HAIM – Something To Tell You

VÖ: 07.07.2017

Label: Vertigo

Genre:  Pop(-Rock)

So ab und zu hört man diesen alten Song im Radio, zumindest wenn man hier im Westen Deutschlands die Sender WDR 2 (der sich ja hauptsächlich an die 25- bis 59-Jährigen richtet) und WDR 4 (seit dieser keine Schlagerstation mehr ist und verstärkt internationale „Oldie“-Hits spielt) hört. Er heißt Valerie und stammt von dem 1982 veröffentlichten Album Talking Back To The Night. Sänger ist der tolle Sänger und ausgesprochen vielseitige Instrumentalist Steve Winwood, den man sicherlich auch als Mitglied von Bands wie der Spencer Davis Group, Traffic oder Blind Faith kennt. Aber eben auch seine Solowerke haben einen hohen Wiedererkennungswert. Einigen Hörern wird der Refrain des oben erwähnten Songs hauptsächlich aus dem Grund bekannt sein, da Eric Prydz den Refrain in seinem 20004er-Nu-Disco/House-Hit Call On Me sampelte (ja genau, den mit dem erotischen Aerobic-Video). Dieser Valerie gehört der Meinung von hicemusic nach zu jenen Mainstream-Songs der 1980er, die er immer wieder gerne hört. Gewiss nur eines dieser Beispiele, generell gibt es da ein paar Vertreter aus dem (Synthie-)Pop-/(Soft-)Rock- und Blue-Eyed Soul-/R&B- und Funk-Bereich, an denen man durchaus Gefallen finden, einige auch lieben kann (Stichwort: Alannah Myles‘ Blues-Rock-Kracher Black Velvet). Die drei Schwestern Este, Danielle und Alana Haim haben sich scheinbar vordergründig dem Adult Contemporary verschrieben, der seinen Ursprung in den 1970er Jahren im Soft Rock mit Ikonen wie Fleetwood Mac hat, die auch schon von ihnen gecovert wurden und  mit deren Musik sie oft in Verbindung gebracht werden. Das Haim-Debüt Days Are Gone (2013) bot klasse eingängige Songs, die wirklich Laune bereiteten, moderne mit besagten 1970er/-80er-Sounds stilvoll kombinierten. Die Kritiker waren hellauf begeistert (Pitchfork zählte das Album beispielsweise zu den „100 Best Albums  of the Decade So Far“). Auf dem Nachfolger Something To Tell You – der zwar nicht das hohe Niveau des Debüts erreicht, dennoch wieder frische, Vergnügen bereitende Musik bereit hält – kommen neue Pop-/Rock-Elemente hinzu. Vor allem TLC und Destiny’s Child scheinen da einen großen Einfluss auf das neue Soundgewand zu haben. In Kombination mit den 1970-/-80er-Sounds und modernen Klängen ist das Ergebnis zwar nicht allzu anspruchsvoll (vor allem auf textlicher Ebene), macht dennoch Spaß, oft so wie anfangs erwähnte Hits von vor 30 bis 40 Jahren. Sollte man sich mal anhören!

Note: 2,3

http://haimtheband.com/

 

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