Swans – The Glowing Man

VÖ: 17.06.2016

Label: Mute

Genre:  Avant-/Noise-Rock

Man sucht ja in der heutigen Zeit schon manchmal verkrampft nach jenen Künstlern, welche die Popmusik auf den Kopf stellen, ganz neue Ansätze versuchen, sich in Feldern ausprobieren, die noch nicht ausgiebig bearbeitet wurden, die verheißungsvollen, allerdings auch unvorhersehbaren Weiten der Avantgarde aufsuchen. Es ist nicht so, als ob es diese Querköpfe, Experimentatoren nicht gebe, aber bei vielen Musikern ist man sich nicht sicher, ob die von ihnen vorgelegten Werke tatsächlich so großartig sind, wie von den Kritikern angepriesen, man sich selbst erhofft hat oder das Gehörte verstanden hat, fassen und deuten kann. Vieles geht auch in der Flut der vielen neuen Veröffentlichungen in der Musik-Branche unter. Klar, Radiohead kennt man dafür, dass sie einst mit Kid A den bereits mit OK Computer eingeschlagenen Weg noch unbeirrter weiter gingen Richtung unkonventionelle, die „Kunstmusik“ charakterisierende Strukturen, auch Scott Walker schwimmt bis heute beharrlich gegen den Strom. In der Electronica und in der Jazz-Szene gibt es immer wieder Vertreter, die klanglich kompromisslos sind. Es sollte dabei auch nicht verschwiegen werden, dass einige von diesen Künstlern seit gewisser Zeit vorher ungeahnte Aufmerksamkeit erfahren, unter anderem die folgende Band aus New York, die Swans. Einige ihrer Shows sind auch mal gerne ausverkauft, berüchtigt für ausgiebige, tosende, ordentlich intensive Klanglandschaften, die auf das Publikum losgelassen werden. Frontmann Michael Gira ist die Personifikation der Kompromisslosigkeit, in vielen Bereichen. So hat er beispielsweise die seit 1982 bestehende und 1997 aufgelöste Band vor 6 Jahren wieder in fast komplett neuer Besetzung reformiert. Mit The Glowing Man schließen die Swans nun die Trilogie ab, die sie mit den fantastischen Werken The Seer (2012) und To Be Kind (2014) begonnen hatten. Erneut tolle Experimente mit der Dynamik sowie den Instrumental- und Rhythmusstrukturen als auch richtig pessimistischen Texten!

P.S.: Nach diesem Album möchte Gira die jetzige Besetzung wieder umbesetzen.

Note: 2,3 (mit Tendenz nach oben)

http://younggodrecords.com/

SWANS – THE GLOWING MAN from Mute on Vimeo.

 

The Kills – Ash & Ice

VÖ: 03.06.2016

Label: Domino

Genre: Indie-/Garage-Rock

Alison Mosshart war ja in letzter Zeit anderweitig unterwegs, sie absolvierte beispielsweise ein paar Gastauftritte (u.a. für die Gang Of Four) und veröffentlichte mit ihrer Zweitformation The Dead Weather Ende letzten Jahres deren drittes Album Dodge And Burn, eine durchaus gelungene Platte. Zusammen mit Jack White, Dean Fertita  und Jack Lawrence schaffte sie es, dem bandtypischen Garage- und Blues-Rock eine insgesamt in vielen Bereichen feststellbare Frischzellenkur zu verpassen. Eigentlich aber auch nicht so überraschend bei dieser Besetzung, denn alle Mitglieder hatten mit ihren Stammformationen schon in der Vergangenheit bewiesen, dass sie sich – nur oberflächlich betrachtet – soundtechnisch innerhalb ziemlich festgelegter musikalischer Spielfelder des Rock bewegten, aber dennoch das Updaten dieser Klänge effektiv beherrschten und teilweise großartige Werke vorlegten. Egal ob es die Raconteurs, die Queens Of The Stone Age, die White Stripes oder jene Band war, der Alison Mosshart für gewöhnlich, seit nunmehr eineinhalb Dekaden als Sängerin angehört:  The Kills. Seit dem Debüt Keep On Your Mean Side (2003) hat sie zusammen mit Jamie Hince einen Stilmix aus Indie- und Garage-Rock gespielt, der auch auf den folgenden Alben nicht langweilig wurde, weil weiterhin Elemente anderer Stilrichtungen ideenreich eingebaut wurden, man gekonnt mit Stimmungen gespielt, einen teilweise dreckig-erdigen kraftvollen Sound präsentierte. Immer wieder wussten die Kills zu überraschen, starke Songs zu produzieren, was auch an der Harmonie zwischen Mosshart und Hince lag. Das neue Werk, das nach fünf Jahren Bandpause erscheint, hat wieder einmal ein paar richtig überzeugende klangliche Statements vereint, vor allem die erste Single Doing It To Death kann sich mit einer höchst memorablen Melodie hervortun. Die soundtechnische Vielfalt wird mit weiteren Songs wie Days Of Why And How, Impossible TracksEcho Home und  Whirling Eye untermauert. The Kills können sich weiterhin behaupten!

Note: 2,3

http://thekills.tv/

The Kills: Doing it to Death from dillygent&son on Vimeo.

The Kills Doing It To Death Behind the Scenes from dillygent&son on Vimeo.

The Kills: Heart Of A Dog from dillygent&son on Vimeo.

The Kills : Siberian Nights from dillygent&son on Vimeo.

 

hicemusic Live – Plattenkiste – Hinweis / Playlist: 3. Sendung

Hinweis zur Sendung:

Die technischen Probleme, die es in den letzten Wochen mit der Übertragung der Live-Sendung gab, wurden behoben. In nächster Zeit wird es diese sogar öfter im Programm zu hören geben (ebenso wie die Wiederholungen vorheriger Sendungen). Sendung Ausgabe 4 folgt baldmöglichst!

Im Folgenden findet ihr die Playlist der 3. Sendung. 

hicemusic Live – Plattenkiste:

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Die erste moderierte monatliche Show mit DJ hicemusic!

Er präsentiert euch jetzt immer spannende und vielfältige Musik aus Pop, Rock, Dance & Avantgarde!

Inhalt der 3. Sendung:

Jamie T und weitere spannende Künstler aus UK

Ihr könnt selbst über das Programm der zukünftigen Sendungen mitbestimmen:

https://hicemusic.wordpress.com/hicemusic-live-plattenkiste-eure-vorschlaege/

Playlist:

Jamie T – Sheila 

Jamie T – If You Got The Money

Jamie T – Calm Down Dearest 

Jamie T – Brand New Bass Guitar

Jamie T – Ike & Tina, alle Titel aus dem Album Panic Prevention (2007)

The Streets – Has It Come To This?

The Streets – Let’s Push Things Forward, beide Titel aus dem Album Original Pirate Material (2002)

The Streets – Fit But You Know It

The Streets – Blinded By The Lights, beide Titel aus dem Album A Grand Don’t Come For Free (2004)

Just Jack – Starz In Their Eyes

Just Jack – Writer’s Block, beide Titel aus dem Album Overtones (2007)

Jamie T – Chaka Demus

Jamie T – Sticks ’n‘ Stones

Jamie T – The Man’s Machine

Jamie T – Emily’s Heart, alle Titel aus dem Album Kings & Queens (2009)

Arctic Monkeys – When The Sun Goes Down 

Arctic Monkeys – I Bet You Look Good On The Dancefloor

Arctic Monkeys – Fake Tales Of San Francisco,  alle Titel aus dem Album Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not (2006)

Arctic Monkeys – Brianstorm

Arctic Monkeys – Fluorescent Adolescent, beide Titel aus dem Album Favourite Worst Nightmare (2007)

The Libertines – What A Waster, aus dem Album What A Waster EP (2002)

The Libertines – I Get Along

The Libertines – Boys In The Band, beide Titel aus dem Album Up The Bracket (2002)

The Libertines – What Katie Did

The Libertines – What Became Of The Likely Lads, beide Titel aus dem Album The Libertines (2004)

http://laut.fm/hicemusic

Album des Monats Mai

Wählt bis zum 09.06. das Album des Monats Mai!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats Mai“  wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden.

Ihr urteilt über die Umfrage „Wie bewertest Du die Musik?“. Das Album mit den besten Werten, also idealerweise mit dem Urteil „Großartig“, gewinnt (je mehr Nennungen, desto besser).

Zur Wahl stehen folgende Alben:

Anohni – Hopelessness

Arthur Beatrice – Keeping The Peace

Beth Orton – Kidsticks

Digitalism – Mirage

James Blake – The Colour In Anything

Jean-Michel Jarre – Electronica 2: The Heart Of Noise

Mark Pritchard – Under The Sun

Pantha Du Prince – The Triad

White Lung – Paradise

 

Viel Spaß beim Wählen!

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