The National – Sleep Well Beast

VÖ: 08.09.2017

Label: 4AD

Genre: Indie-/Alternative-Rock

Ich bin erleichtert! 4 Jahre kommen mir dann doch immer länger vor, als ich ohnehin schon befürchte, obwohl diese Zeitspanne zwischen dem Release zweier LPs im Musikbusiness keine Ausnahmeerscheinung mehr darstellt. So ewig ist es auf jeden Fall her, als The National ihre letzte Platte – das mal wieder einige Hymnen bereithaltende Trouble Will Find Me (Demons, I Need My Girl u.a.) – veröffentlichten. Seitdem hat sich ja bandintern einiges getan, die Mitglieder hatten andere Projekte initiiert bzw. weiter geführt, nicht nur Frontmann Matt Berninger. Da gab es unter anderem EL VY, LNZNDRF, die Pfarmers etc., in denen sich ebenso die anderen Mitglieder engagierten, zuletzt hatte ja Bryce Dessner dieses Vorhaben, ein Konzeptalbum über Planeten zu schreiben, mit Nico Muhly, Sufjan Stevens und James McAlister in die Tat umgesetzt. Manches funktionierte, manches eher weniger. Über die Hauptband lässt sich jedoch einfach nicht meckern, wenn dann nur auf hohem Niveau. The National hat in der Frühphase schon beachtenswerte Tonträger produziert, spätestens mit Boxer (2007) dann in künstlerischer Hinsicht den Durchbruch geschafft, mit jenen Hymnen, für die man die Formation aus Cincinnati so liebt. Ich sage nur Fake Empire! Für mich zählen der Song sowie das dazu gehörige Album ungelogen zu meinen absoluten Favoriten des letzten Jahrzehnts. Genauso bin ich mir sicher, dass der Nachfolger High Violet (2010) am Ende dieser Dekade zu meinen liebsten Werken gehören wird. Auch hier, großartig geschriebene Songs wie Bloodbuzz Ohio oder Anyone’s Ghost, unvergessliche Geniestreiche! Bei dem bereits zu Beginn erwähnten Trouble Find Me war ich zwar nicht vergleichbar euphorisiert, dennoch fand ich das Ergebnis überaus gelungen. Als ich erstmals die Singles von Sleep Well Beast hörte, erachtete ich sie anfangs als „nur“ gut, muss allerdings sagen, dass sie ihre Wirkung mit jedem weiteren Hören weiter entfalten, vor allem Day I Die und Carin At The Liquor Store. Es gibt manche, die schreiben, dass The National nicht mehr zu überraschen wüssten, zu einer recht oberflächlichen „Stadion-Band“ mutiert seien. Weshalb? Hier gibt es hintergründige Texte, die zum einen persönliche, zum anderen gesellschaftspolitische Bezüge aufweisen, unterlegt von immer noch mitreißenden Melodien, bei denen mit frischen Ideen überrascht wird (Mouse on Mars haben unter anderem ausgeholfen!). Also mir jedenfalls gefällt es nach wie vor ausgesprochen gut!

Note: 2,0      

http://americanmary.com/

 

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8 Antworten zu The National – Sleep Well Beast

  1. Sahneplatten schreibt:

    Hey hicemusic, vielen Dank für die Rezi, bin auch schon ganz gespannt…:)

    LG Torsten

  2. Swapnil Pandey schreibt:

    Thank you for droppi g by I appreciate your presence in my blog

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