Bon Iver – 22, A Million

VÖ: 30.09.2016

Label: Jagjaguwar

Genre: Indie-Rock / Folktronica

Die US-amerikanische Folkgruppe ist nach 5 Jahren langer Pause endlich wieder mit einer LP zurück! Der Frontmann der Band, Justin Vernon, war ja – wie man vielleicht weiß – in der Zeit nicht untätig, auch als Bon Iver hatte er mit seinen Kollegen noch musikalische Auftritte, unter anderem steuerten sie Songs zum Soundtrack des Zach Braff-Films Wish I Was Here (Heavenly Father) und zu Peter Gabriels Konzeptalbum And I’ll Scratch Yours (Come Talk To Me) bei. Über seine Bandarbeiten hinaus hat Vernon in anderen Formationen gespielt (z.B. Volcano Choir) und mit einigen Künstlern unterschiedlichster Gattungen zusammengearbeitet, zum Beispiel Kanye West – insbesondere als Songwriter und Gastsänger auf dessen vielgefeierten My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010) – und mit James Blake – wie jüngst in einem der besten Songs des Jahres I Need A Forest Fire, auf dessen großartigen The Colour In Anything. Immer wieder konnte Vernon unter Beweis stellen, dass seine außergewöhnlichen Fähigkeiten sich nicht nur auf das Produzieren von Sounds im Spannungsfeld zwischen Folk, Indie Rock und kammermusikalischem Pop beschränkt, wie er es mit seinen Bandkollegen auf den wundervollen ersten beiden Alben getan hat. Das Material für das sensationelle Debüt For Emma, Forever Ago (2008) hat Vernon in einer einsamen Waldhütte geschrieben und aufgenommen, dort seine persönlichen Probleme der Zeit verarbeitet. Das selbstbetitelte zweite Werk war ebenso großartig, wies opulente Klangstrukturen auf, mit einer vielfältigen Auswahl an Instrumenten. Auf dem dritten Album hört man klar heraus, dass nicht nur Vernon die Künstler beeinflusst hat, mit denen er seitdem zusammengearbeitet hat, sondern dass auch er selbst was von diesen gelernt hat. Kanye Wests Stile – zum Beispiel der Einsatz von Autotune-Effekten, aber auch das Experimentieren mit Stimmen, wie James Blake es kann, hat hörbar Eindruck hinterlassen. Darüber hinaus ist 22, A Million brillant, findet absolut gekonnt den Weg zwischen diesen elektronischen Spielereien (Samples u.a.) und gefühlvollem Indie-Folk, den man bereits von ihm gewohnt ist. Die kraftvolle Stimme Vernons ist wie immer atemberaubend!

Note: 1,7            

http://boniver.org/

Bon Iver on Jimmy Fallon from Sofia Payro on Vimeo.

 

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8 Antworten zu Bon Iver – 22, A Million

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  2. gegenvernunft schreibt:

    Überrascht mich. Mochte ich bisher nicht so. Das ist aber gut. Ist nur die Live-Version so gut? Oder kann das Original da mithalten?

    • hicemusic schreibt:

      Hi, ja die Originalversion ist auch großartig. Kann ich Dir empfehlen. Das ganze Album begeistert mich mit jedem weiteren Hören mehr und mehr 🙂 viele Grüße

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