John Maus – Screen Memories

VÖ: 27.10.2017

Label: Domino

Genre: Avant-/Experimental-/Synthie-Pop

Ist ja schon eine echt gute Adresse, dieses California Institute Of The Arts (abgekürzt: CalArts)! Muss man sich mal nur zu Gemüte führen, wer dort im Allgemeinen schon studiert oder gelehrt hat (hier die Liste von Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_California_Institute_of_the_Arts_people). Tim Burton, John Lasseter, Klaus vom Bruch, Ed Harris, Frank Darabont, ja sogar David Hasselhoff finden sich unter anderem darunter. Natürlich gibt es da auch einige Musiker, zum Beispiel drei Persönlichkeiten, deren Wirken im Pop in den letzten Jahren nachhaltig Eindruck hinterlassen hat. Für mich zumindest erscheint es nicht überraschend, dass Julia Holter dort war, wie auch Ariel Pink und John Maus. Die beiden Letztgenannten studierten und musizierten dort zusammen. Allen drei erwähnten Persönlichkeiten gemein ist der Anspruch, die Popmusik mit der Avantgarde zu vereinen, möglichst viele Elemente in Einklang zu bringen, daraus einen individuellen Stil zu entwickeln. So kann man vom „Avant-Pop“ sprechen, der bei den Kritikern allgemein sehr gut ankam. Für mich völlig nachvollziehbar. Wobei erwähnt werden sollte, dass John Maus zunächst – als dieser Mitte des letzten Jahrzehnts seine ersten Solo-LPs produzierte – für seine Musik eher mäßige Bewertungen erhielt. Da kam/kommt so einiges an Stilrichtungen zusammen: Synthie-/Psychedelic-Pop, Dark Wave, Post-Punk, Lo-Fi, ja sogar Elemente aus Mittelalter-, Renaissance- und Barockmusik. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass John Maus und seine Sounds in bestimmten Kreisen über die Jahre Kultstatus  erhielten. Den Kritikern wurde dann spätestens mit We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves (2011, mit dem fantastischen Hey Moon) oder der Compilation A Collection Of Rarities And Previously Unreleased Material (2012) klar, dass der 37-Jährige wirklich einzigartige Sounds zu produzieren versteht, sich thematisch eindrucksvoll mit philosophischen Fragen auseinandersetzt. Mir ist natürlich bewusst, dass das nicht jedermanns Sache ist, man erst einmal Zeit braucht, sich mit dem Dargebotenen auseinanderzusetzen. Auch mir fällt das ehrlich gesagt manchmal schwer, ich habe dennoch ein Faible für diese Musik, was mir wieder bei der Rezeption seines endlich erscheinenden neuen Albums Screen Memories bewusst wird. Komplex instrumentiert, manchmal düster und fortwährend voller Überraschungen!

Note: 2,0 (mit Potential nach oben)

http://johnma.us/

 

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