Goldfrapp – Silver Eye

VÖ: 31.03.2017

Label: Mute

Genre: Synthie-/Ambient-Pop, Electroclash

Okay, hicemusic muss zugeben, ein absoluter Fan von Alison Goldfrapp zu sein. Eine unglaubliche Präsenz und Ausstrahlung hat diese Frau! Schon ihre frühen Arbeiten aus den Prä-Band-Zeiten waren mehr als faszinierend, vor allem jene Kooperationen mit Orbital auf deren meisterhaften Alben Snivilisation (1994) und In Sides (1996, unter dem Pseudonym Auntie) – letzteres enthielt auch das brillante The Box – oder die mit Tricky auf dessen Großtat Maxinquaye (1995). 1999 lernte sie schließlich Will Gregory kennen, mit dem sie seitdem die nach ihrem Nachnamen benannte Band bildet. Ihr Ende 2000 erschienenes Debüt Felt Mountain mit seinen im kinematographischen Stil gehaltenen Ambient-Sounds und der unglaublichen Stimme der Sängerin gehört laut hicemusic mindestens zu den besten Alben des letzten Jahrzehnts. Auf dem Nachfolger Black Cherry (2003) gab man sich nicht mehr introvertiert, sondern bot vorwärtspumpende Synthie-Electronica auf, die immer noch fabelhaft war. Vielleicht werden sich einige noch an die Werbungen einer bekannten Elektronik-Fachmarktkette erinnern, in denen der Song Strict Machine von diesem Album, aber auch einer des zwei Jahre später veröffentlichten, ebenso „härtere“ Electronica-Sounds präsentierenden Nachfolgers Supernature –  Ooh La La – verwendet wurde. Danach erschienen im Zwei- bis Dreijahrestakt weitere Werke von Goldfrapp,  die den Eindruck vermittelten, man wechsle sich stets zwischen verträumtem, „weichererem“ Ambient- und kraftvollem, „harten“ Synthie-Pop/Disco-Klängen ab. Die Wahrheit ist aber, dass mittlerweile stilvoll kombiniert wird und dem Sound des Duos einen individuellen, stets von neuen Ideen geprägten Stil verleiht.  Nach dem wundervollen Tales Of Us (2013) nun das starke Statement auf Silver Eye! Man hat sich allerdings auch mit großartigem Personal verstärkt, die mitgewirkt haben, unter anderem Leo Abrahams, John Congleton und The Haxan Cloak (der schon das letzte Björk-Werk veredelte).  Unverwechselbar bleibt das Duo aber auch ohne Hilfe von außen. Wer dem Mond ein Album widmet und dabei so ein tolles Ergebnis abliefert, kann nur bewundert werden. Vor allem Alison Goldfrapp!

Note: 2,0   

https://www.goldfrapp.com/

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alben, G, Goldfrapp, Künstler A-Z abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Goldfrapp – Silver Eye

  1. Pingback: Album des Monats März | hicemusic

  2. Pingback: Noga Erez – Off The Radar | hicemusic

  3. Pingback: Goldfrapp – Felt Mountain | hicemusic

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s