Jamie Woon – Making Time

VÖ: 06.11.2015

Label: Polydor

Genre: Electronica / Soul

In den letzten Jahren hat sich in Großbritannien eine Szene um diverse Künstler entwickelt, deren Musik trotz einer (oft extrem) minimalen Erscheinungs- und Wirkungsweise komplexe Strukturen aufweist, die man wegen der tiefen Bässe und den synkopierten Rhythmuspatterns als „Post-Dubstep“ bezeichnet – in Anlehnung an das Electronica-Genre Dubstep, gleichzeitig als Abgrenzung zu Interpreten, die seit Ende der 2000er und Anfang der -10er Jahre mit ihm in Verbindung gebracht werden und es dem Mainstream zugeführt haben (Skrillex z.B.). Die Palette der Ausdrucksformen wurde erweitert, wobei auch die ursprünglichen Underground-Stilmittel der musikalischen Spielart beibehalten wurden. Electronica – von Drum and Bass, 2 Step und Jungle bis Ambient – intelligent kombiniert mit R&B, Soul oder Reggae. In letzter Zeit sind immer wieder Künstler aufgetaucht, die erstklassige Werke mit diesen originellen Klängen und vielfältigen Ideen veröffentlichten. Da wären zum Beispiel: James Blake, Jamie XX, Mount Kimbie, SBTRKT, Kode 9, Scuba, Zomby oder FKA Twigs – nicht zu vergessen, der hier besprochene Interpret: Jamie Woon. Vor vier Jahren veröffentlichte der 32-Jährige – nachdem er bereits mit der EP Wayfaring Stranger (2007) auf sich aufmerksam machen konnte – seine Debüt-LP Mirrorwriting. Diese wurde von der Kritik in höchsten Tönen gelobt und landete im „Sound of 2011“-Poll der BBC. Im selbigen war auch James Blake zu finden, der Woon letztendlich ein wenig den Rang ablief. Denn in den Jahresbestenlisten landete Erstgenannter schließlich auf den vordersten Plätzen, während Woons Platte in diesen doch ein wenig vergessen wurde – zu Unrecht (auch wenn Blakes Debüt selbstverständlich ein Meisterwerk ist). Woon versucht nach vier Jahren einen neuen Anlauf, vermählt auf Album Nr. 2 wieder einmal sehr versiert die musikalischen Pole Electronica, Soul und R&B. Wunderbare Stimme, kluge Melodien und Rhythmusarrangements mit vielfältigen neuen Ideen.  Atmosphärisch und mitreißend!

Note: 2,0

www.jamiewoon.com/

 

spotify:track:2Sj8z5vSkYDZXZhhfrdBXZ

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alben, Jamie Woon, Künstler A-Z, W abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Jamie Woon – Making Time

  1. Random Randomsen schreibt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag. 🙂 Ich kannte Jamie Woon bisher nicht. Speziell die hier gepostete Sharpness Version finde ich in verschiedener Hinsicht unglaublich stark. Großartige Stimme – sehr nuancierter Gesang und auch insgesamt sehr gut gemachtes Vokalarrangement. Unglaublich groovy und dabei ein ausgesprochen schönes und abwechslungsreiches Klangbild mit vielen tollen Details. Über-hice!

    • hicemusic schreibt:

      Sehr gerne… Über-hice, richtig gut 🙂 finde auch speziell diesen Song toll, für mich einer der besten des Jahres! Deine Beschreibungen passen genau, besonders mit seiner Stimme kann Woon da punkten.

      • Random Randomsen schreibt:

        Es gibt auf Youtube erfreulich viele erfreulich vielfältige und erfreulich gute Aufnahmen von Sharpness. Mir gefällt zwar das Arrangement der hier geposteten Version am besten – und auch die Optik passt hier perfekt. Aber diese Version hier finde ich auch sehr beeindruckend:

        Unglaublich, was der hier alles rüberbringt. Der hat’s echt drauf.

  2. Pingback: Album des Monats November | hicemusic

  3. Pingback: Album des Monats – November | hicemusic

  4. Pingback: SOHN – Rennen | hicemusic

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s