Album des Monats – Juli

Ihr habt das Album des Monats Juli gewählt.

Sieger ist:

Tame Impala – Currents

 

 

So wurde gewählt:

  1. Tame Impala – Currents (1* Großartig)

2.  The Chemical Brothers – Born In The Echoes

Ezra Furman – Perpetual Motion People

Lianne La Havas – Blood

Sleaford Mods – Key Markets (alle jeweils 1* Gut)

 

Vielen lieben Dank für die Teilnahme!

Album des Monats Juli

Wählt bis zum 21.08. das Album des Monats Juli!

Ihr entscheidet, welche Veröffentlichung „Album des Monats Juli“  wird.

Zur Wahl stehen diejenigen Alben, die in dem Monat veröffentlicht und bei hicemusic vorgestellt wurden.

Ihr urteilt über die Umfrage „Wie bewertest Du die Musik?“. Das Album mit den besten Werten, also idealerweise mit dem Urteil „Großartig“, gewinnt (je mehr Nennungen, desto besser).

Zur Wahl stehen folgende Alben:

Ezra Furman – Perpetual Motion People

The Chemical Brothers – Born In The Echoes

Lianne La Havas – Blood

The Maccabees – Marks To Prove It

Ratatat – Magnifique

Sleaford Mods – Key Markets

Tame Impala – Currents

 

Viel Spaß beim Wählen!

Lianne La Havas – Blood

VÖ: 31.07.2015

Label: Warner

Genre:  Neo Soul

Die 25-Jährige bringt einige gute Voraussetzungen mit, ihrem tollen Debüt ein überzeugendes Zweitwerk folgen zu lassen. Mit dem 2012 veröffentlichten Erstling Is Your Love Big Enough?, auf dem sie ihren Vorbildern Lauryn Hill, Jill Scott und Mary J. Blige huldigte,  hatte die Soul-/Folk-Sängerin nicht nur Erfolg in einigen europäischen Hitparaden, sondern erntete vorwiegend positive Kritiken. Vor sowie nach dem Albumrelease ereigneten sich jene Phänomene, die typisch für junge vielversprechende Künstler sind. Sie war beispielsweise mit Kritikerlieblingen auf Tour (z.B. Bon Iver und Paloma Faith), trat in öffentlichkeits- und werbewirksamen Shows wie Later With Jools Holland auf (in Deutschland bei Inas Nacht und Engelkes Anke hat Zeit) und wurde für Preise nominiert (Mercury Prize u.a.) bzw. heimste auch ein paar von ihnen ein. Nun liegt also Blood vor, auf dem ein Song eindeutig heraus sticht.  Es handelt sich um die vorab ausgekoppelte Single und Opener der LP Unstoppable, auf dem La Havas sehr eindrucksvoll und nachvollziehbar ihre vor der Aufnahme gesammelten Eindrücke einer Reise nach Jamaika, das Heimatland ihrer Mutter, sowie eine beendete Liebesbeziehung textlich und musikalisch verarbeitet. Es gibt neben unglaublich entspannten und großartig vielschichtig arrangierten Soul- und Jazz-Klängen ebenso Reggae-, Electro- sowie Pop-Elemente zu hören. Allerdings muss an dieser Stelle betont werden, dass die Klasse des Songs nicht damit gleichbedeutend ist, dass der Rest von Blood verzichtbar wäre. Ganz im Gegenteil, auch andere Lieder nehmen neben den oben erwähnten Genres  eine vielseitige Palette von weiteren Musikrichtungen (z.B. Gospel und Doo Wop) auf und erzeugen damit entsprechende Wirkung (u.a. What You Don’t Do und Grow). Nicht ganz so überzeugend wie das Debüt, aber dennoch – auch in der Gesamtheit – eine Empfehlung wert.

Note: 2,3

www.liannelahavas.com/splash/splashpage_6

 

Lianne La Havas – edpcooljazz’15 from Live Experiences on Vimeo.

Lianne La Havas – What You Don’t Do from paydirt on Vimeo.

Sleaford Mods – Key Markets

VÖ: 24.07.2015

Label: Harbinger Sound

Genre: Post-Punk / Alternative

Key Markets ist bereits das achte Album der Sleaford Mods. Kaum zu glauben, hat man die Band doch frühestens mit Austerity Dogs (2013), wahrscheinlich erst richtig seit dem letzten Jahr auf dem Schirm, als ihr von der Kritik gewürdigtes Divide And Exit erschienen ist. So oder so seitdem Andrew Fearn (als Nachfolger von Simon Parfrement) als Instrumentalist bei der Band eingestiegen ist. Die aggressiven, Rap-artigen Schimpftiraden seines Kollegen und Gründungsmitglieds Jason Williamson unterlegt er mit einem charakteristischen Bass- sowie minimal arrangierten Schlagzeugspiel. Dies erinnert zum einen an legendäre Bands wie The Fall oder Suicide, auch die Happy Mondays. Zum anderen kommen einem bei der Rezeption der Musik auch Hip Hop-/Grime-Acts wie The Streets oder Dizzee Rascal ins Gedächtnis, als diese ihre Wut über die politischen und gesellschaftlichen Missstände ebenso direkt und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen – zumal gesegnet mit einem nicht zu überhörenden Dialekt – zum Ausdruck brachten. Gewürzt wird der Post-Punk- und Hip-Hop-Sound der Sleaford Mods zudem mit elektronischen Elementen, was einzelnen Songs noch mehr Kraft verleiht. Das diese Mischung passt, ist ja auch The Prodigy oder Leftfield nicht entgangen, als diese die Nottinghamer baten, auf ihren jeweils letzten Alben mitzuwirken. Auf Album Nummer 8 greift man auf bewährte Zutaten zurück. Langweilig wird die Musik aber nicht, weil dem Duo immer wieder raffinierte Kniffe einfallen, die dem Sound Abwechslung verleihen, wie z.B. in der straighten Single Bronx In A Six oder im Funk-affinen Silly Me. Kein innovatives, aber ein politisch wichtiges Werk.

Note: 2,3

http://sleafordmods.com/

Tame Impala – Currents

VÖ: 17.07.2015

Label: Caroline

Genre: Synthie Pop / Psychedelia

Die Australier um Kevin Parker präsentieren Album Nummer 3, zwar wie gewohnt im psychedelischen Stil gehalten, aber mit einer relativ auffälligen Änderung. Der Frontmann entschied sich nämlich, den Gitarren weniger Platz als auf den Vorgängern einzuräumen und dem Synthesizer den Großteil der Sounds erzeugen zu lassen. So bekommt der Hörer auf Currents ausgesprochen poppige, ja fast schon süßlich-schmalzige Songs zu hören, die beispielsweise an Pop-/Disco-Hits der 1970er und -80er erinnern. Das kann so manchen Fan sicherlich erschrecken oder zumindest irritieren. Allerdings wurde man ja bereits im Vorfeld der Veröffentlichung darauf vorbereitet. Vor allem die vorab ausgekoppelten Singles Let It Happen und Cause I’m A Man mit diesem herrlich eingängigen Refrain hatten die neue Richtung vorgegeben, für die sich Parker entschieden hatte. Besonders erstgenannter Song verdeutlicht aber, dass die poppige Note zwar im Vordergrund steht, aber es der Band mit diesem Album keineswegs um Anbiederung an den Mainstream geht. Ein Einsatz im „Dudelfunk“ ist nicht nur wegen der Länge von über 7 Minuten unwahrscheinlich, auch das Arrangement spricht eindeutig dagegen. Denn Eingängigkeit ist erlaubt, allerdings nicht ohne die Hinzunahme von Elementen, die stets auf experimentellere Pfade verweisen. Im Falle von Let It Happen sind dies vor allem der Gesang Parkers (dem nicht nur hier noch mehr Platz eingeräumt wird), die markante Basslinie, ein ebenso ausgeprägtes Schlagzeugspiel sowie am Ende ein aufregender Ausflug in Electronica-Gefilde. Seine Fähigkeiten im Texten kann der Frontmann hier auch noch einmal zur Geltung bringen, auch in anderen Songs (zum Beispiel in The Less I Know The Better , Yes I’m Changing oder Past Life), bei denen die Lyrics über persönliche Veränderungsprozesse von wehmütig anmutenden Sounds unterlegt werden. Klar ist, dass der poppige Touch des Albums als bewusstes Element im Sinne einer musikalischen Weiterentwicklung eingesetzt wurde. Mission erfüllt!

Note: 2,3

www.tameimpala.com/

TAME IMPALA – LET IT HAPPEN from theoffstream on Vimeo.

THE OFFSTREAM
http://theoffstream.com
http://facebook.com/theoffstream

ARTIST
Franck Deron
http://franckderon.net

Tame Impala – Cause I’m a Man from Merchants + Sons on Vimeo.

Under the direction of Weirdcore we produced the latest Tame Impala music video ‚Cause I’m a Man‘.

The brief was to take the audience on a nostalgic journey through the eyes of a torn man. We designed and developed stylised surreal and abstract cg scenes which evoked feelings of positivity and negativity to reflect the mans emotive state.

Client – Weirdcore / Pretty Bird

Format – Music Video

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