Foals – What Went Down

VÖ: 28.08.2015

Label: Warner Music

Genre: Indie- / Alternative-Rock

Im New Musical Express verkündete Sänger Yannis Philippakis, dass seine Foals sich auf ihrem vierten Album härter klingenden Rockmusikstrukturen widmen würden. Nun, die Vorabsingle What Went Down hat dieses Versprechen eingehalten, denn das Gitarrenriff erinnert hier ein wenig an eines der Queens Of The Stone Age oder vielleicht auch an die Produktionsarbeit deren Frontmanns Josh Homme auf Arctic Monkeys dritten Album. Dies ist wiederum nicht weiter verwunderlich, wobei man diesbezüglich eher an den anderen Verantwortlichen denken sollte, der damals Hand an Humbug gelegt hat. James Ford, eigentlich Mitglied des Electro-Duos Simian Mobile Disco, produzierte nicht nur die beiden nachfolgenden Werke der Arctic Monkeys, sondern wurde nun auch für What Went Down engagiert. In manchen Kritiken zum neuen Foals-Album ist zu lesen, dass der experimentelle Charakter, der ihre Vorgängerwerke auszeichnete, durch die Hinwendung zum „härteren“ Rock letztendlich gelitten habe und man sich nun eingängigen Klängen nähern würde. Darüber lässt sich zumindest diskutieren. Denn es kommt auch darauf an, wie hoch die Erwartungen an die Indie-Band im Allgemeinen sind. Natürlich ist ihr intelligentes, großartiges Debüt Antidotes (2008), das so spielend leicht mit unterschiedlichsten Sounds hantieren konnte (u.a. Afrobeat, Math-Rock), wohl kaum zu toppen. Wahrscheinlich auch nicht ihr Zweitling Total Life Forever (2010). Aber weshalb muss sich Foals diesem Vergleich stellen? Richtig gut ist der funky Nachfolger Holy Fire (2013) ja trotzdem gewesen, ebenso wie nun auch What Went Down ziemlich überzeugende Momente vorweisen kann. Neben den tatsächlich straighten Stoner Rock-Passagen (u.a. noch in Albatross oder Snake Oil) – die übrigens alles andere als durchschnittlich daherkommen – bietet es Elemente, die dem Experiment weiterhin nicht abgeneigt sind, z.B. im hymnisch anmutenden Mountain At My Gates. Die Foals haben mit der neuen Klangkonzeption keinesfalls falsch gelegen.

Note: 2,3

www.foals.co.uk/splash/outnow

 

Foals – What Went Down from Niall O’Brien on Vimeo.

FOALS – Mountain at My Gates dir. cut from nabil elderkin on Vimeo.

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7 Antworten zu Foals – What Went Down

  1. Drittgedanke schreibt:

    Ich find´s großartig! Bisweilen wurden die Foals ja per „What Went Down“-Rezension glatt totgesagt, Spex und Trittbrettfahrer haben da echte Heulsusen abgegeben, Zitat Spex: „Wer das Debüt Antidotes liebt, muss What Went Down hassen“. Tue ich aber nicht! Gut, dass jedes der vier Alben seine eigene Klangsprache hat – wozu auch sollte man versuchen, immer neue Kopien seines Erstlings zu produzieren?

    • hicemusic schreibt:

      Genau, da hast Du völlig recht, macht doch überhaupt keinen Sinn. Und wenn sie es getan hätten, eine Kopie des Erstlings zu produzieren, wäre es jenen Kritikern doch auch nicht recht gewesen 🙂

      • Drittgedanke schreibt:

        Eben! Schwierig für die Kritik scheint es überhaupt schon zu sein, wenn eine Band nicht nach einem laschen Folgealbum zum bombastischen Debüt die Segel streicht, sondern einfach weiter Alben produziert – die dann anstrengenderweise auch noch gut sind 🙂

      • hicemusic schreibt:

        Genau richtig 🙂

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