Gorillaz – Humanz

VÖ: 28.04.2017

Label: Parlophone

Genre: Elektropop / R&B / Hip-Hop

Die Gorillaz, im Kern ein Projekt des Blur-Frontmanns Damon Albarn sowie des Künstlers (und Erschaffers des Tank Girl-Comics) Jamie Hewlett, stellt – wie wohl bereits hinlänglich bekannt ist – ein virtuelles musikalisches Quartett dar, welches sich auf ihren Alben seit jeher von einer Reihe an exzellenten Gästen unterstützen ließ. Dies war stets von künstlerischem als auch kommerziellem Erfolg gekrönt, die Fusionen der verschiedener Stilrichtungen (unter anderem Spielarten des Rock, Hip-Hop, Reggae, Pop und gar Lateinamerikanischer Musik) als auch der Rückgriff auf einige ihrer bekanntesten und hervorstechendsten Vertreter als Unterstützer funktionierte durchgehend bestens. Ihr 2001 erschienenes, selbstbetiteltes Werk war atemberaubend vielfältig, hielt eingängige, gleichzeitig höchst originelle Songs wie Clint Eastwood, 19-2000 oder auch Rock The House bereit. Der vier Jahre später veröffentlichte Nachfolger Demon Days war kaum weniger fesselnd, hatte ja unter anderem diesen Überhit  Feel Good Inc. aufzubieten. Auf dem Drittwerk von 2010, Plastic Beach, konnte die Erfolgsformel ein weiteres fortgeführt und umgesetzt werden, wieder einmal wurden Gaststars wie Bobby Womack, Snoop Dogg, Lou Reed und Mark E. Smith erfolgreich in das Projekt eingebunden (u.a. ja auch Bruce Willis als Darsteller für das Video zu Stylo hinzugewonnen).  Das im selben Jahr herausgebrachte The Fall wurde allerdings bereits weniger gut aufgenommen. Nun gibt es nach langer Zeit endlich ein Comeback, in Form einer neuen LP. Auf dieser werden – wie zu erwarten war – eine Menge bekannter Supporter aufgeboten (Danny Brown, Vince Staples, Grace Jones, Mavis Staples, Rag’n’Bone Man uvm.) und die von vielen Medien bereits positiv aufgenommen wurde. Allerdings mischen sich auch einige kritische Stimmen herein, was letztlich nicht ganz unbegründet ist. Im Grunde genommen wurden neue musikalische Pfade eingeschlagen, man widmet sich noch mehr als sonst verschiedenen Hip-Hop- und R&B-Sounds („Black Music“). Dies funktioniert stellenweise ganz gut, man wird mitgerissen, andererseits entfaltet es in manchen Momenten nicht das Potential, das es angesichts von Albarn/Hewlett sowie der Gäste durchaus haben könnte oder sollte. Es fehlt insgesamt ein wenig die Kohärenz. So bleibt der Schreiber dieser Zeilen mit gemischten Gefühlen zurück. Vielleicht war die Vorfreude doch zu groß. Was sagt ihr zu der Platte?

Note: 3,0

http://www.gorillaz.com/

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alben, Allgemein, G, Gorillaz, Künstler A-Z, Kontrovers abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Gorillaz – Humanz

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Ich folge deiner Einschätzung einer vorläufigen 3. Zwar sind die Clips wirklich gut, der Sound wirkt jedoch leicht uninspiriert.

  2. Pingback: Album des Monats April | hicemusic

  3. Pingback: The Avalanches – Since I Left You | hicemusic

  4. Pingback: Benjamin Clementine – I Tell A Fly | hicemusic

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s