hicemusic Live – Plattenkiste – Playlist: 2. Sendung

hicemusic Live – Plattenkiste:

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Die erste moderierte monatliche Show mit DJ hicemusic!

Er präsentiert euch jetzt immer spannende und vielfältige Musik aus Pop, Rock, Dance & Avantgarde!

Inhalt der 2. Sendung:

Persönliche Lieblingsplatten von DJ hicemusic, 2. Teil

Playlist:

Sufjan Stevens – Chicago 

Sufjan Stevens – The Man Of METROPOLIS Steals Our Heart, beide Titel aus dem Album Illinoise (2005)

Fleet Foxes – He Doesn’t Know Why

Fleet Foxes – White Winter Hymnal, beide Titel aus dem Album Fleet Foxes (2008)

Grizzly Bear – Colorado

Grizzly Bear – Knife, beide Titel aus dem Album Yellow House (2006)

TV On The Radio – Wolf Like Me

TV On The Radio – Province, beide Titel aus dem Album Return To Cookie Mountain (2006)

Arcade Fire – The Suburbs

Arcade Fire – Sprawl II (Mountains Beyond Mountains), beide Titel aus dem Album The Suburbs (2010)

Bloc Party – This Modern Love 

Bloc Party – Banquet,  beide Titel aus dem Album Silent Alarm (2005)

Franz Ferdinand – Take Me Out 

Franz Ferdinand – Darts Of Pleasure, beide Titel aus dem Album Franz Ferdinand (2004)

The Strokes – Someday

The Strokes – Last Nite, beide Titel aus dem Album Is This It (2001)

The White Stripes – Seven Nation Army

The White Stripes – I Just Don’t Know What To Do With Myself, beide Titel aus dem Album Elephant (2003)

Queens Of The Stone Age – No One Knows

Queens Of The Stone Age – Go With The Flow, beide Titel aus dem Album Songs For The Deaf (2002)

http://laut.fm/hicemusic

PJ Harvey – The Hope Six Demolition Project

VÖ: 15.04.2016

Label: Island

Genre: Alternative-/Art-Rock, Folk

Die Britin Polly Jean Harvey hat in ihrer fast 30jährigen Karriere noch nie ein Problem damit gehabt, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, musikalisch und textlich das zu machen, wonach ihr stand. Herausgekommen sind gute bis absolut geniale Werke, auf denen sie jeweils neue Wege einschlug, sich an verschiedenen Stilen und Instrumentierungen ausprobierte, sich mit gesellschaftlich-politischen Themen auseinandersetzte, aber auch private Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitete. Ihre Wirkung auf Andere schien ihr immer wenig wichtig zu sein, in Bezug auf ihr äußeres Erscheinungsbild, aber ebenso ihres Klangbildes. Erwartungen von Fans und Kritikern wurde allzu oft widersprochen. Musikalisch wagemutig war sie seit Anbeginn, seit Veröffentlichung ihres phänomenalen Debüts Dry (1992). Meilensteine wie Rid Of Me (1993), To Bring You My Love (1995), Stories From The City, Stories From The Sea (2000) und Let England Shake (2011), auch von der Kritik nicht ganz so gewürdigte Werke wie White Chalk (2007) begeisterten mit instrumenteller Vielfalt und Virtuosität sowie politisch-gesellschaftlicher Ausdruckskraft. PJ Harvey versteht es, Missstände anzusprechen, ehrlich, legt „(…) Finger in offene Wunden (…)“. Auf oben erwähntem Let England Shake nahm sie die Beteiligung ihres Heimatlandes an kriegerischen Auseinandersetzungen zum Anlass, um eine musikalische Abrechnung zu komponieren, textlich kein Blatt vor den Mund nehmend (detaillierte Beschreibung von Kriegsgräuel z.B.). Ähnlich geht sie auf ihrem neuen Album vor, nun klagt sie u.a. soziale Ungerechtigkeiten und Skrupellosigkeit der Politiker an, nachdem sie (zusammen mit Filmemacher Seamus Murphy und The Washington Post-Reporter Paul Schwartzman) durch Washingtons Armenviertel*, den Kosovo sowie Afghanistan reiste und die Eindrücke dokumentierte. Das Ergebnis ist eindrücklich. Direkte, auch mal sarkastische Texte werden mit vielseitigen Melodien und instrumentellen Arrangements kombiniert. Starkes Statement!                              

  *PJ Harvey wurde für ihre Texte in dem Song The Community Of Hope von Lokalpolitikern in Washington bereits scharf kritisiert.

Note: 2,0

http://pjharvey.net/

 

Hinweis zu „hicemusic Live“

Die Wiederholung der zweiten Sendung von „hicemusic Live – Plattenkiste“ entfällt morgen (19.04.). Stattdessen wird sie am darauffolgenden Donnerstag (21.04.) ab 20 Uhr zu hören sein!

Weitere Infos zu der Sendung folgen unten:

Neu!

20 Uhr

hicemusic Live – Plattenkiste:

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Die erste moderierte monatliche Show mit DJ hicemusic!

Er präsentiert euch jetzt immer den ersten Dienstag im Monat (Wiederholungen der Sendung jeweils an den anderen drei Dienstagen) spannende und vielfältige Musik aus Pop, Rock, Dance & Avantgarde!

Inhalt der 2. Sendung:

Persönliche Lieblingsplatten von DJ hicemusic – Teil 2

In Zukunft werdet ihr selbst über das Programm mitbestimmen können:

https://hicemusic.wordpress.com/hicemusic-live-plattenkiste-eure-vorschlaege/

Viel Spaß beim Hören!

http://laut.fm/hicemusic

M83 – Junk

VÖ: 08.04.2016

Label: Naïve

Genre: (Synthie-/Future-/Dream-)Pop, Softrock

Apropos, man könnte es ja glatt vergessen: die französische Band M83, von deren ursprünglicher Besetzung lediglich Anthony Gonzalez übrig geblieben ist, gab es vor fast 5 Jahren, als Hurry Up, We’re Dreaming erschien, schon eine lange Zeit. Mit diesem Werk wurde ihnen die öffentliche Aufmerksamkeit zuteil, hohe Charts-Positionierungen weltweit (vor allem in den USA) sowie Würdigungen seitens der Musikkritiker und damit einhergehend die mehrfache Nennung in Jahresendlisten diverser Fachzeitschriften. Vor allem ein Song blieb den Fans – sowohl jenen seit Anfangstagen als auch den neu hinzugewonnenen – nicht verborgen, nicht nur weil er in TV-Shows/Werbeclips und Filmen ausgiebig eingesetzt wurde, sondern ebenso weil er tatsächlich wahnsinnig effizient, eingängig und erstklassig produziert, kurz gesagt ein grandioser Synthie-Hit war: Midnight City. Bei aller Würdigung der 2011er-Veröffentlichung sollte daran erinnert werden, dass die Franzosen sich bereits Anfang des Jahrtausends gegründet haben, 2001 ihr Debüt und 4 weitere LPs publizierten, die von den Kritikern oft geschätzt, jedoch von der Öffentlichkeit wenig beachtet wurden. Musikalisch zuerst eher an Ambient bzw. abstrakteren, ins Düstere tendierenden Shoegazing und Electronica-Sounds orientiert, später immer mehr in Richtung Dream- und Synthie-Pop, New Wave tendierend. Auffällig war seit jeher der Bezug zu Film und TV in den Werken (z.B. durch den Gebrauch von entsprechenden Samples). Nun nimmt Gonzalez – seit Gründung einziges beständiges Mitglied und Mastermind von M83 – mit dem neuen Werk Junk laut eigener Aussage konkret Bezug auf Serien der 1970er- und 80er Jahre, mit der Intention, beim Hörer Nostalgiegefühle zu wecken. Dies gelingt ausgezeichnet, es gibt Synthie-Pop, Softrock und Disco-Sounds sowie Gitarren- und Saxofoneinlagen zu hören. Viele tolle Einfälle, oft trashig, manchmal auf der Grenze zu purem Kitsch, im Sinne des Albumtitels. Trotzdem oder gerade deshalb so gut!

Note: 2,0

http://ilovem83.com/

 

Moderat – III

VÖ: 01.04.2016

Label: Monkeytown

Genre: Electronica / Elektropop

Man könnte es ja glatt vergessen, diese effektive Verbindung aus den ambitionierten Electro-Musikern Gernot Bronsert und Sebastian Szary (auch bekannt als das Duo Modeselektor) sowie Sascha Ring (Apparat) gab es bereits vor der Produktion der nun abgeschlossenen Album-Trilogie. 2002 war das, man legte ein Jahr später zusammen die erste EP Auf Kosten der Gesundheit vor. Nun, es kam zu kreativen Differenzen, in deren Folge auch die Band wieder Vergangenheit war. Zu einer geplanten LP war es nicht mehr gekommen. Man widmete sich wieder den jeweiligen „Haupt“-Projekten. Sascha Ring produzierte in dieser Zeit als Apparat unter anderem die großartigen Werke Orchestra Of Bubbles (2006, in Zusammenarbeit mit Ellen Allien) und Walls (2007), außerdem spielte er eine „Peel Session“. Bronsert und Szary machten als Modeselektor weiter und veröffentlichten die höchst beachtenswerten Alben Hello Mom! (2005) und  Happy Birthday! (2007) sowie einige EPs und Remix-Zusammenstellungen. Des Weiteren ging man weltweit auf unzählige Tourneen und kollaborierte mit einigen namhaften Künstlern (u.a. Thom Yorke, Fettes Brot). Dann, 2009, gab es einen erneuten Versuch der musikalischen Annäherung zwischen den beiden Parteien – mit Erfolg. Nicht mehr nur namentlich ging man auf Moderat – Auftakt der erwähnten Albumtrilogie – eine Symbiose ein, sondern auch in klanglicher Hinsicht vereinte man die Stärken von Apparat und Modeselektor, so wurde u.a. Rings markanter Gesang mit abenteuerfreudigen Beats und bassbetonten Melodien kombiniert. Mit dem Nachfolger II kam vier Jahre später der Durchbruch, auch international. Nicht nur Kritiker waren begeistert, sie wurden auch einem größeren Publikum bekannt. Jetzt also der dritte Streich, dessen Klasse sich erst nach mehrmaligem Hören offenbaren wird. Weiterhin eine perfekte Mischung aus ambitionierten und massenkompatibleren Sounds, die insgesamt erfrischend zurückhaltend anmuten. Ein Werk mit Wachstumspotenzial!

Note: 2,0 (mit Tendenz nach oben)

http://moderat.fm/

MODERAT Reminder Making-Of from Sehsucht on Vimeo.

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