Spotlight On: Slothrust

PhotoCredit: Shervin Lainez

“Listen to songs by Slothrust, and you’ll hear aggressive sounds that hearken back to early ’90s rock bands like Nirvana and Dinosaur Jr. Listen more closely, and you’ll also hear elements of the blues that the band’s members learned when they met in their college’s jazz program.“ – NPR MUSIC

Neues Album: Everyone Else (VÖ: 06.10.2017)

Infos zu: Slothrust

Genre: Alternative-/Garage-Rock

Die Musik des US-Trios wird im Pressetext folgendermaßen beschrieben: man habe es hier mit „Blues-Grunge“ zu tun. Es macht deutlich, dass es hier eine interessante Kombination aus alternativen Rock-Formen zu hören gibt, die mit anderen Stilen – u.a. Pop, Jazz – kombiniert werden, die Sounds also insgesamt nicht auf eine bestimmte Richtung festgelegt sind. Leah Wellbaum (Gesang, Gitarre), Kyle Bann (Bass) und Will Gorin (Schlagzeug) haben sich in den USA  schon einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet, auch über New York hinaus, wo Slothrust jahrelang durch die Clubs tourten. 2012 gab es die erste, vielbeachtete LP – Feels Your Pain –, auf dem bereits eine spannende Mixtur aus Blues-Rock und Jazz aufgeboten wurde, das Potential ihrer Musik markant zum Ausdruck kam.  Darauf gab es unter anderem den Song 7:30 am zu hören, der in der Titelsequenz der  US-amerikanischen Comedy-Serie You’re The Worst gefeatured wird. Nach dem nicht weniger spannenden Nachfolger Of Yourse You Do, der neben einer neueren Version des TV-Show-Hits weitere tolle, modern produzierte Songs enthält, erscheint im Oktober nun endlich das dritte Album Everyone Else hier in Deutschland. Eine großartige Nachricht ist zudem, dass Slothrust als Support von Manchester Orchestra auch hierzulande live zu sehen sein werden, die genauen Daten findet ihr unten!

Im Vorfeld des Releases habe ich Sängerin Leah Wellbaum befragt, unter anderem zu ihrer Band und Musik sowie  den Themen, die sie bewegen! Ich kann Euch versprechen, es ist sehr spannend!

 

Interview

  1. Eure Band wurde in New York gegründet, aber nach einigen Jahren hast Du geplant, nach Los Angeles, Kalifornien zu ziehen. Was war Deine Motivation? Kannst Du uns etwas über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Musik-Szenen erzählen?

New York ist eine verblüffende Stadt für angehende musikalische Künstler/innen, weil sich dort eine Menge Clubs befinden und man mehrere Nächte pro Woche auftreten kann. Wir haben das einige Jahre getan und es war großartig, aber als wir ein bekannterer Act wurden, begannen wir mehr zu touren, anstatt unaufhörlich unsere Heimatstadt zu bespielen. Los Angeles ist eine riesige Stadt mit einer Menge Platz. Dort wo ich in New York lebte, war es oft sehr laut und vollgestopft mit Menschen. Was mich betrifft, ich finde, mehr Platz und Ruhe tragen zu einem besseren Leben und einem schöpferischen Umfeld bei.

  1. Euer neues Album Everyone Else wird hier am 06. Oktober veröffentlicht. Kannst Du in Deinen eigenen Worten beschreiben, was musikalisch zu erwarten ist? Gibt es markante Änderungen bezüglich des Sounds im Vergleich zu Euren vorherigen Veröffentlichungen?

Ich denke, Everyone Else hat eine andere Art Flow als Of Course You Do oder Feels Your Pain. Es ist auch thematisch wortgetreuer. Wir haben bei diesem Album viel Zeit mit der Feinabstimmung der Sounds und dem Experimentieren mit verschiedenen Versionen dieser Songs verbracht. Ihr könnt ein Album erwarten, bei dem wir mit Herz und Verstand vorangegangen sind.

  1. Wer sind Eure Vorbilder? Hat jemand von ihnen einen besonders großen Einfluss auf Eure Sounds, speziell jenem auf Eurer neuen Platte?

„Vorbild“ ist ein komplizierter Begriff für mich, weil viele Musiker/innen, zu denen wir aufgeblickt haben, nicht zwangsläufig ausgeglichene Menschen sind, so wie wir gerne sein wollen. Es ist wirklich herzzerreißend, wie viele Musiker/innen unter unbehandelten psychischen Krankheiten und Drogenabhängigkeit leiden. Die Menschen übersehen dies häufig – dies ist auf jeden Fall ein kompliziertes Thema. Davon abgesehen, ich liebe die Karriere und die Musik von PJ Harvey, Jenny Lewis und Patti Smith. Ich liebe auch Instrumentalmusik, wie die von John Fahey und Chopin.

  1. Welche Themen behandelt Ihr in euren Texten? Sind aktuelle gesellschaftspolitische Bezüge zu finden?

Ein Großteil dieses Albums handelt von Gewässern, Träumen und verschiedenen Zuständen des Bewusstseins. Grundsätzlich befasst sich viel in meiner Musik mit Gender, Queer, Psychohygiene und wie es ist, damit zu leben, auf welche Weise diese Dinge in einer Gesellschaft aufbereitet werden, die nicht auf diese ausgerichtet ist.  Ich glaube nicht zwangsläufig, dass alle Menschen unsere Musik nach dem ersten Hördurchgang so interpretieren werden, aber für mich war dies alles immer da.

  1. Ab Oktober werdet Ihr auf Tour nach Deutschland kommen. Gibt es hierzulande Bands (egal ob diese noch aktiv sind oder nicht), die Euch ein Begriff sind, deren Musik Ihr besonders schätzt?

Ich bin nicht besonders vertraut mit deutschen Künstlern/innen! Ich bin mal dem Synthesizer-Spieler von Rammstein in der High School begegnet, haha. Ich freue mich, mehr darüber zu erfahren.

 

Vielen Dank für das Interview!

 

Video

Aus dem neuen Album Everyone Else vorab drei Songs mit tollen Videos!

 

Ein älteres Video zum Song Crockpot aus dem Vorgänger Of Course You Do (2014):

 

Audio

Das ganze Album vorab bei Soundcloud:

 

Tour

Slothrust kommen im Oktober nach Deutschland. Hier die drei Termine!

30. OKT – Köln, DE @ Gebaude 9
03. NOV – Berlin, DE @ Franz
04. NOV – Hamburg, DE @ Molotow

 

Web

http://www.slothrust.com/

https://www.facebook.com/Slothrust/

 

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4 Antworten zu Spotlight On: Slothrust

  1. Stepnwolf schreibt:

    Das Album kommt jetzt erst hier raus? Das rotierte schon vor Monaten bei mir im Player (USA-Import sei Dank). Großartige Band! 🙂

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