hicemusic Live – Plattenkiste – Allgemeine Infos

Ab sofort könnt ihr über die Musikauswahl mitbestimmen. So könnt ihr Vorschläge für den Sendungsinhalt der Show im Mai machen. Im April wird es noch einen 2. Teil der Lieblingsalben von DJ hicemusic geben (siehe unten):

https://hicemusic.wordpress.com/hicemusic-live-plattenkiste-eure-vorschlaege/

Sendung 2. Show im April mit dem 2.Teil der Lieblingsalben von DJ hicemusic:

https://hicemusic.wordpress.com/hicemusic-live-plattenkiste-infos-2-sendung/

Playlist und Infos zur 1.Sendung (März):

https://hicemusic.wordpress.com/hicemusic-live-plattenkiste-playlist-1-sendung/

https://hicemusic.wordpress.com/hicemusic-live-plattenkiste-infos-1-sendung/

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http://laut.fm/hicemusic

Hinweis zu „hicemusic Live“!

Die Wiederholung der ersten Sendung von „hicemusic Live – Plattenkiste“ entfällt am Ostersonntag (27.03.). Stattdessen wird sie am darauffolgenden Dienstag (29.03.) ab 20 Uhr zu hören sein!

Weitere Infos zu der Sendung folgen unten:

Neu!

20 Uhr

hicemusic Live – Plattenkiste:

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Die erste moderierte monatliche Show mit DJ hicemusic!

Er präsentiert euch spannende und vielfältige Musik aus Pop, Rock, Dance & Avantgarde!

Inhalt der 1.Sendung:

Persönliche Lieblingsplatten von DJ hicemusic

In Zukunft werdet ihr selbst über das Programm mitbestimmen können. Weitere Informationen werden hier auf hicemusic und im Rahmen der Sendung folgen.

 

Viel Spaß beim Hören!

http://laut.fm/hicemusic

AnnenMayKantereit – Alles Nix Konkretes

VÖ: 18.03.2016

Label: Vertigo

Genre: (Indie-)Rock, Folk-Pop

Im Zusammenhang mit der Besprechung von L’aupaires Debüt Flowers wurde an dieser Stelle ja bereits geschrieben, dass vorteilhafter wäre, wenn manche Jubelarien angesichts von Veröffentlichungen nicht so voreilig angestimmt werden würden, weil viele der gefeierten Musiker den damit einhergehenden Erwartungen zwangsläufig kaum entsprechen können. Gelegentlich kann man nicht so wirklich nachvollziehen, warum Künstler X oder Band Y bejubelt wird. So geht es zumindest dem Autor dieser Zeilen, wenn er sich das Morgenmagazin der Öffentlich-Rechtlichen anschaut. Denn wenn dort hoffnungsvolle Interpreten ihre Musik live präsentieren, ist oftmals von „ehrlichen Texten“ die Rede, individuelle Klänge werden herbeigerufen, ohne dass dies letztendlich durch den Auftritt bestätigt wird. Andererseits werden manche Musiker, sobald sie die Erwartungen nicht in gleichem Maße erfüllen wie vorausgesagt, schnell mal wieder abgeschrieben. Gut, so schlimm ist es für die Kölner AnnenMayKantereit noch nicht gekommen, aber es gibt jetzt vermehrt – pünktlich zum Release ihres von Fans sehnsüchtig erwarteten neuen Albums – kritische Stimmen zu lesen. Nachdem die Band zuvor u.a. als „Beatles aus Köln-Sülz“ oder Nachfolger der Ton Steine Scherben gepriesen, also mit Vorschlusslorbeeren überhäuft wurden, ist jetzt z.B. die Rede davon, dass sie „schnurzpiepige Langweiler“ seien. Beide extreme Richtungen sind weder fair  noch wahrheitsgemäß. AnnenMayKantereit, die eine bemerkenswerte Entwicklung genommen haben (als Straßenmusiker angefangen, in den letzten Jahren ein LP selbst sowie eine EP in den Hansa-Studios produziert, durch diverse Live-Auftritte auf sich aufmerksam gemacht u.a.), zeigen auf ihrem Album, dass sie spannende Texte über Alltagsgeschichten/-sorgen schreiben und vielseitig instrumentierte Musik machen können. Nicht alles funktioniert (was manche lyrische Passagen angeht), dennoch ein sehr charmantes Werk!

Note: 2,3

http://annenmaykantereit.com/

 

Kendrick Lamar – Untitled Unmastered.

VÖ: 11.03.2016

Label: Interscope

Genre: Hip-Hop                             

Bei den Simpsons gibt es eine äußerst amüsante und vielsagende Szene, in der Homer sich tiefbetrübt über das Geländer eines Balkons lehnt, in der einen Hand einen Grammy-Award haltend. Er wird von einem Pagen aufgesucht, der ihm einen bestellten Champagner überreichen möchte. Homer, der kein Trinkgeld zu haben scheint, gibt diesem den Grammy, als Zeichen der Großzügigkeit. Der Hoteldiener freut sich zuerst, schaut dann kurz darauf und das Strahlen in seinem Gesicht weicht herber Enttäuschung: „Aww, it’s a grammy!“. Er schmeißt den Award über den Balkon. Von unten hört man eine empörte Stimme: „Hey, don’t throw your garbage down here!“.  Der Autor dieser Zeilen kann die Kritik der Simpsons-Macher (zumindest ansatzweise) verstehen. Schon seltsam, wer manchmal bei den jeweiligen Verleihungen als Sieger hervorgeht. Nichts gegen Taylor Swift, aber dieses Jahr hätte ein anderer Künstler den Preis für das „Album Of The Year“ mitnehmen sollen: Kendrick Lamar! Für ein Album, das nicht nur in musikalischer, sondern auch in politisch-gesellschaftlicher Hinsicht von kaum zu überschätzender Bedeutung ist: To Pimp A Butterfly. Wie wichtig Lamar ist, hat er auf derselben Verleihung mit seiner Performance erneut unter Beweis gestellt. Es gibt zurzeit wohl keinen anderen Künstler, welcher der Öffentlichkeit so direkt die verheerende Situation der afroamerikanischen Bevölkerung vor Augen führt. Lamar spielte Songs von oben erwähntem Meisterwerk sowie einen weiteren, schlicht „Untitled 05“ benannt. Nachdem es schon andere Auftritte gab, in denen nicht betitelte Stücke aufgeführt wurden, machte sich LeBron James dafür stark, dass diese auf einem Album veröffentlicht werden. Ein Glücksfall, denn auch wenn die Songs von Untitled Unmastered. ursprünglich Demos von To Pimp A Butterfly waren, sind sie kaum schwächer. Ebenso stilistisch diversifiziert und textlich pointiert, unterstreicht Lamar ein weiteres Mal seine Ausnahmestellung im Hip-Hop.

Note: 2,0 (mit Tendenz nach oben)

http://www.kendricklamar.com/

 

Kendrick Lamar @ 2016 Grammy Awards from Sofia Payro on Vimeo.

Kendrick Lamar on The Tonight Show from Sofia Payro on Vimeo.

Poliça – United Crushers

VÖ: 04.03.2016

Label: Memphis Industries

Genre: (Synthie-)Pop / Indietronic

Justin Vernon, Sänger der Kritikerlieblinge Bon Iver, sollte einem Redakteur des US-Rolling Stone Anfang 2012, kurz nachdem seine Band in der Kategorie „Best New Artist“ einen Grammy gewonnen hatte, darüber informieren, welche(n) Musiker er persönlich für diese Kategorie favorisieren würde. Seine Antwort bezog sich auf eine Formation aus Minneapolis, die zu diesem Zeitpunkt noch keiner auf dem Zettel hatte. Vernons Worte waren dennoch eindeutig: „Die beste Band, die ich je gehört habe!“. Das Lob galt Poliça um Sängerin Channy Leaneagh und Produzent Ryan Olson. Wie auch immer man diese Aussage bewerten mag – Vernon als auch die beiden letztgenannten Personen kannten sich damals bereits aus gemeinsamen Tagen in der 22-köpfigen Band Gayngs – so trug die Würdigung sicherlich dazu bei, dass den erwähnten Musikern viel Aufmerksamkeit zuteilwurde und sie in der Folge gehypt wurden.  Man spielte viele Livegigs (u.a. mit Bon Iver) und landete 2012 in einigen Jahresabschlusslisten diverser Magazine. Nur einen Tag nach dem oben genannten Interview debütierten Poliça mit dem Album Give You The Ghost, das fast ausnahmslos positive Kritiken bekam. Es hatte sich also gelohnt, dass Olson Leaneagh davon überzeugt hatte, elektronische Sounds mit zeitgenössischem R&B und Pop zu vermählen (im Spannungsfeld ähnlich gelagerter Acts wie Little Dragon, Grimes und Zola Jesus), eingebettet in großartige Instrumentierungen und umrahmt von sehr persönlichen Texten. Der Zweitling Shulamith (2013) konnte die Kritiker ebenfalls überzeugen, ein sehr politisch motiviertes Werk (der Titel bezieht sich auf die 2012 verstorbene feministische Aktivistin Shulamith Firestone), mit einem Gastauftritt Justin Vernons in Tiff. Jetzt ist das dritte Album erschienen, das mit außergewöhnlichen und  aufregenden elektronischen Sounds und einer ebenso tollen Stimme Leaneaghs aufwartet. Die Texte wirken grundlegend pessimistisch, lassen aber auch Platz für Momente der Hoffnung. Hörenswert!

Note: 2,3

http://thisispolica.com/

 

POLICA – LIME HABIT from memphis industries on Vimeo.

POLIÇA – Wedding from memphis industries on Vimeo.

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