, Earl Sweatshirt oder Skepta unterwegs. Nun ja, das ist die Vergangenheit, jetzt kümmert sich Wiki in Solofunktion neben seinem gegenwärtigen Engagement bei Secret Circle (eine Band mit Antwon und Lil Ugly Mane) darum, dem Hip-Hop seiner Heimatstadt weitere innovative Strukturen zu verpassen. Er beschäftigt sich mit den verschiedensten Themen, vor allen den persönlichen, insbesondere der Suche nach der eigenen Identität, seinen persönlichen Wurzeln (Wiki hat diese zum Beispiel in Puerto Rico und Irland). Natürlich wird generell so ziemlich alles ausführlich beleuchtet, was mit New York zu tun hat, was diese Stadt berühmt gemacht hat. Insgesamt ist eine wunderbar kraftvolle Produktion (Kaytranada mischte beispielsweise mit) herausgekommen, die tolle Gäste aufbietet (u.a. Ex-Wu-Tang Clan Ghostface Killah) und unter anderem mit einer exquisiten Sample-Auswahl glänzt!

Note: 2,0

http://wikset.nyc/

 

N.E.R.D. – No One Ever Really Dies

VÖ: 15.12.2017

Label:  Columbia

Genre:  Hip-Hop / Funk / R&B

Für mich persönlich stellte es schon eine sehr positive Nachricht dar, dass dieses Comeback verkündet wurde. Es bezieht sich ja natürlich ausschließlich auf diese Band im Gesamten, nicht um das zweifellos bekannteste Gesicht von ihr: Pharrell Williams. Klar, wer muss diesen Mann schon vorstellen?!? Wo war er denn nicht dabei? Er ist auf jeden Fall eine der präsentesten Musiker der letzten Jahre, nicht nur wegen Get Lucky, Blurred Lines, Happy oder zuletzt Feels. Einige seiner eigenen Produktionen sowie Kollaborationen waren okay, manches hinterließ meiner Meinung jedoch auch einen eher mäßigen Eindruck. Meine Vorfreude bezog sich wie bereits erwähnt auf ein Kollektiv mit dem 44-Jährigen, nämlich das Projekt N.E.R.D. , das er mit Shay Haley und Chad Hugo bildete. Letzterer sollte da noch einmal gesondert hervorgehoben werden, denn er ist seit 1992 mit Williams ebenso als The Neptunes aktiv, nachweislich die wichtigsten Produzenten der 1990/2000er-Jahre (neben Timbaland, Missy Elliott u.a.). Es würde hier jetzt den Rahmen sprengen, wenn auf ihre Arbeiten konkret eingegangen würde. Besagte Williams und Hugo gründeten im Jahr 1999 N.E.R.D., um sich noch eingehender mit verschiedenen Genres zu beschäftigen und auf hohem Produktionslevel zu experimentieren. In diesem Zusammenhang entstand 2001 das fantastische Rap/Funk-Rock-Debüt In Search Of… (2001) mit Power-Songs wie Lapdance, Rock Star, Truth Or Dare, Provider uvm. Der Nachfolger Fly Or Die (2004) überzeugte mich erneut, hatte er doch Kaliber wie She Wants To Move zu bieten. Eines muss ich jedoch auch zugeben: das Comeback erfolgt nun nach 7 langen Jahren. Mir kam die kreative Pause jedoch noch viel länger vor, ich bin ehrlich gesagt von fast eineinhalb Dekaden ausgegangen (eben seit Fly Or Die). Ich hatte Seeing Sounds (2008) und Nothing (2010) total vergessen (die Band veröffentlichte die beiden Tonträger nach einer kurzen Trennungsphase), die ich allerdings ohnehin nicht besonders gut fand. Nun also No One Ever Really Dies (selbstbeititelt, da es ausgeschrieben für N.E.R.D. steht), von dem – so finde ich – mit der Single Lemon, gefeatured von einer richtig gut aufgelegten Rihanna, ein absolut vielversprechender Vorbote ausgekoppelt wurde. Was ist nun zum Album zu sagen? Die Kritiken sind ja eher gemischt, vor allem in deutschen (Musik-)Zeitungen/Zeitschriften. Die Welt schreibt beispielsweise: „Ein fast völlig unhörbares Meisterwerk“, Intro hat quasi nichts Positives zu berichten, der Spex-Autor Niklas Fucks hebt die Überdrehtheit des Werks hervor, stellt sie jedoch immerhin nicht ausschließlich in ein negatives Licht. Ich finde ebenso ein paar Momente vor, die enervierend wirken, bin aber vom produktionstechnischen Standard der Platte überwiegend begeistert. Es gibt zudem neben Rihanna weitere namhafte Features (Outkasts André 3000, Kendrick Lamar, M.I.A. , Future und sogar Ed Sheeran u.a.), die größtenteils funktionieren. Also ich bin überzeugt! Was haltet ihr von dem Album? Ich freue mich über Eure Kommentare!

Note: 2,3

http://www.nooneeverreallydies.com/

 

Album des Monats – November

Ihr habt das Album des Monats November gewählt.

Siegerin ist: Björk – Utopia

Schon wieder können wir einer großartigen Künstlerin zum Album des Monats gratulieren. Nach Chelsea Wolfe und Mélanie De Biasio nun also Björk! Was soll man sagen? Nur das: erneut eine super Wahl von Euch!

 

 

 

So wurde gewählt:

  1. Björk – Utopia

2. Dillon – Kind

3. Morrissey – Low In High School

 

Vielen lieben Dank für die rege Teilnahme!

Album des Monats November

Wählt bis zum 08.12. das Album des Monats November!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats November“  wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden.

Ihr urteilt über die Umfrage „Wie bewertest Du die Musik?“. Das Album mit den besten Werten, also idealerweise mit dem Urteil „Großartig“, gewinnt (je mehr Nennungen, desto besser).

Zur Wahl stehen folgende Alben:

Björk – Utopia

Dillon – Kind

The Grizzled Mighty – Crooked Little Fingers

Morrissey – Low In High School

 

Sowie aus den Kurzbesprechungen unter:

https://hicemusic.wordpress.com/november-2017/

Shamir – Revelations

Charlotte Gainsbourg – Rest

Sharon Jones & The Dap-Kings – Soul Of A Woman

Noel Gallagher’s High Flying Birds – Who Built The Moon?

Anna Ternheim – All The Way To Rio

 

Viel Spaß beim Wählen!

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑