Beck – Colors

VÖ: 13.10.2017

Label:  Capitol

Genre: (Experimental-)Pop / Dance-Rock

Alte Helden: Der gute Beck Hansen hat jeglichen Respekt verdient, was seine musikalische Karriere angeht. Jeder kennt sein Loser, das der Slacker-Bewegung der frühen bis mittleren 1990er Jahre seinen Stempel aufdrückte, aber auch heute noch bedenkenlos auf jeder Party aufgelegt, in jede Radio-Playlist aufgenommen werden kann. Das zugehörige Album  war insgesamt ein ausgesprochen gutes Studio-Debüt, das beispielsweise das Guitar World-Magazin zu den „Superunknown: 50 Iconic Albums That Defined 1994“ zählte. 1996 folgte dann das ultimative Statement des Künstlers, das stilistisch vielseitige, eklektische Alternative-Rock-/Pop-Meisterstück Odelay, das so großartige Songs wie Where It’s At, Devils Haircut, The New Pollution oder Jack-Ass (genau, das mit dem Them-Sample) aufbot. Die nachfolgenden Werke von Beck waren weiterhin super, egal ob Mutations (1998), Midnite Vultures (1999) oder das emotional-introvertierte Sea Change (2002). Danach beginnt jedoch eine Phase in seiner Diskografie, über die man gewiss unterschiedlicher Meinung sein darf. Guero (2005) und The Information (2006) fand ich persönlich okay, das von Danger Mouse produzierte Modern Guilt (2008) sogar ziemlich klasse, aber danach, naja. Wurden alle genannten Alben ab 2005 von der Kritik ohnehin zwiegespalten aufgenommen, empfand ich das an Sea Change angelehnte Morning Phase als eine schwächere Version von eben jenem Werk. Das neue – Colors – ist hingegen eine wenig überzeugende Ausgabe seines Expermental-Pop/-Rock-Outputs à la Odelay oder Midnite Vultures. Es ist klar, Beck versucht sich am Pop der Gegenwart, nimmt viele zeitgenössische Elemente in seinen Sound auf, es wirkt meiner Meinung nach auf Albumlänge irgendwie zerstückelt, in seiner Gesamtheit nicht kohärent. Er nimmt ältere Songs mit auf den Tonträger (Wow oder Dreams, letzteres hier in einer wenig sinnvollen Neuabmischung), die kaum passen oder andere Songs beginnen vielversprechend (z.B. Dear Life), sind dann aber nicht so toll, wie sie zu sein scheinen. Die Kritiker sind teilweise doch recht angetan von Colors, andere wiederum sind maßlos enttäuscht. Mir geht es wie Letztgenannten. Für mich wirkt das alles seelen-, ja ich muss es so sagen: lieblos. Schade, denn Beck als Künstler schätze ich sehr! Was sagt Ihr zu dem Album?  Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Note: 4,0

http://www.beck.com/

 

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3 Antworten zu Beck – Colors

  1. silviadeangelis40d schreibt:

    Notizie interessanti su recenti composizioni musicali
    Un saluto,silvia

  2. Pingback: Album des Monats Oktober | hicemusic

  3. Pingback: Beck – Hyperspace | hicemusic

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